Schwarzweiß im Garten

Bunt ist er, der Garten… zumindest in den meisten Fällen. Ebenso bunt sind daher auch die meisten Gartenfotos. Heute hat mich aber mal wieder der Hobbyfotograf gepackt und entstanden sind einige Bilder in schwarz-weiß, die ihren ganz eigenen Reiz haben. Bearbeitet sind die Bilder mit GIMP, einem kostenlosen Bildbearbeitungsprogramm, dass sehr viele Funktionen mitbringt. In diesem Fall habe ich leicht nachgeschärft, den Kontrast und die Belichtung nachjustiert und den Schwarzwert etwas vertieft. Das Ergebnis gefällt mir schon ganz gut, etwas mehr Übung bei Motivwahl, Belichtung und Schärfe kann jedoch nicht schaden…

LG Andreas

Schokoladenblume ‚cosmos atrosanguineus‘
Hoher Wiesenknopf ’sanguisorba hakusanensis Pink Brushes‘
Pampasgras ‚cortaderia selloana‘
Dahlie
Gartenansicht
Phlox

#Fotografie #schwarzweiß #Garten #Staudengarten

Ein Goldstück im Garten: der Goldliguster

Wie vielleicht auch in Deinem Garten steht in meinem ein wunderschöner Goldliguster als Solitärgewächs. Der äußerst robuste Großstrauch bildet bei mir einen zentralen Punkt, Grund genug sich etwas genauer über die Pflanze zu informieren. Alles Wissenswerte, das ich dabei entdeckt habe, ist in diesem Beitrag zusammengefasst…

Ursprünglich stammt der Goldliguster aus Japan, China und Korea, wo er wild in der Natur wächst. Er hat bereits im 16. Jahrhundert den Weg in europäische Gärten gefunden. Mit botanischem Namen heißt er Ligustrum ovalifolium ‚Aureum‘ und gehört zu den Ölbaumgewächsen. Ovalifolium steht dabei für die ovale Form seiner ca. 4 – 6 cm langen Blätter, wobei ‚Aureum‘ seine leuchtend gelbgrünen Blätter beschreibt. Diese unterscheiden ihn sehr deutlich von dem sehr häufig vorkommenden gewöhnlichen Liguster, der dunkelgrüne Blätter hat. Der Name ‚Liguster‘ geht vermutlich auf das lateinische Wort ligare zurück, was so viel wie flechten oder binden heißt. Aus den sehr weichen, frischen Ästen wurden in früheren Zeiten Korbgefäße hergestellt.

Goldliguster ist nicht ganz so wuchsstark wie sein dunkelgrüner Verwandter, legt jedoch pro Jahr gut und gerne 30-50 cm in Höhe und Breite zu. Der dicht verzweigte Strauch wächst aufrecht und kann sowohl als Solitärpflanze, als Hecke oder auch Hochstamm gezogen werden, wobei er sehr gut schnittverträglich ist und auch größere Rückschnitte schadlos wegsteckt. Ich bringe meinen Liguster gern im Frühjahr einmal mit der Akku-Heckenschere in Form und lasse ihn dann einfach seine ganze Pracht entfalten. Oftmals wird empfohlen, den Liguster zweimal im Jahr zu schneiden, was bei Hecken auch durchaus angebracht ist. Meiner Erfahrung nach kann ein Formschnitt eigentlich zu jeder Jahreszeit durchgeführt werden. Als Solitär wird er 2,50 bis 4,00 Meter hoch und bis zu 2,5 Meter breit, wobei ich noch nicht ausprobiert habe, wie groß er wirklich wird, wenn man ihn denn lässt. Im Netz schwanken die Angaben zwischen 3,00 und 4,50 Metern. Als Hecke lässt er sich wunderbar in jede beliebige Form bringen und ist dabei schön blickdicht.

