Mein Gartenjahr: Oktober

Haben wir wirklich schon fast Ende November? Das kann nur bedeuten, dass der Beitrag für Oktober etwas länger gebraucht hat… ok, nicht so lange wie das Bilden einer neuen Regierung aber doch länger als gewohnt. Während hier die Tage immer kürzer werden und es manchmal so wirkt, als würde es gar nicht richtig hell, habe ich mich 10 Tage auf Teneriffa getummelt und mir die Sonne auf den Bauch scheinen lassen. Vom Oktober möchte ich aber dennoch erzählen, es gibt ja zum Glück Fotos und Instagram als Gedächtnisstütze 😉

Ich glaube ich habe ihn schon des Öfteren erwähnt, den Kerzenknöterich ‚Speciosa‘. Anfang letzten Jahres hatte ich drei der fantastischen Stauden ins Beet gepflanzt. Nachdem er bis in den Dezember hinein noch Blüten hatte, zog er sich anschließend komplett zurück, um dann im März/April erneut auszutreiben. Während manche Knöterichsorten einen unerwünschten Wildwuchs über Rhizome, unterirdische Wurzelausläufer, haben, ist die Art ‚Speciosa‘ so nett sich nur selbst auszusäen. So trieben im Frühjahr um die Mutterpflanzen herum hunderte kleiner neuer Knöteriche aus, was mich natürlich sehr gefreut hat (bedenkt man den Preis für so eine Staude). Die meisten habe ich einfach wachsen lassen und später dann ein paar von ihnen separat neu eingepflanzt. Die Jungpflanzen haben sich mehr als gut entwickelt und bereits im August Blüten gebildet.

einjährige Sämlinge vom Kerzenknöterich ‚Speciosa‘

Wenn man nun schonmal so schöne neue Stauden gezogen hat, brauchen sie natürlich einen entsprechenden Platz im Garten… ein Beet musste also erweitert werden. Die Entscheidung war schnell getroffen: das kleine Beet, in dem bisher eine Saatmischung wild ihr Unwesen trieb, sollte vergrößert und zum Knöterich-Refugium werden. Obwohl es einige Tage vorher geregnet hatte, schwante mir beim Abstechen der Grassoden bereits böses… der Boden war 5cm unter dem Rasen steinhart. Nach einer guten, schweißtreibenden Stunde hatten die Spitzhacke, der Spaten und ich keine Lust mehr und befanden die Erde als ausreichend aufgelockert. Da hier im Garten große Bereiche eher lehmig und trocken sind, habe ich gleich ein bisschen alten Grasschnitt und halb verrottetes vom Komposthaufen mit eingearbeitet. Oben drauf dann noch eine Schicht Rindenmulch und die kleinen Stauden konnten ihr neues zu Hause beziehen. In die Mitte des Beetes habe ich noch einen tollen, pink blühenden Wiesenknopf der Sorte ‚Pink brushes‘ gesetzt, der etwas höher als der Kerzenknöterich ist. Ich hoffe, dass aus dieser Kombination eine tolle Wirkung entsteht. Der Wiesenknopf war ursprünglich übrigens auch nur eine Pflanze, die sich nach dem Ausgraben jedoch ganz leicht in drei Stücke teilen ließ (im Bild noch nicht gepflanzt).

Das fertige, frisch erweiterte Beet. In der Mitte kommen noch rosa blühende Wiesenknöpfe ‚Pink Brushes‘ hinzu…

Wo ich grad vom Ausgraben spreche: einige Stauden haben noch ihren Platz gewechselt. So habe ich die Beete etwas mehr nach Farben und Höhen sortiert. Die Staudensonnenblume habe ich mal wieder geteilt und ebenfalls versetzt, nächstes Jahr sollte sie ein tolles, gelbes Blütenmeer bilden. Die Chrysanthemen an der Terrasse sollen auch noch umziehen, womit ich aber noch einige Zeit warte, weil sie im Moment sehr üppig blühen. Viele Chrysanthemensorten sind winterhart, so waren meine Exemplare letztes Jahr Dekoration vor der Haustür aus dem Discounter. Dieses Jahr haben sie schon fast die doppelte Größe erreicht.

Die winterharte Staudensonnenblume ‚Helianthus atrorubens‘ lässt sich im Herbst prima durch Teilen vermehren

Ende Oktober war es Zeit für große Strelizie, wieder ins Haus umzuziehen, da sie keinen Frost verträgt. Ich hatte ihr dieses Jahr einen neuen, größeren Topf spendiert und Sie hat sich draußen sehr schön entwickelt. Leider hat sie ewig nicht geblüht. Vor einigen Jahren hatte sie mal eine Blüte, danach leider nie wieder. Aber ich hänge natürlich trotzdem an ihr, zumal ich sie vor ewig langer Zeit aus einem Samenkorn gezogen habe. Am besten überwintert das hübsche Gewächs in einem hellen Wintergarten. Eben dieser fehlt mir jedoch gerade, also musste der große Topf wieder ins kühle Schlafzimmer. Der Transport im Garten war dank der Schubkarre einfach… im Haus dann die Treppe hoch sperrte sich die Gute etwas und machte sich gefühlt nochmal extra schwer. Strelizien mögen Sonne und wenn sie drinnen stehen einen möglichst hellen Standort. Die Paradiesvogelblume kann bis zu 2 Meter hoch werden. Wenn sie im Frühjahr nach draußen gestellt wird, muss sie langsam an die Sonne gewöhnt werden, da die festen Blätter sonst verbrennen können. Ich hoffe, dass ich sie im nächsten Jahr durch ein bisschen Dünger zu einer Blüte überreden kann…

