Ein Goldstück im Garten: der Goldliguster

Wie vielleicht auch in Deinem Garten steht in meinem ein wunderschöner Goldliguster als Solitärgewächs. Der äußerst robuste Großstrauch bildet bei mir einen zentralen Punkt, Grund genug sich etwas genauer über die Pflanze zu informieren. Alles Wissenswerte, das ich dabei entdeckt habe, ist in diesem Beitrag zusammengefasst…

Ursprünglich stammt der Goldliguster aus Japan, China und Korea, wo er wild in der Natur wächst. Er hat bereits im 16. Jahrhundert den Weg in europäische Gärten gefunden. Mit botanischem Namen heißt er Ligustrum ovalifolium ‚Aureum‘ und gehört zu den Ölbaumgewächsen. Ovalifolium steht dabei für die ovale Form seiner ca. 4 – 6 cm langen Blätter, wobei ‚Aureum‘ seine leuchtend gelbgrünen Blätter beschreibt. Diese unterscheiden ihn sehr deutlich von dem sehr häufig vorkommenden gewöhnlichen Liguster, der dunkelgrüne Blätter hat. Der Name ‚Liguster‘ geht vermutlich auf das lateinische Wort ligare zurück, was so viel wie flechten oder binden heißt. Aus den sehr weichen, frischen Ästen wurden in früheren Zeiten Korbgefäße hergestellt.

Goldliguster ist nicht ganz so wuchsstark wie sein dunkelgrüner Verwandter, legt jedoch pro Jahr gut und gerne 30-50 cm in Höhe und Breite zu. Der dicht verzweigte Strauch wächst aufrecht und kann sowohl als Solitärpflanze, als Hecke oder auch Hochstamm gezogen werden, wobei er sehr gut schnittverträglich ist und auch größere Rückschnitte schadlos wegsteckt. Ich bringe meinen Liguster gern im Frühjahr einmal mit der Akku-Heckenschere in Form und lasse ihn dann einfach seine ganze Pracht entfalten. Oftmals wird empfohlen, den Liguster zweimal im Jahr zu schneiden, was bei Hecken auch durchaus angebracht ist. Meiner Erfahrung nach kann ein Formschnitt eigentlich zu jeder Jahreszeit durchgeführt werden. Als Solitär wird er 2,50 bis 4,00 Meter hoch und bis zu 2,5 Meter breit, wobei ich noch nicht ausprobiert habe, wie groß er wirklich wird, wenn man ihn denn lässt. Im Netz schwanken die Angaben zwischen 3,00 und 4,50 Metern. Als Hecke lässt er sich wunderbar in jede beliebige Form bringen und ist dabei schön blickdicht.

An seinen Standort stellt der Goldliguster kaum Ansprüche: sandiger bis lehmiger oder humoser Boden werden vertragen, wobei humusreich natürlich am besten angenommen wird. Bei mir steht er in praller Sonne auf lehmigem Boden. Die Lichtintensität hat auch direkten Einfluss auf sein Aussehen. In voller Sonne entwickelt sich seine goldgelbe Farbe am besten, während er im Halbschatten eher grünlicher bleibt und auch weniger Blüten ausbildet.

Die Blüten sind wirklich noch einmal eine Klasse für sich: an langen Rispen zeigen sich im Juni und Juli zahlreiche kleine weiße Blüten, die verführerisch duften und ein wahrer Magnet für Hummeln und andere Bestäuber sind. Nach der Blüte entwickelt der Strauch kleine, für Liguster typische, fast schwarze perlenartige Beeren. Für uns ist die Frucht völlig ungenießbar und leicht giftig, für Vögel allerdings sind die kleinen Kugeln ein wahrer Leckerbissen. So bietet der Goldliguster durch sein dichtes Astwerk einen Nistplatz, Vogelfutter und Nahrung für Insekten, ein wirklich wertvolles Gehölz.