An seinen Standort stellt der Goldliguster kaum Ansprüche: sandiger bis lehmiger oder humoser Boden werden vertragen, wobei humusreich natürlich am besten angenommen wird. Bei mir steht er in praller Sonne auf lehmigem Boden. Die Lichtintensität hat auch direkten Einfluss auf sein Aussehen. In voller Sonne entwickelt sich seine goldgelbe Farbe am besten, während er im Halbschatten eher grünlicher bleibt und auch weniger Blüten ausbildet.

Die Blüten sind wirklich noch einmal eine Klasse für sich: an langen Rispen zeigen sich im Juni und Juli zahlreiche kleine weiße Blüten, die verführerisch duften und ein wahrer Magnet für Hummeln und andere Bestäuber sind. Nach der Blüte entwickelt der Strauch kleine, für Liguster typische, fast schwarze perlenartige Beeren. Für uns ist die Frucht völlig ungenießbar und leicht giftig, für Vögel allerdings sind die kleinen Kugeln ein wahrer Leckerbissen. So bietet der Goldliguster durch sein dichtes Astwerk einen Nistplatz, Vogelfutter und Nahrung für Insekten, ein wirklich wertvolles Gehölz.

Der Goldliguster ist absolut winterhart und immergrün, wobei er hier in Norddeutschland in kalten Wintern doch einiges seines Laubes abwirft. Frostschäden konnte ich an ihm noch nie feststellen. Größere Gehölze sind zudem recht trockenresistent, kleinere frisch gepflanzte Büsche sollten im Sommer jedoch ab und zu gewässert werden, wobei ruhig Leitungswasser verwendet werden kann. Der Liguster mag Kalk recht gerne. Zudem ist er fast resistent gegen Krankheiten.

Beim Pflanzen empfiehlt es sich, humusreiche Erde, Kompost oder auch ein bisschen Hornspäne mit in das Pflanzloch zu geben. Pflanzzeit ist wie bei den meisten Büschen Frühjahr und Herbst. Wenn Du Deinen Liguster im Sommer kaufst, wird er Dir auch diesen Zeitpunkt nicht übel nehmen (bei entsprechender Wasserversorgung). Im Frühjahr habe ich einen anderen, etwa 10 Jahre alten Goldliguster ausgegraben und umgepflanzt, was ohne weiteres vertragen wurde. Vorher habe ich das Gebüsch noch gut zurückgeschnitten, um ein bisschen die Verdunstung der Blätter zu verringern. Mittlerweile wächst er wieder, als wäre nichts gewesen. Ein absolut robustes Gewächs.

Im Moment versuche ich gerade, den Goldliguster durch Stecklinge zu vermehren. Dazu habe ich einfach junge, ca. 20 cm lange Triebe geschnitten. Von diesen werden dann die unteren Blätter entfernt. Zusätzlich werden einige der oberen auch entfernt oder halbiert, um wiederum die Verdunstung zu verringern. Die so vorbereiteten Stecklinge hätte ich jetzt eigentlich in Bewurzelungspulver gesteckt, was wahrlich wie eine Zutat aus einem Harry Potter Film klingt, aber nur beim Bilden der Wurzeln helfen soll. Besagtes Pulver habe ich allerdings so weggelegt, dass ich es gut wiederfinden kann – nämlich gar nicht. Anschließend werden die Stecklinge in Anzuchterde gesteckt und gut angegossen. Für dieses Experiment benutze ich das Kunststoffkistengewächshaus, in dem ich bereits Hortensien sehr erfolgreich vermehrt habe (den Artikel findest Du HIER). Über das Ergebnis dieser Unternehmung berichte ich später.

Wenn Du noch keinen Goldliguster Dein eigen nennst kann ich Dir dieses robuste und wunderschöne Gehölz aus genannten Gründen nur empfehlen. Bei der Gartengestaltung lassen sich mit der goldgelben Farbe tolle Akzente setzen und durch die sehr gute Schnittverträglichkeit kann er für viele Formen und Gelegenheiten genutzt werden.

Hat Dir der Beitrag gefallen? Was sind Deine Erfahrungen mit dem Goldliguster? Schreib mir, ich freue mich auf Deinen Kommentar..

