Wanderung am Westensee

Der Sonntag im späten Oktober war einer der Tage, an dem das norddeutsche Wetter sich nicht gerade von seiner besten Seite zeigte. Genaugenommen war es ein Sonntag, um mit Süßigkeiten und einem heißen Getränk auf der Couch hängen zu bleiben. Irgendwann gehen jedoch auch die größten Kuchenvorräte zur Neige und selbst meinem inneren Schweinehund wurde langweilig und wollte an die frische Luft.

Nur 20 Autominuten von Kiel entfernt bietet sich zum Auslüften die perfekte Gelegenheit, denn hier liegt der Naturpark Westensee mit wunderschönen Wanderwegen.

Zunächst ging es von Kiel aus über die A215 Richtung Südwesten bis zur Ausfahrt Blumenthal. Von dort sind es nur wenige Kilometer bis zum Örtchen Wrohe, dem Ausgangspunkt der Wanderung. Parkplätze waren ausreichend vorhanden, was bei gutem Wetter und im Sommer aber vermutlich etwas anders aussieht. Schon während der Fahrt wunderte ich mich über den dichten Wald und genoß den Ausblick ins Grüne.

Blick auf den großen Schierensee

Der Wanderweg führt rund um den großen und den kleinen Schierensee, welche zum Gewässersystem Obereider gehören und direkt mit dem 7 Quadratkilometer großen Westensee verbunden sind. Auf rund 10km führt der Weg durch teilweise erstaunlich hügeliges Gelände (zumindest für Norddeutsche Verhältnisse) und man fühlt sich sofort wie in einer anderen Welt: dichter Mischwald, durch den sich ein teilweise sehr schmaler Wanderweg schlängelt, riesige Buchen und majestätische Eichen und der allgegenwärtige Geruch nach Wald, Erde und ein bisschen Moder.

Im Herbst zeigt der Wald in den schönsten Farben, dunkles Grün steht im Kontrast zu leuchtendem Gelb und Orange. Ein bisschen schade war, daß an diesem Sonntag die Sonne nicht hervor kam, das Sonnenlicht hätte die Farben noch etwas mehr leuchten lassen.

Der Weg um die beiden Seen führt auch durch eine kleine Siedlung und die Gemeinde Schierensee, wo es eine schöne Badestelle gibt; im Sommer sicherlich eine willkommene Abkühlung. Ein weiterer Badesteg und sogar ein kleiner Strand finden sich in der Gemeinde Wrohe.

Wenn man sich Zeit nimmt und in einem eher gemütlichen Tempo geht ist die Tour in ca. 3 Stunden geschafft. Griffige und vor allem wasserdichte Schuhe sind zu dieser Jahreszeit angebracht, der Pfad ist vor allem in Ufernähe teilweise etwas aufgeweicht.

Verbindung zwischen kleinem und großem Schierensee

Der Ausflug hat sich trotz des eher bescheidenen Wetters mehr als gelohnt. Ich war überrascht, einen schönen und dichten Naturwald direkt vor der Haustür Kiels zu entdecken. In Zeiten von Corona bucht man eben nicht die sonst-wievielte Reise nach Spanien, sondern besinnt sich auf die schönen Ecken im eigenen Land, von denen es reichlich gibt. Weit entfernt müssen sie dabei auch nicht sein.

Ein bisschen erschöpft, entschleunigt und fasziniert ging es zurück nach Hause, wo vielleicht doch noch ein Stück Kuchen wartete 😉

LG Andreas

Wasserwechsel im Aquarium

Wenn Du stolzer Besitzer eines Aquariums bist oder werden willst, kommst Du um regelmässige Teilwasserwechsel nicht herum. In diesem Beitrag erfährst Du, wie oft ich ihn durchführe, warum man ihn macht und was man dafür braucht.

