Ein Wochenende in Berlin

Ein traditionelles Weihnachtsessen bei (geimpften und getesteten) Freunden hat mich am Wochenende nach Berlin verschlagen. Die Großstadt ist für eine Landmaus wie mich immer wieder etwas Aufregendes. Man sieht Neues, Unglaubliches, nicht so Schönes und sehr Schönes.

So fanden wir uns am Sonntag auf einem kleinen Flohmarkt wieder, der allerlei sonderbare Dinge bereithielt. Auf dem Weg zu besagtem Flohmarkt hätte man aus den Dingen, die die Leute einfach vor die Haustür gestellt hatten, seinerseits einen kompletten Flohmarktstand bestücken können. Besonders faszinieren mich kreative Graffitis und Malereien an Häusern. Damit meine ich nicht das übliche ‚Tag‘-Gekleister, sondern sonderbare Figuren und geniale Fassaden von Geschäften.

graffiti an hauswand

Auf der Wiese vor der Berlin Mall sind alle Bäume mit Lichterketten umwickelt. Das sieht wirklich toll aus und das Stück Berliner Mauer erscheint in einem anderen Licht.

bäume vor der berlin mall mit lichterketten
kunst auf einem stück der berliner mauer

Der Spaziergang, der am Ende dann doch 10km lang war, führte uns noch zum Brandenburger Tor und zum Berliner Dom. Die Kamera des Mobiltelefons konnte die schöne abendliche Beleuchtung beider Bauwerke recht gut einfangen. Der Dom ist beeindruckende 98 Meter hoch und wirkt sehr monumental. Für einen Aufstieg zur Spitze war es schon etwas zu spät.

brandenburger tor
berliner dom bei nacht

Ein Stück weiter liegt die Museumsinsel und an diesem Sonntag fand direkt daneben der Kunsthandwerkermarkt statt. (Link zur Marktseite). Hier gibt es allerlei Kreatives zu sehen, wie z.B. Schmuck, Drucke und Zeichnungen oder auch Keramik. Der Landmaus gingen mal wieder die Augen über 😉

kunsthandwerkermarkt an der museumsinsel in berlin

Zu einer grandiosen Aussicht kamen wir schließlich doch noch beim Berliner Schloss. Nachdem „Erichs Lampenladen“, der Palast der Republik, abgerissen worden war, entstand an gleicher Stelle das neue Stadtschloss. In gut 30 Metern Höhe liegt eine Dachterrasse, die über einen Fahrstuhl erreicht werden kann. Wir hatten Glück, denn zufällig war an diesem Sonntag auch ‚Museumssonntag‘. An diesem Tag kann man kostenlos die meisten Museen besuchen, muss im Moment aber vorher oftmals einen Termin buchen. Dementsprechend viele Menschen waren an diesem Abend unterwegs, im Fahrstuhl nach oben waren aber spontan noch zwei Plätzchen frei.

alexanderplatz vom dach des berliner schlosses aus gesehen

Am Alexanderplatz wollten wir eigentlich noch den großen Weihnachtsmarkt besuchen. Sehr besinnlich war das Getümmel rund um den Turm allerdings nicht. Ebenfalls zufälligerweise war an diesem Tag auch noch verkaufsoffener Sonntag. Aufgrund der 2G-Regel bildeten sich vor vielen Geschäften lange Schlangen. Das gleiche Bild bot sich bei dem komplett eingezäunten Weihnachtsmarkt: an jedem der 3 Ein- und Ausgänge endlose Menschenreihen. So beschlossen wir, diesen Markt auszulassen. Das erhöhte Menschenaufkommen reichte so schon völlig aus und wir trugen an vielen Stellen freiwillig eine Maske.

Besonders beeindruckend fand ich die diversen Straßenmusiker. Wie man bei der Kälte noch so gut Klavier spielen kann ist mir ein Rätsel. Ein Saxofonist, Gitarristen und ein Duo, das Oper zum Besten gab, behaupteten sich gegen den Großstadtlärm und die Schreie, die von den wagemutigen Leuten ausgingen, die sich an einem Seil das rund 125 Meter hohe Park Inn Hotel herunterstürzten.

Leicht durchgefroren, mit vielen neuen Eindrücken und zufrieden ging der Tag zu Ende und die ca. 4-stündige Heimreise wurde angetreten.

LG Andreas

#berlin

#alexanderplatz

#städtetrip

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