LG Andreas

#liguster #goldliguster #pflanzenwissen #gartentips #heckenschnitt

Ein Rosenbogen für Ghislaine

Ghislaine de Féligonde, so lautet der illustre Name der Rose, die ich vor kurzem geschenkt bekommen habe. Bei Madame Féligonde handelt es sich um eine Ramblerrose und eine Ramblerrose möchte – natürlich – ramblen was das Zeug hält. Direkt übersetzt heißt ‚to ramble‘ wandern, Rosen dieser Art klettern jedoch eher und werden wegen ihres schnellen Wachstums gern an alte Gehölze gesetzt, um diesen mit ihrem Grün und der prächtigen Blüte neues Leben einzuhauchen. Davon ist mein Exemplar im Moment noch weit entfernt, für die artgerechte Haltung sollte aber ein Rosenbogen im Garten entstehen. Bei der Suche nach einem geeigneten Bogen stellte sich schnell heraus, dass die meisten viel zu klein waren. Einige wenige hatten die nötige Spannweite von über 2 Metern, waren dann aber unschön oder unschön teuer. Da mir ein Bogen aus Holz im klassischen Pergola-Stil vorschwebte, war der Entschluss, den Bogen selbst zu bauen, schnell gefasst und mit einer kleinen Zeichnung schwarz auf weiß festgehalten.

Ramblerrose ‚Ghislaine de Féligonde‘

Material für den Rosenbogen, Außenmaße ca. 220 cm Höhe und 300 cm Gesamtbreite:

  • 4 Balken 7 x 7 cm, 240 cm für die senkrechten Träger
  • 2 Balken 4 x 8 cm, 300 cm für die Querträger
  • 1 Balken 7 x 7 cm, 210 cm für die diagonalen Stützen
  • 1 Balken 6 x 6 cm, 300 cm für die Querstützen an den Rankgittern (geteilt in 4 Stücke à 70 cm)
  • 5 Terrassendielen ca. 2 x 8 cm für insgesamt 10 Reiter à 120 cm
  • 4 Bodeneinschlaghülsen 7 x 7 cm
  • 2 Rankgitter 60 x 180 cm
  • diverse Schrauben
  • Holzschutzlasur

Beim Holz habe ich komplett auf druckimprägniertes Holz gesetzt und dieses zusätzlich mit einer Holzschutzlasur bearbeitet. Normalerweise sollte man einige Zeit mit der Lasur warten, bis das Holz etwas angegraut ist und das Grün der Imprägnierung nicht mehr so durchkommt. Mit der Geduld des Gärtners war es in diesem Moment allerdings nicht so weit her…

Baumaterial, noch unlasiert

Zunächst habe ich mit der Stichsäge die Enden der senkrechten Balken so bearbeitet, dass eine Auflage für die späteren Querbalken entsteht und die langen Querbalken der Optik wegen an den Enden im 45 Grad Winkel abgesägt. Jeweils zwei 7 x 7 Pfosten, ein Rankgitter und zwei Streben 6 x 6 cm habe ich mit langen Schrauben zu den Seitenteilen des Rosenbogens zusammengefügt und dabei auf die Ausrichtung der vorher gesägten Aussparungen an den Kopfenden geachtet. Die Löcher für die Schrauben habe ich bei allen Arbeitsschritten vorgebohrt, um ein Spalten des Holzes zu verhindern. Insbesondere bei den dünnen Hölzern der Rankgitter und bei den Reitern war dies unbedingt nötig.