Zunächst ein bisschen Theorie:

Das Aquarium ist gewissermaßen ein Stück Natur zu Hause, ein Ausschnitt aus einem Biotop. Allerdings ist es, im Gegensatz zu einem Teich oder See, ein komplett geschlossenes System, dem wir durch Futter, Dünger oder auch Wasseraufbereiter Stoffe hinzufügen. All diese Verbindungen können durch Fische, Garnelen, Pflanzen und Mikroorganismen nicht zu 100% verstoffwechselt, sprich verbraucht und abgebaut werden. Auf Dauer kann es zu einem Ansteigen des ph-Wertes kommen, wodurch das Gleichgewicht zwischen Ammonium und Ammoniak, zwei Stickstoffverbindungen, aus dem Gleichgewicht gerät. Während Ammonium harmlos ist, ist Ammoniak giftig für unsere kleinen Mitbewohner und kann zu schweren Krankheiten und zum Tod führen. Daher sind der regelmässige Wasserwechsel und das Entfernen von Mulm unerlässlich. Eine nette Mitarbeiterin aus der Aquariumabteilung hat es recht anschaulich formuliert: „Betätigen Sie bei sich zu Hause auch 3 Wochen die Klospülung nicht?“

Luftbläschen nach erfolgtem Wasserwechsel

Wie oft und wieviel Wasser muss gewechselt werden?

Hier gehen die Meinungen tatsächlich relativ weit auseinander. Bevor ich mein erstes Aquarium in Betrieb nahm, habe ich sehr viel über das Thema gelesen und sämtliche Foren gewälzt. Hier bekommt man von 10 Leuten auch 10 verschiedene Meinungen. Als Tip möchte ich hier raten, nicht ganz so viele Foren zu lesen und stattdessen einen Mitarbeiter eines Fachgeschäfts ein paar Fragen zu stellen. Als gesundes Mittelmaß würde ich ca. alle 2 Wochen 20-30% des Wassers wechseln. Es kommt dabei natürlich nicht genau auf den Tag an. Bei größeren Aufräumaktionen wechsle ich auch mal die Hälfte des Wassers. Grundsätzlich kann man sagen, daß ein Wasserwechsel in einem kleinen Aquarium (Stichwort Nanocube) eher häufiger durchgeführt werden muss. Je größer, desto höher die Pufferwirkung des Wassers. Wenn Du sehr viele Fische im Becken hast, steigt die Häufigkeit natürlich auch. Mehr Fische machen einfach mehr Dreck 😉

Was braucht man für den Teilwasserwechsel?

Eine gewisse Grundausstattung brauchst Du auf jeden Fall. Diese bekommst Du in jeder Aquaristik-Abteilung und/oder Baumarkt:

  • Mulmsauger
  • Wassereimer
  • Pflanzenschere, Pinzette
  • einen zusätzlichen Schlauch zum schnellen Ablassen des Wassers
  • mechanischer Scheibenreiniger
  • viele, wirklich viele Handtücher und Lappen
Werkzeuge für den Wasserwechsel

Durchführen des Wasserwechsels

Es hat sich in der Praxis als äußerst hilfreich erwiesen, zunächst den Deckel vom Aquarium zu entfernen. Den Filter regle ich immer etwas herunter und den Heizstab schalte ich für die Dauer des Wasserwechsels aus, damit er nicht weiter heizt, während er nicht mehr komplett im Wasser hängt. Nun wird der grobe Dreck, wie z.B. alte Eichenblätter, Erlenzapfen oder abgestorbene Pflanzenteile herausgesammelt. Als nächstes kommt der Mulmsauger zum Einsatz: der Bodengrund wird „ge-staubsaugt“, wobei ich den Kies nicht all zu tief durchwühle. Auch im Bodengrund leben wichtige Bakterien, die beim Filtern des Wassers helfen. Du wirst Dich bei den ersten Malen vielleicht wundern, was da für eine Brühe herauskommt. Achte darauf, keine kleinen Fische oder Garnelen mit aufzusaugen. Gerade Platys sind sehr neugierig und schwimmen sogar freiwillig in den Kescher.