Im späten Herbst muss die Strelizie zurück ins Haus oder den Wintergarten, da sie keinen Frost verträgt

Im Oktober wird es im Garten ansonsten immer ruhiger. Ein Augenschmaus ist jetzt die Herbstfärbung vieler Gehölze und die Blüten einiger späten Stauden. Insbesondere der helle Perrückenstrauch ‚Golden Spirit‘ zeigt jetzt was er kann. Der im Sommer gold-gelb-grüne Strauch leuchtet in einer Mischung aus rot und gelb. Die Blüten der Fetthenne bringen immer noch Farbe ins Beet, Anemonen und Dahlien zeigen ihre letzten Blüten und die Chrysanthemen sehen aus wie frisch vom Gärtner. Selbst die Schokoladenblume hält noch tapfer durch. Der Herbst hat in meinen Augen seinen ganz eigenen Reiz und die bunte Natur sollte man möglichst oft draußen im Garten, beim Wandern oder Radfahren genießen.

Perrückenstrauch ‚Cotinus coggygria ‚Golden Spirit‘ zeigt im Herbst nochmal, was er kann

Alle weiteren Beiträge meines Jahrestagebuchs findest Du in der Kategorie „MEIN GARTENJAHR“.

Ausklingen lassen möchte ich den Beitrag wie immer mit einigen Fotos aus dem herbstlichen Garten… genießt die Zeit und bis zum nächsten Mal.

LG Andreas

#herbstzeit

#staudengarten

#hobbygärtner

Zurück zum Schierensee

Genau ein Jahr ist es her seit dem letzten Besuch am Schierensee, es war sogar zufällig exakt das gleiche Wochenende. Den Bericht über die Wanderung im Naturpark Westensee bei Kiel findest Du HIER. Seinerzeit war das Wetter eher durchwachsen, umso mehr sorgte strahlender Sonnenschein und Temperaturen um 17 Grad für gute Laune. Dieses mal war es eine eher kurze Wanderung, beginnend nördlich der Gemeinde Schierensee, wo an der Straße genug Platz zum Parken war. Von der Straße „Am Heidberg“ führt ein Feldweg nach links in Richtung Wald und bereits nach wenigen Metern steht man inmitten hoher Buchen, Eichen und Tannen.

Gemeinde Schierensee

Ungefähr 200 Meter weiter, nach einigen Stapeln frisch geschnittenen Holzes, führt ein kleiner Pfad auf der linken Seite bergab in den Wald. Ich bin nach wie vor erstaunt, wie hügelig die Gegend hier ist. Der Wald ist scheinbar weitgehend naturbelassen und überall finden sich alte, morsche Baumstümpfe und umgekippte Bäume… ein Paradies für Insekten und andere Lebewesen.

Der Pfad führt direkt hinunter zum Ufer des großen Schierensees, wo einige Bäume recht malerisch übers Wasser hängen. Die Sonne setzte der schönen Stimmung an diesem späten Sonntag Nachmittag noch die Krone auf. Nach einiger Zeit am Wasser wird der Pfad zu einem Weg und führt wieder in den Wald hinein, vorbei an einer Weide mit leicht misstrauischen Schafen und schließlich zurück auf den Hauptweg. Diesen beschließen wir wieder Richtung Ausgangspunkt zu nehmen, da wir recht spät unterwegs waren und bereits die Abenddämmerung einsetzte.

Insgesamt hat die kleine Runde in etwa eine Stunde gedauert. Zum Auslüften, Aufatmen und Runterkommen reicht das allemal und der kleine „Geheimweg “ ist wirklich sehenswert. Nebenbei sind noch ein paar wie ich finde sehr schöne Fotos entstanden. Wer im Norden wohnt oder hier zu Besuch ist sollte sich das Gebiet um Westensee und die beiden Schierenseen nicht entgehen lassen…

LG Andreas

#schierensee #westensee #wanderung #wald #natur

Schwarzweiß im Garten

Bunt ist er, der Garten… zumindest in den meisten Fällen. Ebenso bunt sind daher auch die meisten Gartenfotos. Heute hat mich aber mal wieder der Hobbyfotograf gepackt und entstanden sind einige Bilder in schwarz-weiß, die ihren ganz eigenen Reiz haben. Bearbeitet sind die Bilder mit GIMP, einem kostenlosen Bildbearbeitungsprogramm, dass sehr viele Funktionen mitbringt. In diesem Fall habe ich leicht nachgeschärft, den Kontrast und die Belichtung nachjustiert und den Schwarzwert etwas vertieft. Das Ergebnis gefällt mir schon ganz gut, etwas mehr Übung bei Motivwahl, Belichtung und Schärfe kann jedoch nicht schaden…

LG Andreas

Schokoladenblume ‚cosmos atrosanguineus‘
Hoher Wiesenknopf ’sanguisorba hakusanensis Pink Brushes‘
Pampasgras ‚cortaderia selloana‘
Dahlie
Gartenansicht
Phlox

#Fotografie #schwarzweiß #Garten #Staudengarten

Mein Gartenjahr: September

Langsam aber sicher geht der Sommer zu Ende und der Herbst hält Einzug. Während Deutschland im Zuge der Bundestagswahl in Aufruhr war, blühte der Garten im September völlig unpolitisch in sämtlichen Farben und die ersten Blätter bekamen ihre schöne Herbstfärbung… das Bild wandelt sich erneut. Der amerikanische Tulpenbaum z.B. verwandelt sich dieser Tage von grün zu einem leuchtenden gelb, der japanische Ahorn hingegen zu einem intensiven rot.

