Fotos vom Graswarder in Heiligenhafen

Das Naturschutzgebiet Graswarder in Heiligenhafen ist eine stetig wachsende Landzunge und mehr als sehenswert. Mit den Dünen, dem Ostseestrand und den vielen brütenden Vögeln hat die Natur hier auf rund 230 Hektar etwas Einzigartiges geschaffen.

Heiligenhafen zählt knappe 10.000 Einwohner, im Sommer verdoppelt sich diese Zahl durch den Tourismus. In Zeiten des Corona-Lockdowns kann man die Halbinsel Graswarder und auch den Rest des Ortes mal ganz in Ruhe genießen. Für die Geschäftswelt ist es natürlich eine ganz andere Sache… Unter normalen Umständen würden auf dem Bild oben eine ganze Menge Spaziergänger zu sehen sein.

Blick Richtung Heiligenhafen

Durch das Naturschutzgebiet werden eigentlich regelmäßige Führungen angeboten, die zur Zeit leider auch nicht stattfinden können. Weitere Infos und Details findest Du hier:

Graswarder

Ein weiteres Highlight sind die alten Reetdachhäuser. Die Strandvillen bilden eine bezaubernde Kulisse und sind ein äußerst beliebtes Fotomotiv.

Der Graswarder in Heiligenhafen ist absolut eine Reise wert (sofern wieder erlaubt) und auch der Ort selbst bietet sehr viel Sehenswertes. Meine kleine Wanderung hat ungefähr eineinhalb Stunden gedauert, die Landzunge ist ca. 2.5 Kilometer lang, in die andere Richtung kann man allerdings noch etliche Kilometer mehr am Strand oder auf der Promenade laufen. Ganz am Ende des Badestrandes kommt man schließlich noch zu der schroffen Steiküste, ein ebenso schönes Ziel.

Wer sich den Ostseewind um die Nase wehen lassen möchte ist hier genau richtig. Im Sommer lädt das Meer zu einem erfrischenden Bad ein…

LG Andreas

Einfach mal Pflanzenfotos

So ein Blog ist wirklich eine großartige Sache… man kann seinen Gedanken schriftlich freien Lauf lassen und das Ergebnis ungebremst auf die (geneigte) Menschheit loslassen. Das macht nicht nur Spaß, sondern regt auch das Denkstübchen an. Und als ob das nicht genug wäre, sind Fotos eine ganz wunderbare Ergänzung zu den meisten Themen, in diesem Fall Pflanzen und Natur. Dass mir sowohl Schreiben als auch Fotografieren Spaß machen trifft sich natürlich gut. Im Moment teste ich nach Jahren des Automatik-Modus aus, was meine Kamera noch so alles kann und hoffe, das Dir das eine oder andere Foto gefällt…

  • Kamera: Canon EOS 700D
  • Objektiv: Canon EFS 18-55mm u. Canon EF 75-300mm
  • Stativ: Manfrotto 055X PROB
Sedum
Weihnachtsstern ‚Euphorbia pulcherrima
Klee
Ziergras Carex foliosissima ‚Vanilla Ice
Rispenhortensie
Perrückenstrauch

LG Andreas

Ausflug zum Wittensee

Wittensee? Kenn ich gar nicht, obwohl er eigentlich unüberse(e)hbar ist. Mit seinen fast 10 Quadratkilometern Fläche ist er der viertgrößte See in Schleswig-Holstein. Über die A210 und A7 ist man von Kiel aus in ca. 30 Minuten am Ziel, die weitaus schönere und interessantere Strecke führt allerdings über die Landstraße an Gettorf, Holtsee und Sehestedt vorbei. An diesem sonnigen Novembertag musste man einfach nach draußen in die Natur, der Winter wird noch genug dunkle und nasse Tage bringen.

Direkt am See an der Badestelle Hoheluft finden sich einige Parkplätze, die im November auch ausreichend Platz bieten, im Sommer aber vermutlich hoffnungslos überfüllt sind. Direkt nebenan befindet sich nämlich auch der örtliche Surfclub, und selbst bei diesen Temperaturen waren einige unerschrockene Sportler auf dem Wasser. Ich bewundere die Kälteresistenz und ziehe meinen Jackenkragen lieber noch etwas höher, es weht eine gute Brise über den See heran.

Einen direkten Wanderweg findet man hier nicht, es schlängelt sich aber ein Pfad durch den waldigen Uferstreifen. Die Bäume stehen hier direkt am Wasser und bilden mit ihren Wurzeln teilweise bizarre und interessante Formen.

Richtung Nordwesten gelangt man entlang der wenig befahrenen Straße zum Ort Groß Wittensee, wo man gleich noch der historischen Windmühle ‚Auguste‘ einen Besuch abstatten kann:

http://www.windmuehle-auguste.de/index2.html

In entgegengesetzter Richtung führt eine kleine Straße am See entlang. In Richtung Ufer kann man eine ganze Reihe sehr schöner und teilweise skurriler Ferienhäuser bewundern.

Da es keinen direkten Wanderweg um den ganzen See gibt, geht es auf dem selben Weg zurück zum Startpunkt. Eine besonders lange Wanderung war es sicherlich nicht, dennoch gab es in den gut 2 Stunden eine Menge zu sehen und zu entdecken und vor allem jede Menge frische Luft.