Aufnahmen für die Querträger
Fertig zusammengeschraubte Seitenteile

Im nächsten Schritt habe ich dann eines der Seitenteile dort auf den Rasen gelegt, wo später der Rosenbogen stehen sollte. Die Form der Beete musste ich noch leicht anpassen, freute mich aber über die gewählte Spannweite von ca. 250 cm. Jeweils an den Enden des liegenden Seitenteils habe ich dann mit dem Hammer die Einschlaghülsen in den Boden getrieben. Durch die Vorgabe des fertigen Elements konnte ich die genaue Breite und auch den Abstand der Hülsen ermitteln. Bei Einschlaghülsen ist darauf zu achten, nie direkt mit dem Hammer auf die Metallkanten zu schlagen, weil sie sofort verbiegen würden. Ein ausgedientes Stück Kantholz in die Hülse gesteckt leistet hier gute Dienste. Anschliessend habe ich mit den 300 cm Balken und einer Wasserwaage noch die Höhenunterschiede der gegenüberliegenden Pfostenträger ermittelt und die Balken entsprechend am unteren Ende abgesägt. Dem ersten Aufstellen stand nun nichts mehr im Weg. Die Einschlaghülsen genau gerade in den Boden zu bekommen finde ich äußerst schwierig, weshalb sie mit leichter Gewalt und einiger Flüche zur Aufnahme der Balken überredet werden mussten.

In diesem Stadium war der Rosenbogen schon ziemlich stabil, es sollten jedoch noch diagonale Streben eingefügt werden; zum Einen der Festigkeit und zum Anderen der Optik wegen. Selbige hatte ich vorher mit der Kappsäge an den Enden auf 45 Grad geschnitten und jetzt einfach mit langen Schrauben am Bogen befestigt.

Zum Schluß habe ich noch aus den 240 cm langen Terrassendielen 10 Reiter gesägt, ebenfalls mit abgeschrägten Enden. Ursprünglich sollten die Reiter etwas dickeres Holz sein, die Dielen waren im Baumarkt allerdings gerade im Angebot und im Endergebnis sehen sie wirklich gut aus.

Der fertige Rosenbogen

Insgesamt hat das Material im Baumarkt ca. 160,- € gekostet. Holzschutzlasur hatte ich noch vorrätig und der Bau hat mal wieder sehr viel Spaß gemacht (abgesehen vom Lasieren der Rankgitter 😉 ). Vom fertigen Rosenbogen, oder vielmehr der fertigen Pergola oder Rankhilfe, bin ich ganz begeistert und hoffe, dass meine Ghislaine de Féligonde sie ebenfalls zu schätzen weiß und es mit außerordentlichem Wachstum und reicher Blüte dankt. Von der anderen Seite des Bogens her soll die Clematis ‚Princess Diana‘ das Rankgitter verschönern… ich bin schon sehr gespannt.

Ich hoffe die Beschreibung hat Dir gefallen und vielleicht die eine oder andere Idee für Dein eigenes Projekt geliefert.

LG Andreas

#rosenbogen #gartentips #bauanleitung #ghislainedefeligonde

Fotobuch

(Enthält unbezahlte Werbung) Als ich neulich bei Facebook über einen Beitrag von Saal Digital gestolpert bin, in dem ein kostenloses Fotobuch aus der Professional Line angeboten wurde, dachte ich natürlich erstmal „ja nee ist klar…“. Beim Lesen einiger der Kommentare stellte sich jedoch heraus, dass es sich um eine echte Werbeaktion handelte, in der die Firma Saal Digital Gutscheine im Wert von 100.-€ für Fotobücher vergab. Im Gegenzug sollte man eine Bewertung auf social media zu dem Produkt abgeben, eine nette Marketing Aktion. Eine kleine Bewerbung war schnell ausgefüllt und kurze Zeit später wurde mir tatsächlich ein Gutscheincode zugesendet. Dies ist also kein direkt bezahlter Werbeartikel, sondern eine ernst gemeinte Bewertung des Buches.

Zunächst habe ich das Programm zum Ertsellen des Fotobuchs heruntergeladen. Es war für meinen Geschmack einfach und intuitiv zu bedienen. Für jede Seite des Buches kann die Anzahl der Bilder, die Anordnung, Hintergrundfarbe, Ränder, Texte usw. bearbeitet werden. Es werden auch sehr schöne Vorschläge zur Gestaltung gemacht, an dieser Stelle hätte ich mir sogar noch ein paar mehr Vorlagen gewünscht.