Japanischer Ahorn ‚Acer palmatum‘
Dahlie ‚Arabian Nights‘

Im Juli hatte ich Stecklinge von Salbei und Lavendel geschnitten, welche mittlerweile fast ausnahmslos angewachsen und in kleine Anzuchttöpfe gewandert sind. Überwintern werde ich sie vorerst noch im Schuppen, da ich befürchte, dass die jungen Pflanzen sonst einfach erfrieren. Künftig kann ich also immer öfter auf den Kauf neuer Pflanzen verzichten, da die Vermehrung wirklich einfach möglich ist. Sehr gut für Stecklinge eignen sich auch die meisten Heuchera-Arten… einfach einen Trieb abknipsen und wieder in die Erde stecken, der Erfolg ist bei ein bisschen Bewässerung garantiert.

Stecklinge von Salbei und Lavendel

Zum Ende des Monats hin lockten diverse Discounter und Baumärkte wie jedes Jahr wieder mit unzähligen Blumenzwiebeln für Frühblüher wie Tulpen, Krokusse oder Lilien. Selbstverständlich kann man als Hobbygärtner und Pflanzensüchtiger nur schwerlich an diesen Angeboten vorbeigehen… infolgedessen fanden rund 140 neue Blumenzwiebeln ihren Platz in den Beeten. Auf die Blüte im Frühling bin ich schon sehr gespannt und hoffe mal, dass die Wühlmäuse fern bleiben oder Zwiebeln vom Nachbarn futtern 😉

Ganz ohne neue Pflanzen ist der September natürlich auch nicht vorüber gegangen. So habe ich ein paar Herbstanemonen der Sorte „Prinz Heinrich“ in das Beet an der Terrasse im Halbschatten gepflanzt, welche auch nach kurzer Zeit bereits schön geblüht haben. Eine tolle rote Chrysantheme ist ebenfalls dazu gekommen, nachdem ein fieser Hase allerdings die Hälfte der Blüten abgefressen hatte steht sie jetzt im Topf auf dem Terrassentisch. Selbiger Hase, so vermute ich, hat auch noch ein Ziergras um die Hälfte dezimiert… na Hauptsache es schmeckt.

Anemone ‚Prinz Heinrich‘
Chrysantheme

Neben den üblichen Gartenarbeiten wie Rasen mähen und Unkraut zupfen kommt jetzt auch immer mehr Laub harken hinzu. Während es auf den Beeten gerne liegen bleiben darf, versuche ich den Rasen möglichst frei zu halten, weil es sonst schnell mal kahle Stellen gibt, insbesondere unter der großen Eiche. Wenn es länger trocken bleibt, möchte ich den Rasen auf jeden Fall Ende Oktober nochmal mähen, je nach Wachstum auch noch im November.

So langsam wird es ruhiger im Garten. Abends wird es mittlerweile sehr früh dunkel, so dass nach der Arbeit kaum noch Zeit bleibt, um sich draußen aufzuhalten und zu gärtnern. Demnächst möchte ich noch einige Hecken stutzen und etwas frischen Rindenmulch verteilen und das Umtopfen einiger Zimmerpflanzen steht auch noch auf der To-Do-Liste. Aber dafür ist im Oktober ja auch noch Zeit 😉

Alle weiteren Beiträge meines Jahrestagebuchs findest Du in der Kategorie „MEIN GARTENJAHR“.

LG Andreas

#herbstzeit #garten #dahlien #staudengarten

Ein Goldstück im Garten: der Goldliguster

Wie vielleicht auch in Deinem Garten steht in meinem ein wunderschöner Goldliguster als Solitärgewächs. Der äußerst robuste Großstrauch bildet bei mir einen zentralen Punkt, Grund genug sich etwas genauer über die Pflanze zu informieren. Alles Wissenswerte, das ich dabei entdeckt habe, ist in diesem Beitrag zusammengefasst…

Ursprünglich stammt der Goldliguster aus Japan, China und Korea, wo er wild in der Natur wächst. Er hat bereits im 16. Jahrhundert den Weg in europäische Gärten gefunden. Mit botanischem Namen heißt er Ligustrum ovalifolium ‚Aureum‘ und gehört zu den Ölbaumgewächsen. Ovalifolium steht dabei für die ovale Form seiner ca. 4 – 6 cm langen Blätter, wobei ‚Aureum‘ seine leuchtend gelbgrünen Blätter beschreibt. Diese unterscheiden ihn sehr deutlich von dem sehr häufig vorkommenden gewöhnlichen Liguster, der dunkelgrüne Blätter hat. Der Name ‚Liguster‘ geht vermutlich auf das lateinische Wort ligare zurück, was so viel wie flechten oder binden heißt. Aus den sehr weichen, frischen Ästen wurden in früheren Zeiten Korbgefäße hergestellt.