Mulmsauger im Einsatz
Reinigen der Scheiben mit einem „Floaty“

An den Scheiben des Aquariums setzen sich meist ein paar Algen oder Verschmutzungen fest, die sich leicht mit einem magnetischen Scheibenreiniger säubern lassen. Bei hartnäckigem Dreck kommt bei mir auch schon mal ein sauberer Microfaserlappen zum Einsatz. Im Handel gibt es auch Eiskratzer-ähnliche Geräte, die ich allerdings noch nicht ausprobiert habe.

Mit einer scharfen Aquascaping-Schere stutze ich wuchernde Pflanzen zurück. Im Fall vom „Wasserfreund“ (Hygrophila) kann man die ganze Pflanze vorsichtig herausreißen, den unteren Teil entfernen und den frischen oberen Teil einfach wieder in den Bodengrund stecken. Er wird in kürzester Zeit Wurzeln bilden und erneut wuchern. Das funktioniert auch mit den meisten anderen Stengelpflanzen.

Verjüngung beim Wasserfreund „Hygrophila

Wenn der Bodengrund wieder sauber aussieht und nicht mehr viel Mulm durch den Schlauch kommt, kann man mit einem dickeren Schlauch das Wasser bis zur gewünschten Höhe schnell ablassen. Ich verwende es regelmässig als Gießwasser für meine Zimmer- und Terrassenpflanzen.

Schlauch mit größerem Durchmesser für schnelles Ablassen

Auffüllen mit frischem Wasser

Zum Wiederbefüllen des Beckens benutze ich ganz normales Leitungswasser. Infos zu den Wasserwerten bekommst Du meist auf der Homepage Deines Wasserversorgers. Damit die Fische vor Kälte keine Gänse-Schuppen bekommen ist darauf zu achten, in etwa die gleiche Temperatur wie im Aquarium einzufüllen. Das spart außerdem noch Strom beim Hochheizen durch den Heizstab. Mit einem sauberen Eimer, der nur zum Wasserwechsel verwendet werden sollte, kippst Du vorsichtig frisches Wasser ins Becken, ohne den Bodengrund großartig aufzuwirbeln. Da mir diese Arbeit auf Dauer zu langwierig wurde und ich das Glück habe, daß mein Aquarium in der Küche steht, habe ich mir aus Baumarktutensilien einen Anschluß für ein Stück Gartenschlauch am Wasserhahn zusammengeschraubt. Während sich so das Aquarium wie von selbst befüllt, kann ich schon munter die erfolgreich unter Wasser gesetzten Fliesen wischen. In diesem Zusammenhang sei erwähnt, daß ein Aquarium immer auf relativ wasserfestem Boden stehen sollte. Echtholzparkett oder Teppich hätte ich wohl schon lange ruiniert…

Damit ist der Wasserwechsel erfolgreich beendet und Du kannst Dich wieder an einem aufgefrischten und sauberen Aquarium erfreuen, die Fische werden – wenn auch zunächst etwas gestresst – es Dir danken.

Erzähl mir von Deinen Erfolgen und überfluteten Zimmern beim Wasserwechsel. Habe ich vielleicht etwas vergessen? Schreibs in die Kommentare 🙂

LG Andreas

So vermehrst Du Hortensien mit Stecklingen…

In diesem Beitrag möchte ich Dir zeigen, wie Du ganz einfach Deine Lieblings-Bauernhortensie durch Stecklinge vermehren kannst. Mit Rispen- und Tellerhortensien habe ich diese Methode noch nicht ausprobiert, könnte mir aber vorstellen, daß sie genau so gut mit anderen Sorten funktioniert.

In meinem Beispiel nehme ich Stecklinge von einer wunderschön und üppig blühenden dreifarbigen Hortensie aus meinem Garten.