Ich kann nur empfehlen, einfach mal ein Ziel auf der Karte rauszusuchen und dieses dann zu entdecken. Es gibt in der direkten Umgebung des eigenen Wohnortes so viele Gegenden, die man einfach noch nie gesehen hat und einen Besuch wert sind. Gerade in Corona-Zeiten, in denen sonst Alltägliches einfach nicht mehr oder nur eingeschränkt möglich ist, bringen Entdeckungsreisen neue Energie und neue Eindrücke und damit meist auch ein positiveres Gemüt.

Das war schon der kleine Reisebericht vom Wittensee. Unternimmst Du zur Zeit auch mehr Ausflüge als sonst? Bis zum nächsten Bericht 🙂

LG Andreas

Das Mammut (-blatt) geht in Winterschlaf

Bei der Gunnera manicata handelt es sich um eine, man mag es kaum glauben, Staude aus Südamerika. Damit es ihr hier in Deutschland nicht ähnlich ergeht, wie ihren felltragenden Namensvettern in der Eiszeit, muss sie im Winter vor allzu strengem Frost geschützt werden.

Mammutblatt ‚Gunnera manicata‘

Mein Exemplar ist noch nicht viel größer als gewöhnlicher Rhabarber, dem sie sehr ähnlich sieht aber nicht verwandt oder verschwägert ist. Das Mammutblatt hat seinen Namen zu Recht, die ausgewachsene Pflanze wird über 2 Meter hoch und ein einzelnes Blatt kann gut 2 Meter Durchmesser haben, während die mit weichen Stacheln bewehrten Stiele 10cm Durchmesser erreichen können. Dazu braucht die Gunnera einen feuchten, sauren Boden, viel Platz und Nährstoffe, möglichst im Halbschatten. Im späten Herbst sterben alle Blätter ab und die Pflanze zieht sich in den Boden zurück, um die unglaubliche Pracht im kommenden Jahr komplett von Neuem zu entwickeln. Die kolbenartigen Blütenstände haben mit einem guten Meter Höhe ebenfalls eine recht beeindruckende Größe. Ob die Bedingungen hier in Norddeutschland und speziell in meinem Garten einen solchen Wuchs zulassen, muss sich erst noch zeigen…

Weiche Dornen am Stiel der Gunnera

Um diesen Giganten also fit für den Winter zu machen, muss der Wurzelballen gut eingepackt werden. Dazu schneide ich die Blätter nah am Zentrum der Pflanze ab und lege sie umgedreht, wie ein Dach, auf die Staude. Dadurch wird Regenwasser abgeleitet und unter dem Blätterdach entsteht ein gewisser Hohlraum für Luftzirkulation. Im Abstand von ca. 40 x 60cm stecke ich nun Rundhölzer in die Erde, bzw. hämmere sie mit der 3kg Spaltaxt in den Boden, wobei natürlich auch gleich eines der Hölzer abgebrochen ist – wo rohe Kräfte sinnlos walten… Ursprünglich hatte ich vor, eine Art Käfig aus Kaninchendraht zu bauen. Die Preise für dieses schnöde Geflecht lagen im Baumarkt allerdings in Bereichen, die mich meine Pläne nochmal überdenken liessen. Ich mag Madame Gunnera, übertreiben muss man es aber nicht 😉

Bei grösseren Pflanzen entsteht fast ein Dach aus alten Blättern

Eine andere Lösung musste her und war auch schnell gefunden. Die Haselnuss bildet beim Neuaustrieb immer lange, antennenartige Äste aus, mit denen sich ein wunderbarer „Käfig“ für das Mammutblatt flechten lässt. Zum Glück hatte ich die Zweige noch nicht mit dem Häcksler bearbeitet.

Haselnusszweige

Zum Schluss fülle ich das Gehege noch mit einer Schicht Kiefernnadeln, die durch ihre Struktur Luft an die Pflanze lassen und hoffentlich Schimmelbildung entgegenwirken. Darüber kommt dann bis oben hin Laub aus dem Garten. Mit einigen Zweigen und ein paar Steinen „verschließe“ ich das Ganze, damit die Blätter nicht herausgeweht werden.

Fertiger Winterschutz für die Gunnera

Diese Recycling-Verpackung ist kostengünstig und schnell zu errichten, bei größeren Pflanzen könnte sie sich allerdings als schwierig erweisen. Konstruktionen aus Holz, Abdecken mit Reisig und Tannengrün und einer zusätzlichen Plane oder auch Drahtgehege sind denkbar und bei einer liebgewonnenen, mehrjährigen Pflanze sicher auch angebracht.

Im Netz findest Du diverse Bilder ausgewachsener Mammutblätter, auf denen die beeindruckende Größe dieser Pflanze gut zu erkennen ist. Meist findet man sie am Rand von Gewässern, da sie Feuchtigkeit mag und braucht, ihre riesigen Blätter verdunsten eine Menge Wasser. Staunässe und hohe Feuchtigkeit im Winter werden eher nicht so gut vertragen. Im Frühjahr werde ich über das Ergebnis der Einpack-Aktion berichten und hoffentlich Fotos von einer gesunden, großen Pflanze zeigen können. Im Kübel kann man das Mammutblatt übrigens auch halten. Dieser muss im Winter allerdings sehr gut eingepackt und am besten frostfrei gestellt werden. Im Sommer muss durch die hohe Verdunstung sehr oft gegossen werden.

Hast Du auch eine Gunnera im Garten? Wie machst Du sie winterfest? Schreib mir doch Deine Methode in die Kommentare…

LG Andreas