Der Goldliguster ist absolut winterhart und immergrün, wobei er hier in Norddeutschland in kalten Wintern doch einiges seines Laubes abwirft. Frostschäden konnte ich an ihm noch nie feststellen. Größere Gehölze sind zudem recht trockenresistent, kleinere frisch gepflanzte Büsche sollten im Sommer jedoch ab und zu gewässert werden, wobei ruhig Leitungswasser verwendet werden kann. Der Liguster mag Kalk recht gerne. Zudem ist er fast resistent gegen Krankheiten.

Beim Pflanzen empfiehlt es sich, humusreiche Erde, Kompost oder auch ein bisschen Hornspäne mit in das Pflanzloch zu geben. Pflanzzeit ist wie bei den meisten Büschen Frühjahr und Herbst. Wenn Du Deinen Liguster im Sommer kaufst, wird er Dir auch diesen Zeitpunkt nicht übel nehmen (bei entsprechender Wasserversorgung). Im Frühjahr habe ich einen anderen, etwa 10 Jahre alten Goldliguster ausgegraben und umgepflanzt, was ohne weiteres vertragen wurde. Vorher habe ich das Gebüsch noch gut zurückgeschnitten, um ein bisschen die Verdunstung der Blätter zu verringern. Mittlerweile wächst er wieder, als wäre nichts gewesen. Ein absolut robustes Gewächs.

Im Moment versuche ich gerade, den Goldliguster durch Stecklinge zu vermehren. Dazu habe ich einfach junge, ca. 20 cm lange Triebe geschnitten. Von diesen werden dann die unteren Blätter entfernt. Zusätzlich werden einige der oberen auch entfernt oder halbiert, um wiederum die Verdunstung zu verringern. Die so vorbereiteten Stecklinge hätte ich jetzt eigentlich in Bewurzelungspulver gesteckt, was wahrlich wie eine Zutat aus einem Harry Potter Film klingt, aber nur beim Bilden der Wurzeln helfen soll. Besagtes Pulver habe ich allerdings so weggelegt, dass ich es gut wiederfinden kann – nämlich gar nicht. Anschließend werden die Stecklinge in Anzuchterde gesteckt und gut angegossen. Für dieses Experiment benutze ich das Kunststoffkistengewächshaus, in dem ich bereits Hortensien sehr erfolgreich vermehrt habe (den Artikel findest Du HIER). Über das Ergebnis dieser Unternehmung berichte ich später.

Wenn Du noch keinen Goldliguster Dein eigen nennst kann ich Dir dieses robuste und wunderschöne Gehölz aus genannten Gründen nur empfehlen. Bei der Gartengestaltung lassen sich mit der goldgelben Farbe tolle Akzente setzen und durch die sehr gute Schnittverträglichkeit kann er für viele Formen und Gelegenheiten genutzt werden.

Hat Dir der Beitrag gefallen? Was sind Deine Erfahrungen mit dem Goldliguster? Schreib mir, ich freue mich auf Deinen Kommentar..

LG Andreas

#liguster #goldliguster #pflanzenwissen #gartentips #heckenschnitt

Mein Gartenjahr: August

Den August könnte man eigentlich auch ‚Genussmonat‘ nennen: es liegen keine größeren Arbeiten im Garten an, das Wetter ist herrlich sommerlich – zumindest teilweise – und die Stauden stehen in voller Blüte und erfreuen den Betrachter Tag für Tag. Allen voran ist das in meinem Garten der Klassiker unter den Blühstauden, der leuchtende Sonnenhut Rudbeckia fulgida ‚Goldsturm‘, sowohl in normaler Größe als auch als kleinere Variation ‚Little Gold Star‘. Im Herbst werde ich die eine oder andere dieser Pflanzen durch teilen vermehren, damit das gelbe Blütenmeer noch etwas größer wird.