Goldliguster ist nicht ganz so wuchsstark wie sein dunkelgrüner Verwandter, legt jedoch pro Jahr gut und gerne 30-50 cm in Höhe und Breite zu. Der dicht verzweigte Strauch wächst aufrecht und kann sowohl als Solitärpflanze, als Hecke oder auch Hochstamm gezogen werden, wobei er sehr gut schnittverträglich ist und auch größere Rückschnitte schadlos wegsteckt. Ich bringe meinen Liguster gern im Frühjahr einmal mit der Akku-Heckenschere in Form und lasse ihn dann einfach seine ganze Pracht entfalten. Oftmals wird empfohlen, den Liguster zweimal im Jahr zu schneiden, was bei Hecken auch durchaus angebracht ist. Meiner Erfahrung nach kann ein Formschnitt eigentlich zu jeder Jahreszeit durchgeführt werden. Als Solitär wird er 2,50 bis 4,00 Meter hoch und bis zu 2,5 Meter breit, wobei ich noch nicht ausprobiert habe, wie groß er wirklich wird, wenn man ihn denn lässt. Im Netz schwanken die Angaben zwischen 3,00 und 4,50 Metern. Als Hecke lässt er sich wunderbar in jede beliebige Form bringen und ist dabei schön blickdicht.

An seinen Standort stellt der Goldliguster kaum Ansprüche: sandiger bis lehmiger oder humoser Boden werden vertragen, wobei humusreich natürlich am besten angenommen wird. Bei mir steht er in praller Sonne auf lehmigem Boden. Die Lichtintensität hat auch direkten Einfluss auf sein Aussehen. In voller Sonne entwickelt sich seine goldgelbe Farbe am besten, während er im Halbschatten eher grünlicher bleibt und auch weniger Blüten ausbildet.

Die Blüten sind wirklich noch einmal eine Klasse für sich: an langen Rispen zeigen sich im Juni und Juli zahlreiche kleine weiße Blüten, die verführerisch duften und ein wahrer Magnet für Hummeln und andere Bestäuber sind. Nach der Blüte entwickelt der Strauch kleine, für Liguster typische, fast schwarze perlenartige Beeren. Für uns ist die Frucht völlig ungenießbar und leicht giftig, für Vögel allerdings sind die kleinen Kugeln ein wahrer Leckerbissen. So bietet der Goldliguster durch sein dichtes Astwerk einen Nistplatz, Vogelfutter und Nahrung für Insekten, ein wirklich wertvolles Gehölz.

Der Goldliguster ist absolut winterhart und immergrün, wobei er hier in Norddeutschland in kalten Wintern doch einiges seines Laubes abwirft. Frostschäden konnte ich an ihm noch nie feststellen. Größere Gehölze sind zudem recht trockenresistent, kleinere frisch gepflanzte Büsche sollten im Sommer jedoch ab und zu gewässert werden, wobei ruhig Leitungswasser verwendet werden kann. Der Liguster mag Kalk recht gerne. Zudem ist er fast resistent gegen Krankheiten.

Beim Pflanzen empfiehlt es sich, humusreiche Erde, Kompost oder auch ein bisschen Hornspäne mit in das Pflanzloch zu geben. Pflanzzeit ist wie bei den meisten Büschen Frühjahr und Herbst. Wenn Du Deinen Liguster im Sommer kaufst, wird er Dir auch diesen Zeitpunkt nicht übel nehmen (bei entsprechender Wasserversorgung). Im Frühjahr habe ich einen anderen, etwa 10 Jahre alten Goldliguster ausgegraben und umgepflanzt, was ohne weiteres vertragen wurde. Vorher habe ich das Gebüsch noch gut zurückgeschnitten, um ein bisschen die Verdunstung der Blätter zu verringern. Mittlerweile wächst er wieder, als wäre nichts gewesen. Ein absolut robustes Gewächs.

Im Moment versuche ich gerade, den Goldliguster durch Stecklinge zu vermehren. Dazu habe ich einfach junge, ca. 20 cm lange Triebe geschnitten. Von diesen werden dann die unteren Blätter entfernt. Zusätzlich werden einige der oberen auch entfernt oder halbiert, um wiederum die Verdunstung zu verringern. Die so vorbereiteten Stecklinge hätte ich jetzt eigentlich in Bewurzelungspulver gesteckt, was wahrlich wie eine Zutat aus einem Harry Potter Film klingt, aber nur beim Bilden der Wurzeln helfen soll. Besagtes Pulver habe ich allerdings so weggelegt, dass ich es gut wiederfinden kann – nämlich gar nicht. Anschließend werden die Stecklinge in Anzuchterde gesteckt und gut angegossen. Für dieses Experiment benutze ich das Kunststoffkistengewächshaus, in dem ich bereits Hortensien sehr erfolgreich vermehrt habe (den Artikel findest Du HIER). Über das Ergebnis dieser Unternehmung berichte ich später.