Die beste Zeit um Stecklinge zu schneiden ist im Juli und August. Dazu schneidest Du mit einer scharfen Gartenschere einfach frische Triebe, auch ruhig mit Blüte, ab. Ältere verholzte Triebe funktionieren nicht. Die Stecklinge sollten zwei bis drei Blattpaare haben, Du kannst auch längere Triebe nehmen und daraus gleich 2 Stecklinge machen.

Frisch geschnittene Hortensienstiele

Das untere Blattpaar wird entfernt, ebenso werden die Blüten abgeschnitten; sie können wunderbar zum Dekorieren verwendet werden. Danach werden die verbleibenden Blätter um die Hälfte eingekürzt, um eine zu hohe Verdunstung zu vermeiden… die reinste Verstümmelung.

Den fertigen Stecklingen gönnen wir eine kurze Pause, am besten in Wasser gestellt. Nun wird es Zeit, das „Gewächshaus“ vorzubereiten. Ich habe dafür eine „Samla“ Box mit Deckel von Ikea verwendet, meist gibt es in jedem Baumarkt ähnliche günstige Kisten. Transparent sollte sie aus gegebenem Anlass allerdings sein. Du kannst natürlich auch ein kleines Anzucht-Gewächshaus nehmen. In den Boden der Kunststoffbox bohrst Du ein paar große Löcher, damit überschüssiges Wasser ablaufen kann. Mach dabei am besten nicht den gleichen Fehler wie ich, indem Du die Löcher einfach so in die umgedrehte Kiste bohrst. Mir ist dabei das spröde Material sofort gebrochen. Mit einem Stück Holz als Bohrunterlage sollte es gut funktionieren. Anschließend füllst Du 10-15cm hoch Aussaaterde ein. Diese spezielle Erde ist nicht aufgedüngt und besonders locker und durchlässig, was Staunässe und Schimmelbildung vorbeugt.

Die Stecklinge haben sich mittlerweile hoffentlich ein bisschen von den Strapazen erholt und werden nun in Bewurzelungspulver gesteckt, so daß das untere Ende gut mit Pulver bedeckt ist. Ich habe hier den Wurzelaktivator von Neudorff verwendet. Jetzt sind unsere kleinen Zöglinge auch schon fertig vorbereitet und Du steckst sie tief in die Aussaaterde, ein Drittel des Stecklings darf unter der Erde verschwinden.

Mach ruhig mehr Stecklinge als ich in diesem Beispiel, das erhöht die Erfolgschancen.

Abschliessend wird die Erde ein bisschen gewässert, so dass sie gut durchfeuchtet ist. Am transparenten Kunststoff der Kiste kann man recht gut sehen, wie weit die Feuchtigkeit nach unten gezogen ist. Setze den Deckel drauf und suche einen geeigneten Standort für unser kleines Gewächshaus. Dieser sollte im Halbschatten sein und nur früh morgens und am Abend Sonne abbekommen. Gießen musst Du nicht sehr oft, durch den Deckel geht nicht so viel Feuchtigkeit durch Verdunstung verloren; austrocknen sollte die Erde allerdings nicht.

Das fertige „Gewächshaus“

Bei meinen Stecklingen hat es ca. 4-6 Wochen gedauert, bis sich Wurzeln gebildet hatten. Nach ungefähr 2 Monaten habe ich die kleinen Pflänzchen vorsichtig aus der Box genommen und war über den doch ansehnlichen Wurzelballen erstaunt. Alle Stecklinge sind angewachsen und hatten bereits neue Seitentriebe entwickelt.

In einzelne Töpfe gepflanzt werden die frischen Stecklinge jetzt im Gartenhaus oder im kalten Keller überwintern, bzw. dann wenn es draußen frostig wird, damit die frischen Triebe nicht abfrieren. Ich habe zum testen auch einen Steckling ins Beet gesetzt, mal sehen wie ihm der Winter bekommt. Das Bewurzeln war ein voller Erfolg, bleibt nur zu hoffen, dass die neuen Pflanzen die gleiche tolle Blütenpracht entwickeln, wie die Mutterpflanze…

Mein erster Versuch, die gleiche Hortensie zu vermehren, schlug übrigens gründlich fehl. Der Versuch bestand darin, abgeschnittene Triebe einfach in Pflanzerde zu stecken. Nach kurzer Zeit hatten alle Stecklinge die Blätter verloren und wurden braun.