Das Thema des Buches ist selbstverständlich der Garten und meine Lieblingsbilder aus dem Blog und von Instagram sind jetzt verewigt. Als Cover lassen sich verschiedene Oberflächen auswählen, so z.B. Lederimitat oder wie bei meinem Buch Holzoptik. Optional kann man auch eine passende Geschenkschachtel dazu kaufen, die im Design dem Buch angepasst ist.

Die Druckqualität ist sehr gut und Farben und Kontrast werden schön dargestellt. Gerade mit der Helligkeit der Bilder habe ich es in der Vergangenheit bei anderen Firmen schon anders erlebt. Die Bindung ist sehr hochwertig und so gestaltet, dass in der Falz nichts vom Fotomotiv verloren geht; aufgeklappt hat man im Grunde ein großes durchgehendes Bild vor sich. Das Papier ist sehr kräftig und fühlt sich hochwertig an, der Name Professional Line ist absolut gerechtfertigt.

Dieses Fotobuch ist 30 x 30 cm groß und hat 24 Seiten plus Cover. In dieser Ausstattung als Professional Line Fotobuch hätte es normalerweise 89.95 € gekostet. Ob ich mir für meine Fotos auch ohne Gutschein so ein Buch geleistet hätte weiß ich nicht, ich denke dazu müssen meine Fotos noch ein bisschen besser werden 😉 Für besondere Anlässe wie Hochzeiten oder das eigene Fotoportfolio ist es aber ein tolles Produkt und ich freue mich natürlich sehr über die Gelegenheit und sage danke an Saal Digital.

LG Andreas

Flechtenlandschaft

Gerade an älteren Obstbäumen findet man häufig einen mehr oder weniger starken Bewuchs mit Flechten. Meine beiden Apflelbäume sind auch mit eben so einer bunten Schicht aus Flechten und Algen bewachsen. Da die Organismen nur auf der Rinde der Bäume leben, ihnen aber keinerlei Nährstoffe entziehen oder in die Rinde eindringen, sind sie für die „Wirtpflanze“ völlig harmlos. Im Gegenteil schützen sie insbesondere ältere Bäume eher noch vor dem Eindringen von schädlichen Pilzen und Bakterien und sind ein Indikator für saubere Luft. Ganz nebenbei sehen sie bei genauerem Hinsehen auch wirklich faszinierend aus…

LG Andreas

Christrosen

Im Winter blüht im Garten ja für gewöhnlich nicht sehr viel. Eine Ausnahme bildet die Christrose (Helleborus niger), die völlig entgegen dem Rest des Staudenbeets ab November bis März ihre Blüten zeigt. Die niedrig wachsende Staude breitet sich im Laufe der Zeit horstig über ihre Wurzeln aus und zeigt umso mehr ihrer leichten und sehr hübschen Blüten. Dass sie winterhart ist versteht sich von selbst. Am besten gedeiht die Christrose in halbschattigen bis schattigen Lagen ohne Staunässe und eignet sich als Unterpflanzung unter laubabwerfenden Gehölzen. Alle Teile der Pflanze sind giftig.

In meinem Garten habe ich bereits Christrosen, allerdings an einem eher ungünstigen Platz. Den Kauf eines weiteren Exemplars habe ich gleich zum Anlass genommen, alle Pflanzen zusammen unter eine Säulenbuche zu pflanzen. Bei Temperaturen um 6 Grad und nur leichter Bewölkung hat das Wühlen in der Erde mal wieder richtig Spaß gemacht. Nebenbei bin ich gleich noch dem Apfelbaum etwas zu Leibe gerückt.