Wenn Du noch keinen Goldliguster Dein eigen nennst kann ich Dir dieses robuste und wunderschöne Gehölz aus genannten Gründen nur empfehlen. Bei der Gartengestaltung lassen sich mit der goldgelben Farbe tolle Akzente setzen und durch die sehr gute Schnittverträglichkeit kann er für viele Formen und Gelegenheiten genutzt werden.

Hat Dir der Beitrag gefallen? Was sind Deine Erfahrungen mit dem Goldliguster? Schreib mir, ich freue mich auf Deinen Kommentar..

LG Andreas

#liguster #goldliguster #pflanzenwissen #gartentips #heckenschnitt

Mein Gartenjahr: August

Den August könnte man eigentlich auch ‚Genussmonat‘ nennen: es liegen keine größeren Arbeiten im Garten an, das Wetter ist herrlich sommerlich – zumindest teilweise – und die Stauden stehen in voller Blüte und erfreuen den Betrachter Tag für Tag. Allen voran ist das in meinem Garten der Klassiker unter den Blühstauden, der leuchtende Sonnenhut Rudbeckia fulgida ‚Goldsturm‘, sowohl in normaler Größe als auch als kleinere Variation ‚Little Gold Star‘. Im Herbst werde ich die eine oder andere dieser Pflanzen durch teilen vermehren, damit das gelbe Blütenmeer noch etwas größer wird.

Rudbeckia fulgida ‚Goldsturm‘

Da man jetzt wunderbar sieht, welche Staude man eigentlich wo gepflanzt hat und wie groß sie letztendlich werden, habe ich kurzerhand einige Pflanzen ausgegraben und umverteilt. In voller Blüte ist das natürlich nicht der beste Zeitpunkt, hilft aber ungemein bei der Gestaltung. Meine Pflanzen waren darüber auch nur ein zwei Tage etwas beleidigt, durch tägliches Gießen war der Umzug aber schnell überwunden. So sind die beiden Hauptbeete jetzt etwas besser nach Farben angelegt und in der Höhe der Pflanzen gestaffelt. Ein paar recht feine Sonnenhüte in rosa sind unter anderem auch zwischen die Pampasgräser gewandert, wo sie ein tolles Zusammenspiel mit den langen Grashalmen bilden.

Der Sommer eignet sich auch gut dafür, von diversen Pflanzen Ableger zu ziehen. So habe ich zum Beispiel von diversen Purpurglöckchen (Heuchera) einfach kleine Teile nahe am Boden abgeknipst und ohne weitere Bearbeitung wieder eingepflanzt. Nach kurzer Zeit sind alle Ableger angewachsen und bilden bereits neue Blätter. Genauso lassen sich auch Ableger vom Storchschnabel (Geranium) ziehen. Noch einfacher gestaltet sich das Vermehren des Kerzen-Knöterichs Bistorta amplexicaulis ‚Speciosa‘ : wenn man die Blüten bis in den Herbst stehen lässt, säht sich die Pflanze selbst aus. Im Frühjahr wurde ich durch hunderte kleiner Keimlinge überrascht und mittlerweile sind die kleinen Pflänzchen schon so weit gewachsen, dass sie Blüten gebildet haben. Der Kerzenknöterich ist eine ganz erstaunliche Pflanze, bildet sie doch in kurzer Zeit hohe, dichte Pflanzen mit unzähligen Blüten aus, die ein wahres Paradies für Bienen und Hummeln sind. Aufgrund der raschen Aussaat entwickelt sich der Kerzen-Knöterich ja noch zur Geißel meines Gartens… zumindest zu einer sehr hübschen 😉

Purpurglöckchen ‚Heuchera‘
Kerzenknöterich ‚Speciosa‘

Ganz nebenbei ist der August auch mein Geburtstagsmonat und zum Geburtstag soll man sich etwas gönnen. Dieses Jahr habe ich mir einen neuen Rasentrimmer von Makita zugelegt. Die Wahl war schnell getroffen, da ich bereits zwei Geräte dieser Firma habe und die Akkus in alle gleichermaßen passen. Von der Leistung her ist es ein sehr krasser Unterschied zu meinem alten Trimmer, ich muss aufpassen, nicht alles kurz und klein zu häckseln. Zum Geburtstag gab es dann von lieben Menschen noch ein paar neue Pflänzchen, natürlich, und eine neue robuste Grabgabel. Das bisherige Modell aus dem Discounter hatte ich bei der Kartoffelernte fast zerlegt… apropos Kartoffelernte: im Frühjahr hatte ich ein paar gekeimte Speisekartoffeln verbuddelt und der Garten hat mir rund ein Pfund frische Kartoffeln zurückgegeben, sehr nett 🙂

Geburtstagsbeute 😉

Ich bin immer noch überrascht davon, wie wenig Arbeit die Staudenbeete machen, und wie viel Freude sie im Gegenzug bringen. Das Unkraut hält sich durch die Mulchschicht wirklich stark in Grenzen und so lässt sich der Garten, wie Eingangs erwähnt, wunderbar genießen. Man sollte zwischendurch auch mal die Füße hoch legen und die Seele baumeln lassen… und schon wieder über neue Projekte nachdenken 😉