Hast Du auch schon Hortensien vermehrt? Planst Du es für das kommende Jahr? Erzähl mir von Deinen Erfolgen und Misserfolgen in den Kommentaren 🙂

LG Andreas

Der Garten

Auf rund 600qm entfaltet sich ganz ungeniert mein Garten mit Rasen, Staudenbeeten und diversen Büschen und Bäumen. Vor dem Corona-Lockdown bestand die Fläche eigentlich nur aus mehr oder weniger gut gemähtem Gras, die unfreiwillig gewonnene Zeit führte allerdings zu einiger Veränderung…

Rasen gibt es immernoch, allerdings ist er jetzt durch einige Staudenbeete unterbrochen. Einjährige Pflanzen mag ich überhaupt nicht, der Kreislauf aus einpflanzen, blühen, verblühen und wieder rausreißen mag viele Freunde haben – ich gehöre nicht dazu. Vielmehr macht es mir Freude, wenn Pflanzen gut gedeihen und von Jahr zu Jahr größer werden. So hatte z.B. der Schneckenknöterich „Dimity“ schon nach 3 Monaten eine ansehnliche Fläche bewachsen und ich konnte ihn teilen und an anderer Stelle einpflanzen. Eine Pflanze die ich absolut empfehlen kann, der Knöterich blühte währenddessen ununterbrochen und tut dies jetzt Mitte Oktober immernoch.

Schneckenknöterich Bistorta affinis ‚Dimity‘

In der hinteren eher schattigen Ecke des Gartens ist ein Beet für einen ganz besonderen grünen Vertreter entstanden, die Gunnera manicata. Das aus Brasilien stammende Mammutblatt bekommt unter idealen Bedingungen Blätter von über 2 Metern Durchmesser, und das jedes Jahr von Neuem. Ob sie bei mir auch so gewaltige Dimensionen annehmen wird wage ich noch zu bezweifeln. Demnächst gilt es, sie erstmal für den Winter gut einzupacken. Solange Madame Gunnera noch klein ist, nutze ich das Beet noch für Pflanzen, die im Moment noch keinen richtigen Platz gefunden haben.

Mammutblatt ‚Gunnera manicata‘

In einem Staudengarten darf natürlich eines nicht fehlen – Stauden. Ich wußte nicht, dass Pflanzen einkaufen so süchtig machen kann. Beim Aufräumen des Schuppens bestätigt die schiere Menge an leeren Pflanztöpfen das ganze Ausmaß 😉 Ob Sonnenhut oder -braut, Gräser, Storchschnabel, Salbei oder Lavendel… wie ich feststellen musste, gibt es alles in unzähliger Vielzahl und Sorte. Deshalb sehen die Beete auch eher bunt aus und erheben keinen Anspruch auf Perfektion. Wenn der Garten das Auge und das Gemüt erfreut ist alles gut.

Sonnenbraut ‚Moerheim Beauty‘

Kerzen-Knöterich ‚Speciosa‘
Winterharter Lavendel

Bereits letztes Jahr im Sommer ist meine Gartenhütte entstanden. Vorher waren alle Gartengeräte inklusive Rasenmäher in der Garage gelagert, Platz für das Auto gab es nicht mehr. Jetzt lagere ich alle Geräte in dem dafür vorgesehenen Schuppen – und das Auto steht immernoch draußen… Dem Bau der Hütte werde ich einen extra Beitrag widmen mit Schritt für Schritt Bildern der Entstehung, vielleicht hilft es Dir ja beim Planen und Bauen Deines Gartenhauses.