Ich hoffe der Christrose gefällt ihr Standort und dass sie sich ordentlich ausbreitet. So kann man sich doch schon fast auf den nächsten Winter freuen 😉

LG Andreas

Winterwetter im Garten

Zur Zeit ist das Wetter in Norddeutschland bis auf wenige Ausnahmen der Jahreszeit entsprechend schlecht: jede Menge Regen, Temperaturen um die 0 bis 5 Grad und ordentlich Wind. An der Ostsee sind längere Frostperioden eher selten geworden, ebenso der damit verbundene Schnee. Bis jetzt gab es nur 2-3 Tage, an denen der Garten leicht weiß gepudert war… aber vielleicht kommt der große Wintereinbruch ja noch, wer weiß. Der Rasen fühlt sich beim Betreten an wie ein großer grüner Schwamm und im hinteren Bereich des Gartens habe ich doch tatsächlich den aufgehäuften Gang einer Wühlmaus entdeckt. Angeblich sollen ja Kaiserkronen gegen die kleinen Nager helfen, wenn die Nahrung knapp wird sollen sie diese laut einem Bericht in einem Gartenforum allerdings auch nicht verschmähen. Vielleicht schaffe ich es ja ohne Chemie oder Fallen den ungebetenen Gast zu vertreiben.

Zur Zeit bin ich nur selten im Garten… hier und da etwas Laub beseitigen, vom Sturm abgebrochene Äste wegräumen und alten Heckenschnitt häkseln. Die Stauden haben Winterpause und in den Beeten lassen sich so wunderbar größere ungewünschte Graseinwüchse entdecken und beseitigen, durch den aufgeweichten Boden geht das auch sehr leicht. Im Herbst habe ich noch diverse Storchschnäbel, Allium und Salbei gepflanzt, auf die ich schon sehr gespannt bin. Bis es wieder so aussieht wie auf dem Foto unten wird es aber noch etwas dauern…

Ein Projekt, das ich gern in 2021 angehen möchte, ist die Umgestaltung der Fläche direkt an meiner Terrasse. Bis jetzt wächst dort im Schatten einer Spierenhecke nur etwas Gras, bzw. Moos mit einzelnen Grashalmen. Außerdem eine schöne Säulenbuche. Geplant für die Fläche sind bis jetzt diverse niedrige Knöteriche für die vordere Randbepflanzung, ein paar Heuchera und schattenverträgliche Gräser. Außerdem soll meine neue Schirmtanne einen würdigen Platz bekommen. Im Schatten eines großen Flieders steht auch noch eine Tulpenmagnolie, die an diesem Plattz eher schlecht als recht wächst und blüht. Sie soll in sonnigere Gefilde umziehen. Für das entfernen der spärlichen Grasnarbe ist jetzt eigentlich ein guter Zeitpunkt, da wie erwähnt alles schön aufgeweicht ist. Bei Regen muss es allerdings nicht unbedingt sein 😉

Ebenfalls im Herbst habe ich noch eine schöne Ramblerrose eingepflanzt, die entweder noch an einen anderen Platz umziehen oder aber an Ort und Stelle einen Rosenbogen bekommen soll. Da ich bis jetzt noch keinen Rosenbogen gefunden habe, der mir so richtig gefallen würde, ist wohl wieder eine Eigenbau-Lösung die einzige Möglichkeit, welche natürlich absolut sturm- und bombensicher ausfallen wird…

Diese und andere Projekte müssen jedoch noch etwas warten, da im Moment alle Baumärkte geschlossen sind. Man kann zwar im Internet Material aussuchen und dann zu einem gegebenen Termin abholen, richtig gefallen will mir diese Lösung allerdings nicht. Gerade bei Holz möchte ich doch gern gucken, anfassen und auswählen. Beim Bau meiner Gartenhütte hatte ich Nut- und Federbretter bestellt, ohne vorher die Qualität anzuschauen… das Ergebnis waren etliche nur teilweise brauchbare oder ganz und gar unbrauchbare Bretter. Aber mit Planen, Harken, Häkseln und Buddeln kann man sich die Zeit ja auch vertreiben 🙂