Dahlie
Koreanischer Wiesenknopf „Sanguisorba hakusanensis ‚Pink Brushes'“
 

LG Andreas

#Staudenbeet #sommerimgarten #rudbeckia #goldsturm #blütenmeer #blütenzauber #heuchera

Auf zur Drachenwiese…

In meiner Jugend, also irgendwann in den 90ern, habe ich fast jede freie Minute entweder auf der Drachenwiese oder aber zu Hause an der Nähmaschine meiner Mutter verbracht, wo sämtliches Taschengeld in Form von Segeltuch und Kohlefaserstangen zu verschiedensten Drachen verarbeitet wurde. Die Leidenschaft zu den bunten Himmelsstürmern hatte irgendwann mit einem Kinderdrachen angefangen und mich viele Jahre nicht mehr losgelassen. Natürlich habe ich die meisten Exemplare behalten, und wenn Zeit und Wetter stimmen, dürfen einige von ihnen ab und zu mal wieder an die Luft.

Parasled 1.0 und Windturbine

Der heutige Spätsommertag Ende August war perfekt, um die Drachen und mich selbst ein wenig durchpusten zu lassen: ein mäßiger Wind aus Nordwest, herrlicher Sonnenschein und Temperaturen um 17 Grad. Zuerst habe ich zwei Einleiner, sprich Drachen mit einer Schnur, steigen lassen und mit Bohrbodenankern befestigt. Bei diesen beiden Modellen handelt es sich allerdings nicht um Eigenbauten, sondern gekaufte Exemplare… ein Parasled 1.0 von InVento und ein Angelwing von Wolkenstürmer. In die Schnur des Parasled habe ich noch eine schöne 1,5 Meter lange Windturbine eingehängt.

Angelwing

Der gleichmäßige Wind hält die beiden Drachen stabil am Himmel und der Anblick erfreut nicht nur mein Gemüt sondern auch das etlicher Passanten. Von den Flugobjekten geht nach wie vor eine gewisse Faszination aus und ich fühle mich ein wenig in frühere Zeiten zurückversetzt. Draußen sein und die Natur, die frische Luft und den Wind genießen hat eine unheimlich beruhigende und erdende Wirkung, man kommt zu sich selbst. Damit es nicht zu beruhigend wird, packe ich noch einen selbstgebauten Lenkdrachen (mit 2 Schnüren) aus. Dieses Modell habe ich damals selbst entworfen und genäht und er fliegt selbst nach 30 Jahren noch wie am ersten Tag rasante Loopings und Sturzflüge.

Nach gut 1.5 Stunden wird es langsam dunkel und ich packe zufrieden alles wieder ein. Ganz nebenbei sind noch ein paar schöne Fotos entstanden und vielleicht sollte ich der guten alten Drachenwiese doch öfter mal einen Besuch abstatten, schließlich liegt sie quasi vor der Haustür und Wind gibt es hier an der Küste meist zu genüge…

LG Andreas

#drachen #lenkdrachen #wokenstuermer #kite #heiligenhafen #küste

Voll und ganz Off-Topic: Umschalten des TSE-Bonausdrucks bei Sharp Kassen

In diesem Beitrag erfährst Du, wie man bei Sharp Registrierkassen (Modell XE-A217 und XE-A307) den zwingend erforderlichen Ausdruck des TSE-Codes auf dem Kassenbon zum TSE QR-Code umschaltet und so einiges an Bonrollen sparen kannst.

Seit spätestens September 2020 brauchen elektronische Registrierkassen im Einzelhandel eine sogenannte TSE, eine technische Sicherheitseinrichtung, die die Kassendaten unveränderbar aufzeichnet. Diese Einrichtung besteht im Prinzip nur aus einem Softwareupdate für das jeweilige Kassenmodell und einer SD Speicherkarte für den Kartenslot der Kasse. Ebenfalls zur Pflicht ist es geworden, den Bon stets auszudrucken und dem Kunden auszuhändigen (egal ob der Kunde ihn haben möchte oder nicht). Diese Bonpflicht sorgt für sich genommen schon für einen ziemlichen Papierverbrauch, zusätzlich benötigen die Daten der TSE sehr viel zusätzlichen Platz auf dem Kassenbon. Von diesem zusätzlichen Platz kann ein kleines bisschen eingespart werden, indem Du den Ausdruck der TSE Daten auf das ebenfalls zulässige QR-Code Format umstellst. (In diesem Zusammenhang sei darauf hingewiesen, dass dieser Beitrag nur eine Anleitung zum Umstellen des Ausdrucks ist, keinesfalls jedoch eine rechtssichere Beratung darstellt!!!).

Schritt für Schritt Anleitung zur Umstellung auf QR-Code:

  1. Rufe über die Taste „Mode“/“MODUS“ den PGM-Modus auf (Punkt 6)
  2. Wähle den Unterpunkt „Einstellungen“ (Punkt 2)
  3. Navigiere zu „Optionale Funktionen“ (Punkt 8)
  4. Als nächstes wähle den Punkt „Druckauswahl“ (Punkt 5)
  5. Im folgenden Menü findest Du ganz unten die Punkte „QR-Code“ und „QR-Daten“. Bei „QR-Code“ müsste bei Dir ein NEIN stehen, diesen Punkt änderst Du ganz einfach mit einem Druck auf die Taste „Zwischensumme“, Auswählen von JA mit der Pfeiltaste und einer Bestätigung mit der „Total“ Taste. Wiederholde diesen Schritt für den Menüpunkt „QR-Daten“, sodass dort ein NEIN steht.