Gartenhütte mit Gardena Schlauchbox

Gärtnern, sich draußen in der Natur bewegen und abarbeiten, sind für mich absolute Stresskiller (sofern man keine Zaunwinde im Beet hat). Man vergisst die Arbeit, den blöden Chef und die Gasrechnung. Gefühlt scheint es im Moment wieder einen Trend zum Gärtnern zu geben. In merkwürdigen Zeiten gibt es offenbar ein Bedürfnis nach Nähe zur Natur und zu etwas Bodenständigem. Der ‚Urban gardening‘ Trend zeigt dies auch recht deutlich. Grün ist die Farbe, die den Menschen am meisten beruhigt und erdet. Umso merkwürdiger ist der ebenfalls fürchterlich im Trend liegende ‚Steingarten‘, den man in fast allen Neubaugebieten „bewundern“ kann – Gabionen und Granit soweit das Auge reicht.

Ganz ohne Stein geht es in meinem Garten auch nicht, es gibt eine Terrasse, auf der auch noch so Allerlei in Töpfen wächst. Neben Kiwi, Phönixpalme, Olivenbaum und Oleander gibt es auch 3 kleine Bäume in Töpfen, der Ausdruck ‚Bonsai‘ wäre hier wahrlich übertrieben 😉

Roter Fächerahorn
Blutbuche ‚Fagus sylvatica f. purpurea‘

Jetzt hast Du einen groben Überblick über mein kleines grünes Reich…

In künftigen Blogbeiträgen möchte ich Dir über Pflanzen, Aufgaben im Garten und Gartengeräte berichten, Tips geben und Praxistests machen. Ich hoffe dieser Beitrag hat Dir gefallen. Abonniere also gern meinen Blog und bis zum nächsten Mal hier bei Fisch&Garten 🙂

LG Andreas

Meine Aquarien…

Heute möchte ich Dir meine Aquarien vorstellen. Zum einen gibt es das 180 Liter Aquarium, ein Rio von Juwel, das auf 2 umgebauten Küchenschränken seinen Platz gefunden hat (über die technischen Details berichte ich in einem separatem Beitrag….).

In diesem Becken tummeln sich blaue Neons, rote Keilfleckbarben, Platys und zwei Fünfgürtelbarben, mit denen ich leider nicht so viel Glück hatte. Einige der Papageienplatys möchte ich grad verkaufen, da sie sich schneller vermehren als man gucken kann und aus den ursprünglichen 3 Stück mittlerweile 18 geworden sind… viel zu viel für die Aquariumgröße. Das Aquarium läuft seit ca. 2 Jahren sehr stabil, nachdem es anfänglich wirklich sämtliche Formen von Algen zu bieten hatte.

Rote Keilfleckbarben

Die Keilfleckbarben sind äußerst anfängertaugliche kleine Gesellen und im kleinen Schwarm auch optisch sehr schön. Sie vertragen unterschiedliche Temperaturen (22-26 Grad) und auch mal leicht härteres Wasser. Im Schwarm fühlen sie sich am wohlsten und eignen sich sehr gut für das Gesellschaftsbecken mit anderen nicht so hektischen Arten.

Fünfgürtelbarbe

Zu meinen Lieblingen zählen die Fünfgürtelbarben, die meist ruhig im Hintergrund stehen und durch ihre 5 senkrechten Streifen einfach toll aussehen (nicht zu verwechseln mit der zänkischen 4-streifigen Sumatrabarbe). Leider sind mir ein paar der schönen Fische im Aquarium nach einiger Zeit gestorben, und ich weiß nicht genau warum. Ob es mangelnde Wasserpflege oder eine Krankheit war oder es eine Vorbelastung bereits beim Verkäufer gab ist unklar. Krankheitssymptome waren nicht zu beobachten.