Rudbeckia fulgida ‚Goldsturm‘

Da man jetzt wunderbar sieht, welche Staude man eigentlich wo gepflanzt hat und wie groß sie letztendlich werden, habe ich kurzerhand einige Pflanzen ausgegraben und umverteilt. In voller Blüte ist das natürlich nicht der beste Zeitpunkt, hilft aber ungemein bei der Gestaltung. Meine Pflanzen waren darüber auch nur ein zwei Tage etwas beleidigt, durch tägliches Gießen war der Umzug aber schnell überwunden. So sind die beiden Hauptbeete jetzt etwas besser nach Farben angelegt und in der Höhe der Pflanzen gestaffelt. Ein paar recht feine Sonnenhüte in rosa sind unter anderem auch zwischen die Pampasgräser gewandert, wo sie ein tolles Zusammenspiel mit den langen Grashalmen bilden.

Der Sommer eignet sich auch gut dafür, von diversen Pflanzen Ableger zu ziehen. So habe ich zum Beispiel von diversen Purpurglöckchen (Heuchera) einfach kleine Teile nahe am Boden abgeknipst und ohne weitere Bearbeitung wieder eingepflanzt. Nach kurzer Zeit sind alle Ableger angewachsen und bilden bereits neue Blätter. Genauso lassen sich auch Ableger vom Storchschnabel (Geranium) ziehen. Noch einfacher gestaltet sich das Vermehren des Kerzen-Knöterichs Bistorta amplexicaulis ‚Speciosa‘ : wenn man die Blüten bis in den Herbst stehen lässt, säht sich die Pflanze selbst aus. Im Frühjahr wurde ich durch hunderte kleiner Keimlinge überrascht und mittlerweile sind die kleinen Pflänzchen schon so weit gewachsen, dass sie Blüten gebildet haben. Der Kerzenknöterich ist eine ganz erstaunliche Pflanze, bildet sie doch in kurzer Zeit hohe, dichte Pflanzen mit unzähligen Blüten aus, die ein wahres Paradies für Bienen und Hummeln sind. Aufgrund der raschen Aussaat entwickelt sich der Kerzen-Knöterich ja noch zur Geißel meines Gartens… zumindest zu einer sehr hübschen 😉

Purpurglöckchen ‚Heuchera‘
Kerzenknöterich ‚Speciosa‘

Ganz nebenbei ist der August auch mein Geburtstagsmonat und zum Geburtstag soll man sich etwas gönnen. Dieses Jahr habe ich mir einen neuen Rasentrimmer von Makita zugelegt. Die Wahl war schnell getroffen, da ich bereits zwei Geräte dieser Firma habe und die Akkus in alle gleichermaßen passen. Von der Leistung her ist es ein sehr krasser Unterschied zu meinem alten Trimmer, ich muss aufpassen, nicht alles kurz und klein zu häckseln. Zum Geburtstag gab es dann von lieben Menschen noch ein paar neue Pflänzchen, natürlich, und eine neue robuste Grabgabel. Das bisherige Modell aus dem Discounter hatte ich bei der Kartoffelernte fast zerlegt… apropos Kartoffelernte: im Frühjahr hatte ich ein paar gekeimte Speisekartoffeln verbuddelt und der Garten hat mir rund ein Pfund frische Kartoffeln zurückgegeben, sehr nett 🙂

Geburtstagsbeute 😉

Ich bin immer noch überrascht davon, wie wenig Arbeit die Staudenbeete machen, und wie viel Freude sie im Gegenzug bringen. Das Unkraut hält sich durch die Mulchschicht wirklich stark in Grenzen und so lässt sich der Garten, wie Eingangs erwähnt, wunderbar genießen. Man sollte zwischendurch auch mal die Füße hoch legen und die Seele baumeln lassen… und schon wieder über neue Projekte nachdenken 😉

Dahlie
Koreanischer Wiesenknopf „Sanguisorba hakusanensis ‚Pink Brushes'“
 

LG Andreas

#Staudenbeet #sommerimgarten #rudbeckia #goldsturm #blütenmeer #blütenzauber #heuchera

Mein Gartenjahr: Juli

Der Siebenschläfer muss defekt sein… Am 27. Juni war schönstes Strandwetter. Wolkenloser Himmel und angenehme Wärme sollten gemäß des alten Sprichwortes sieben Wochen lang anhalten, doch schon in den darauf folgenden Tagen wurde es durchwachsen und etwas regnerisch. Für die Pflanzen im Garten waren es natürlich ideale Bedingungen und im Laufe des Monats gab es noch etliche schöne Sommertage.