Auf diese Weise spart man einiges an Bonrollen. Der ganze Vorgang dauert nur ein paar Minuten und ist ganz einfach auszuführen… man muss halt nur wissen, wo die Menüpunkte zu finden sind. Bei meiner Suche im Internet konnte ich keine Anleitung in dieser Richtung finden, sondern nur den Hinweis, dass ein Umstellen möglich ist.

Ich hoffe ich konnte Dir mit diesem Beitrag, der im Vergleich zu meinem restlichen Blog wahrlich „Off-Topic“ ist und diese Kategorie hiermit einläutet, ein bisschen helfen. Wenn Dir die Anleitung hilft und gefällt lass doch ein Like oder einen Kommentar da, ich würde mich freuen 🙂

LG Andreas

#sharp #tse #tse-qrcode #bonausdruck

Mein Gartenjahr: Juli

Der Siebenschläfer muss defekt sein… Am 27. Juni war schönstes Strandwetter. Wolkenloser Himmel und angenehme Wärme sollten gemäß des alten Sprichwortes sieben Wochen lang anhalten, doch schon in den darauf folgenden Tagen wurde es durchwachsen und etwas regnerisch. Für die Pflanzen im Garten waren es natürlich ideale Bedingungen und im Laufe des Monats gab es noch etliche schöne Sommertage.

Im Juli habe ich keine größeren Projekte gestartet und einfach nur die üppig blühenden Stauden auf der neuen Gartenbank genossen – also ich auf der Gartenbank und die Stauden im Beet 😉 Ok, vor dem Genießen kam noch ein bisschen Unkraut zupfen, Hecken stutzen und natürlich Rasen mähen, wobei der Rasen ab Mitte des Monats wegen der Trockenheit kaum gewachsen ist. Trotzdem sieht der ganze Garten immerhin für ein paar Tage irgendwie sehr schön aufgeräumt aus, wenn der Mäher Blätter und kleine Äste aufsammelt. Ich habe schon seit Jahren einen Akkumäher von Gardena, der gerade bei kurzem Rasen verlässlich seinen Dienst verrichtet. Zudem ist er sehr leicht und wesentlich wendiger als mein Benzinmäher. Der Benziner kommt mittlerweile nur noch beim ersten Mähen im Frühjahr zum Einsatz, oder wenn ich faul war und das Gras sehr hoch steht.

Als relativ pflegeintensiv hat sich inzwischen die Gunnera, das brasilianische Mammutblatt, erwiesen. Pflege ist in diesem Fall eigentlich zu viel gesagt, die Pflanze ist einfach nur durstig – sehr durstig sogar. Bei anhaltend schönem und trockenen Wetter gieße ich mittlerweile täglich mindestens eine 10 Liter Kanne, weil die Madame sonst bereits am zweiten Tag komplett flach auf dem Boden liegt und ein recht erbärmliches Bild abgibt. Beim Schreiben dieser Zeilen regnet es gerade seit zwei Wochen das erste Mal wieder richtig und ich meine die eine oder andere Pflanze schlürfen zu hören.

Die kleine Wildblumenwiese, die ich letzten Monat ausgesäht habe, blüht mittlerweile. So richtig üppig sieht sie aber leider wegen der langen Trockenheit nicht aus. Zwar habe ich immer mal wieder gewässert, ein paar vernünftige Regentage kann das aber nicht ersetzen. Die Insekten erfreuen sich aber an den vorhandenen Blüten 🙂

Die Hortensien, die ich letztes Jahr mit Stecklingen vermehrt habe, blühen inzwischen alle. Ein paar von ihnen haben einen Platz im Beet gefunden und ich hoffe, dass sie den nächsten Winter überleben werden. Zur Sicherheit behalte ich noch zwei Exemplare in Töpfen, die in der kalten Jahreszeit im Schuppen untergebracht werden. Den Artikel, wie Du Hortensien mit Stecklingen vermehrst, findest Du HIER. Da die Geschichte mit den Stecklingen so wunderbar funktioniert hat, habe ich selbige im Juli auch von Salbei und Lavendel geschnitten. Bisher sehen alle Schützlinge noch sehr gut aus und der Lavendel beginnt bereits zu wachsen. Wenn man erstmal eine gewisse Menge Pflanzen im Garten hat, wird es immer leichter, auch den Rest des Grundstücks komplett mit Ablegern vollzustopfen. Zu verschönern wollte ich sagen. Einer meiner Favoriten unter den Bodendeckern ist der Schneckenknöterich ‚Dimiti‘, welcher sich ganz einfach mit dem Spaten abstechen und vermehren lässt. Dabei ist es Dimiti völlig egal, ob an den Ablegern Wurzeln sind oder nicht. Einmal im Boden wurzelt fast jedes Teil zuverlässig an.

