Mein Gartenjahr: Februar

Mit etwas Verspätung möchte ich nun doch noch vom Februar berichten, welcher wettertechnisch ein paar Extreme zu bieten hatte. Zum einen konnte man selbst hier in Norddeutschland an einem Wochenende Mitte des Monats gemütlich auf der Terrasse frühstücken, ohne sich Erfrierungen dritten Grades zu holen. Die Gartenarbeit konnte bei guten 15 bis 18 Grad ganz gemütlich im T-Shirt verrichtet werden. Zum anderen gab es eine Zeit lang strengen Frost mit Temperaturen um -10 Grad, definitiv kein Gartenwetter. Zum Glück haben alle Pflanzen im Gartenschuppen die Minusgrade gut überstanden.

Heuchera

Als die Temperaturen wieder in einen erträglichen Bereich geklettert waren, habe ich vorm Haus noch etliche Hecken gestutzt. So ist z.B. ein riesiger Kirschlorbeer um die Hälfte kleiner geworden, was der Pflanze aber nichts ausmachen sollte. Kirschlorbeer ist äußerst robust und schnittverträglich. Das schöne an diesen Büschen ist, dass sie immergrün sind und innerhalb kurzer Zeit einen guten Sichtschutz bieten. Weniger schön ist der Nutzen für die heimische Tierwelt. Alle Pflanzenteile sind giftig, unter den Büschen wächst rein gar nichts mehr und das Laub lässt sich nur sehr schlecht kompostieren. Den Heckenschnitt vom Kirschlorbeer fahre ich deshalb direkt zum Recyclinghof um die Ecke. Die Wurzeln der Pflanze suchen sich auch gern den Weg in Regen- und Abwasserrohre.

Ebenfalls im Februar hat der uralte Nistkasten, der bis dahin direkt neben der Terrassentür hing, einen neuen Platz gefunden. Im hinteren Bereich des Gartens hängt er jetzt in 3 Meter Höhe an der großen Eiche. Nach ein paar Tagen konnte ich auch direkt ein Meisenpärchen beobachten, dass offenkundig Interesse an der Immobilie hatte… Ein zweiter, neuer Nistkasten ist auch noch dazu gekommen.

Der Februar war insgesamt ein eher ruhiger Monat, nicht zuletzt bedingt durch das kalte und unangenehme Wetter. Die Couch wirkte dieser Tage doch irgendwie verlockender. Am Selbstbau-Vogelhaus ist inzwischen einiges los, nachdem anfänglich offenbar noch Skepsis bei Spatz und Co herrschte. Bei geschälten Sonnenblumenkernen, Nüssen und sonstigen Leckereien überwiegt dann doch irgendwann der Hunger.

Abschließen möchte ich den heutigen Bericht noch mit ein paar Bildern aus dem frostigen Garten. Entgegen der Kälte waren im auch schon die ersten Boten des Frühlings zu sehen…

LG Andreas

Flechtenlandschaft

Gerade an älteren Obstbäumen findet man häufig einen mehr oder weniger starken Bewuchs mit Flechten. Meine beiden Apflelbäume sind auch mit eben so einer bunten Schicht aus Flechten und Algen bewachsen. Da die Organismen nur auf der Rinde der Bäume leben, ihnen aber keinerlei Nährstoffe entziehen oder in die Rinde eindringen, sind sie für die „Wirtpflanze“ völlig harmlos. Im Gegenteil schützen sie insbesondere ältere Bäume eher noch vor dem Eindringen von schädlichen Pilzen und Bakterien und sind ein Indikator für saubere Luft. Ganz nebenbei sehen sie bei genauerem Hinsehen auch wirklich faszinierend aus…

LG Andreas