LG Andreas

Einfach mal Pflanzenfotos

So ein Blog ist wirklich eine großartige Sache… man kann seinen Gedanken schriftlich freien Lauf lassen und das Ergebnis ungebremst auf die (geneigte) Menschheit loslassen. Das macht nicht nur Spaß, sondern regt auch das Denkstübchen an. Und als ob das nicht genug wäre, sind Fotos eine ganz wunderbare Ergänzung zu den meisten Themen, in diesem Fall Pflanzen und Natur. Dass mir sowohl Schreiben als auch Fotografieren Spaß machen trifft sich natürlich gut. Im Moment teste ich nach Jahren des Automatik-Modus aus, was meine Kamera noch so alles kann und hoffe, das Dir das eine oder andere Foto gefällt…

  • Kamera: Canon EOS 700D
  • Objektiv: Canon EFS 18-55mm u. Canon EF 75-300mm
  • Stativ: Manfrotto 055X PROB
Sedum
Weihnachtsstern ‚Euphorbia pulcherrima
Klee
Ziergras Carex foliosissima ‚Vanilla Ice
Rispenhortensie
Perrückenstrauch

LG Andreas

Das Mammut (-blatt) geht in Winterschlaf

Bei der Gunnera manicata handelt es sich um eine, man mag es kaum glauben, Staude aus Südamerika. Damit es ihr hier in Deutschland nicht ähnlich ergeht, wie ihren felltragenden Namensvettern in der Eiszeit, muss sie im Winter vor allzu strengem Frost geschützt werden.

Mammutblatt ‚Gunnera manicata‘

Mein Exemplar ist noch nicht viel größer als gewöhnlicher Rhabarber, dem sie sehr ähnlich sieht aber nicht verwandt oder verschwägert ist. Das Mammutblatt hat seinen Namen zu Recht, die ausgewachsene Pflanze wird über 2 Meter hoch und ein einzelnes Blatt kann gut 2 Meter Durchmesser haben, während die mit weichen Stacheln bewehrten Stiele 10cm Durchmesser erreichen können. Dazu braucht die Gunnera einen feuchten, sauren Boden, viel Platz und Nährstoffe, möglichst im Halbschatten. Im späten Herbst sterben alle Blätter ab und die Pflanze zieht sich in den Boden zurück, um die unglaubliche Pracht im kommenden Jahr komplett von Neuem zu entwickeln. Die kolbenartigen Blütenstände haben mit einem guten Meter Höhe ebenfalls eine recht beeindruckende Größe. Ob die Bedingungen hier in Norddeutschland und speziell in meinem Garten einen solchen Wuchs zulassen, muss sich erst noch zeigen…

Weiche Dornen am Stiel der Gunnera

Um diesen Giganten also fit für den Winter zu machen, muss der Wurzelballen gut eingepackt werden. Dazu schneide ich die Blätter nah am Zentrum der Pflanze ab und lege sie umgedreht, wie ein Dach, auf die Staude. Dadurch wird Regenwasser abgeleitet und unter dem Blätterdach entsteht ein gewisser Hohlraum für Luftzirkulation. Im Abstand von ca. 40 x 60cm stecke ich nun Rundhölzer in die Erde, bzw. hämmere sie mit der 3kg Spaltaxt in den Boden, wobei natürlich auch gleich eines der Hölzer abgebrochen ist – wo rohe Kräfte sinnlos walten… Ursprünglich hatte ich vor, eine Art Käfig aus Kaninchendraht zu bauen. Die Preise für dieses schnöde Geflecht lagen im Baumarkt allerdings in Bereichen, die mich meine Pläne nochmal überdenken liessen. Ich mag Madame Gunnera, übertreiben muss man es aber nicht 😉

Bei grösseren Pflanzen entsteht fast ein Dach aus alten Blättern

Eine andere Lösung musste her und war auch schnell gefunden. Die Haselnuss bildet beim Neuaustrieb immer lange, antennenartige Äste aus, mit denen sich ein wunderbarer „Käfig“ für das Mammutblatt flechten lässt. Zum Glück hatte ich die Zweige noch nicht mit dem Häcksler bearbeitet.