Stecklinge von Hortensien

Am Ende des Beitrags findest Du noch einige Bilder aus dem Garten. Eigentlich können wir ja recht froh sein, das der Eingangs erwähnte Siebenschläfer dann doch nicht so ganz zuverlässig funktioniert, sonst könnten wir die Blütenpracht nicht in dieser Form geniessen – oder hätten eine astronomische Wasserrechnung 😉

LG Andreas

Mein Gartenjahr: Juni

Endlich ist der Sommer da. Der Juni begann noch etwas frisch und wurde dann recht schnell richtig warm und schön, sodass es sich ab Mitte des Monats wunderbar am Strand aushalten ließ und auch das eine oder andere Bad in der Ostsee genossen werden konnte. Durch das bisherige eher feuchte Wetter und die darauf folgende Wärme haben die Pflanzen im Garten den Turbo eingelegt und wachsen nun üppig und saftig grün.

Rittersporn

Die wohl größte Veränderung im Garten war der Bau eines Rosenbogens für meine neue Ramblerrose „Ghislaine de Féligonde“. Das Rankgerüst ziert jetzt als Blickfang die Mitte des Gartens und bildet quasi ein Tor in den hinteren, eher schattigen Bereich. Wenn der Bogen mit der Ramblerrose und der Clematis „Princess Diana“ bewachsen ist, gibt er dem Garten zusammen mit der Randbepflanzung eine gewisse Struktur… so zumindest der Plan. Einen detaillierten Bericht zum Bau und den verwendeten Materialien findest du HIER.

Ebenfalls im Juni habe ich endlich an meinem Schuppen eine Regenrinne installiert, durch die nun ganz fleißig eine entsprechende Regentonne gefüllt wird. Mit dem Regenwasser gieße ich nicht nur diverse Pflanzen im Garten, wie z.B. die Tomaten und das sehr sehr durstige brasilianische Mammutblatt „Gunnera Manicata“, sondern auch meine Zimmerpflanzen, die sich über das weiche Wasser freuen dürften. Das Leitungswasser ist hier im Norden sehr hart und kalkig und in allen Blumentöpfen bildet sich mit der Zeit eine weiße Kalkkruste. Die Gunnera habe ich letztes Jahr gepflanzt und dieses Jahr ist sie schon ein ordentliches Stück größer geworden und bekommt jeden zweiten Tag zwei 10-Liter-Kannen Wasser. In seiner Heimat lebt das Mammutblatt an Gewässerrändern und braucht entsprechend viel Feuchtigkeit. HIER findest Du noch einen kleinen Bericht darüber, wie ich die Pflanze winterfest gemacht habe.

Mammutblatt ‚gunnera manicata‘

Mein Rasen ist alles andere als ein Golfrasen. Vielmehr wächst hier jede Menge Klee, Gänseblümchen, Habichtkraut und sonstiges Grünzeug. Unzählige Hummeln und Bienen machen sich geschäftig über das Potpourri her. Beim Ferkelkraut ( Hypochaeris radicata ) jedoch hört der Spaß auf und erweckt in mir den Unkrautjäger. Zwar blüht es schön gelb, die sich flach am Boden ausbreitende Pflanze verdrängt jedoch Gras komplett und vermehrt sich schnell. Da das Ausstechen mit einer Schaufel oder dem Messer sehr mühsam ist, habe ich mir aufgrund vieler positiver Bewertungen den Unkrautstecher einer gewissen nordischen, in schwarz und orange gehaltenen Marke gekauft und bin begeistert. Das Gerät zieht das Ferkelkraut mit samt Wurzel mühelos aus dem Boden und funktioniert auch bei Löwenzahn hervorragend.

Sonnenröschen ‚helianthemum‘

Das jährliche Ausbuddeln von Zwiebeln und Knollen mag ich nicht besonders, Dahlien allerdings mag ich sehr… eindeutig ein Dilemma. So entschied ich mich letztes Jahr dazu, die Knollen einfach im Boden zu lassen; so kalt würde es schon nicht werden. Selbstverständlich hatten wir im folgenden Winter mit die tiefsten Temperaturen, die man sich hier im Norden so vorstellen kann – minus 10-20 Grad. Den Dahlien hat es allerdings nichts ausgemacht und die Freude über das erneute Wachsen war groß. Jetzt Mitte Juli zeigen sich die ersten Blüten.

Dahlie

Ein Stückchen der Rasenfläche ist im Juni noch einem Beet für einjährige, bienenfreundliche Blühpflanzen gewichen. Die Saatmischung gab es letztes Jahr für einige Zeit beim Discounter und die Pflanzen darin säen sich selbst erneut aus. Mit der Aussaat war ich etwas spät dran, mittlerweile zeigen sich aber auch hier die ersten zarten Blüten und die Insekten freut es. Bilder folgen dann im Bericht über den Juli.

Es war doch so einiges los im Garten und beim Arbeiten kommen mir immer wieder neue Ideen, was noch so alles verändert oder neu angepflanzt werden könnte. Im Grunde ist ein Garten ein sich stets wandelndes Kunstwerk, welches nie ganz fertig wird und gerade darin seinen Reiz hat, während die Arbeit daran äußerst beruhigend und fast schon meditativ ist… wenn man nicht gerade gegen Ackerschachtelhalm kämpft 😉

LG Andreas