180 Liter Aquarium

Das zweite Aquarium befindet sich gerade in der Einfahrphase und ist ein Nanocube mit 35 Litern Inhalt von Dennerle. Es steht genau wie das größere Becken in meiner Küche. Zum einen scheint hier sehr selten direkt die Sonne rein und zum anderen sind die Fliesen einfach am praktischsten, wenn ich wieder mal alles unter Wasser setze. Bei direkter Sonneneinstrahlung kann es zu wirklich unschöner Algenbildung und Erwärmung des Wassers kommen. Das große Aquarium bekommt abends im Sommer ein bisschen Sonne ab und in der Folge hatten sich hier Blaualgen (Cyanobakterien) gebildet. Durch Abkleben mit schwarzem Tape, sprich Lichtentzug, und regelmässigem Absaugen bin ich die schleimigen Plagegeister aber relativ schnell wieder losgeworden. Seitdem ist die Jalousie im Sommer abends unten.

Nanocube von Dennerle mit 35 Litern

In dieses nette kleine Becken sollen in naher Zukunft Garnelen einziehen, Red Fire um genau zu sein. Da Garnelen für mich noch relatives Neuland sind, habe ich mich für eine eher robuste Art entschieden. Ich werde berichten wie es läuft 🙂 Ganz toll an dem Aquarium finde ich, dass der kleine Eckfilter und die Heizeinheit so gut wie gar nicht auffallen. Ich habe die Rückwand des Beckens geschwärzt. um einen besseren Kontrast zu den Pflanzen und Garnelen zu haben. Die Stengelpflanzen links hinten sind Ludwigia, eine eher lichthungrige Art. Im ersten Aquarium waren mir diese Pflanzen auf grandiose Weise eingegangen – eine Erkenntnis als Aquarianer ist, dass manche Sachen einfach gut funktionieren und andere wiederum überhaupt nicht. Das ist einer der Punkte, die dieses Hobby so spannend und interessant machen.

Pogostemon helferi im Vordergrund

Wie Du siehst bin ich kein Vollprofi mit lediglich 2 Aquarien. Dennoch können meine Erfahrungen Dir bei Deinem Becken vielleicht helfen oder es freut Dich vielleicht einfach nur, das andere ähnliche Dinge oder Probleme durchleben. Das Thema Algen werde ich einem kommenden Beitrag noch näher behandeln.

Vielen Dank für Dein Interesse und bis zum nächsten Beitrag 🙂

LG Andreas

Spannend…

…ist das Erstellen einer Webseite meistens. Wenn es sich um den ersten persönlichen Blog handelt, kommt noch ein Gemisch aus Aufregung und Erwartung dazu. Mögen meine Leser was ich schreibe? Gefällt das Blog-Thema? Werde ich überhaupt Leser und Follower haben? Die Motivation einen Blog zu schreiben ist ja meistens der Wunsch danach sich auszudrücken, sich mitzuteilen und kreativ zu sein. Wenn das ganze Unterfangen dann noch etwas Aufmerksamkeit Dritter bekommt umso besser. Etwas mehr von mir könnt Ihr HIER erfahren.

Ein eigener Blog, wie modern 😉 Ok so modern ist es wahrlich nicht mehr, aber dennoch eine tolle Möglichkeit, über Themen die man mag zu berichten, Infos weiterzugeben und mit Gleichgesinnten in Kontakt zu kommen. Und ganz nebenbei wird das eigene Denkzentrum mal wieder etwas mehr bemüht als bei Netflix auf der Couch (Netflix auf der Couch mit Schokolade ist selbstverständlich eine ganz andere Geschichte).

Mit diesem ersten Beitrag sage ich „Herzlich Willkommen“. Ich hoffe, die Mischung aus Aquaristik- und Garten findet bei Euch Anklang. Ich werde künftig über Themen wie Einrichten eines Aquariums, Bepflanzung und Besatz schreiben… außerdem über Arbeiten im Garten, Stauden und andere Beetpflanzen und Gartengeräte, seid also gespannt und abonniert diesen Blog um keinen Artikel zu verpassen 🙂

LG Andreas

Schokoladenblume