Haselnusszweige

Zum Schluss fülle ich das Gehege noch mit einer Schicht Kiefernnadeln, die durch ihre Struktur Luft an die Pflanze lassen und hoffentlich Schimmelbildung entgegenwirken. Darüber kommt dann bis oben hin Laub aus dem Garten. Mit einigen Zweigen und ein paar Steinen „verschließe“ ich das Ganze, damit die Blätter nicht herausgeweht werden.

Fertiger Winterschutz für die Gunnera

Diese Recycling-Verpackung ist kostengünstig und schnell zu errichten, bei größeren Pflanzen könnte sie sich allerdings als schwierig erweisen. Konstruktionen aus Holz, Abdecken mit Reisig und Tannengrün und einer zusätzlichen Plane oder auch Drahtgehege sind denkbar und bei einer liebgewonnenen, mehrjährigen Pflanze sicher auch angebracht.

Im Netz findest Du diverse Bilder ausgewachsener Mammutblätter, auf denen die beeindruckende Größe dieser Pflanze gut zu erkennen ist. Meist findet man sie am Rand von Gewässern, da sie Feuchtigkeit mag und braucht, ihre riesigen Blätter verdunsten eine Menge Wasser. Staunässe und hohe Feuchtigkeit im Winter werden eher nicht so gut vertragen. Im Frühjahr werde ich über das Ergebnis der Einpack-Aktion berichten und hoffentlich Fotos von einer gesunden, großen Pflanze zeigen können. Im Kübel kann man das Mammutblatt übrigens auch halten. Dieser muss im Winter allerdings sehr gut eingepackt und am besten frostfrei gestellt werden. Im Sommer muss durch die hohe Verdunstung sehr oft gegossen werden.

Hast Du auch eine Gunnera im Garten? Wie machst Du sie winterfest? Schreib mir doch Deine Methode in die Kommentare…

LG Andreas

Herbstlicher Garten

Für mich befinden wir uns immernoch mitten im Herbst. Der erste Advent steht direkt vor der Gartentür und weihnachtliche Stimmung will noch nicht so recht aufkommen. Deshalb habe ich mir heute Mittag meine Kamera geschnappt und bei strahlendem Sonnenschein ein paar Bilder im Garten geschossen…

Das Beet sieht für Ende November noch ziemlich grün und blühend aus, so langsam sollte ich wohl das Pampasgras zusammenbinden.

Roter Fächerahorn
Feldahorn

Ahorn hat es mir irgendwie angetan, die vielen verschiedenen Blattformen und die tolle Färbung sowohl im Herbst als auch beim Austrieb faszinieren das ganze Jahr über. Während die asiatischen Sorten eher langsam wachsen ist der normale heimische Ahorn bei mir im Garten in wenigen Jahren vom dünnen Trieb zu einem ansehnlichen Baum geworden.

Die Herbstblüher zeigen auch noch, was sie können. Eine gelbe Aster und die drei neuen Rudbeckia, für ich neulich das Beet erweitert habe, blühen noch munter vor sich hin.

Aster
Hortensie

Die sonst so üppigen Stauden wie z.B. meine Favoritin Helenium „Moerheim Beauty“ haben sich auf jeden Fall schon der Jahreszeit angepasst…

Helenium ‚Moerheim Beauty‘ im Herbst
Rudbeckia

Auf der Terrasse stehen außer der Passionsblume noch alle Töpfe draußen. Olivenbaum, Phönixpalme und Oleander vertragen leichte Fröste und die Kiwi, für ich eine der Betonplatten der Terrasse entfernt habe, zeigt sich in wunderschönem Gelb…

Kiwi

Ein Garten bietet immer wieder tolle Fotomotive. Im Moment versuche ich mich ein bisschen vom Automatikmodus der Kamera zu verabschieden, mal sehen ob es für die Qualität der Bilder von Vorteil ist 😉

Hat Dir die kleine Fotosafari gefallen? Schreib mir doch einen kurzen Kommentar, über Feedback freue ich mich immer.

LG Andreas

( Beitragsbild: Euphorbia )