Im Juli habe ich keine größeren Projekte gestartet und einfach nur die üppig blühenden Stauden auf der neuen Gartenbank genossen – also ich auf der Gartenbank und die Stauden im Beet 😉 Ok, vor dem Genießen kam noch ein bisschen Unkraut zupfen, Hecken stutzen und natürlich Rasen mähen, wobei der Rasen ab Mitte des Monats wegen der Trockenheit kaum gewachsen ist. Trotzdem sieht der ganze Garten immerhin für ein paar Tage irgendwie sehr schön aufgeräumt aus, wenn der Mäher Blätter und kleine Äste aufsammelt. Ich habe schon seit Jahren einen Akkumäher von Gardena, der gerade bei kurzem Rasen verlässlich seinen Dienst verrichtet. Zudem ist er sehr leicht und wesentlich wendiger als mein Benzinmäher. Der Benziner kommt mittlerweile nur noch beim ersten Mähen im Frühjahr zum Einsatz, oder wenn ich faul war und das Gras sehr hoch steht.

Als relativ pflegeintensiv hat sich inzwischen die Gunnera, das brasilianische Mammutblatt, erwiesen. Pflege ist in diesem Fall eigentlich zu viel gesagt, die Pflanze ist einfach nur durstig – sehr durstig sogar. Bei anhaltend schönem und trockenen Wetter gieße ich mittlerweile täglich mindestens eine 10 Liter Kanne, weil die Madame sonst bereits am zweiten Tag komplett flach auf dem Boden liegt und ein recht erbärmliches Bild abgibt. Beim Schreiben dieser Zeilen regnet es gerade seit zwei Wochen das erste Mal wieder richtig und ich meine die eine oder andere Pflanze schlürfen zu hören.

Die kleine Wildblumenwiese, die ich letzten Monat ausgesäht habe, blüht mittlerweile. So richtig üppig sieht sie aber leider wegen der langen Trockenheit nicht aus. Zwar habe ich immer mal wieder gewässert, ein paar vernünftige Regentage kann das aber nicht ersetzen. Die Insekten erfreuen sich aber an den vorhandenen Blüten 🙂

Die Hortensien, die ich letztes Jahr mit Stecklingen vermehrt habe, blühen inzwischen alle. Ein paar von ihnen haben einen Platz im Beet gefunden und ich hoffe, dass sie den nächsten Winter überleben werden. Zur Sicherheit behalte ich noch zwei Exemplare in Töpfen, die in der kalten Jahreszeit im Schuppen untergebracht werden. Den Artikel, wie Du Hortensien mit Stecklingen vermehrst, findest Du HIER. Da die Geschichte mit den Stecklingen so wunderbar funktioniert hat, habe ich selbige im Juli auch von Salbei und Lavendel geschnitten. Bisher sehen alle Schützlinge noch sehr gut aus und der Lavendel beginnt bereits zu wachsen. Wenn man erstmal eine gewisse Menge Pflanzen im Garten hat, wird es immer leichter, auch den Rest des Grundstücks komplett mit Ablegern vollzustopfen. Zu verschönern wollte ich sagen. Einer meiner Favoriten unter den Bodendeckern ist der Schneckenknöterich ‚Dimiti‘, welcher sich ganz einfach mit dem Spaten abstechen und vermehren lässt. Dabei ist es Dimiti völlig egal, ob an den Ablegern Wurzeln sind oder nicht. Einmal im Boden wurzelt fast jedes Teil zuverlässig an.

Stecklinge von Hortensien

Am Ende des Beitrags findest Du noch einige Bilder aus dem Garten. Eigentlich können wir ja recht froh sein, das der Eingangs erwähnte Siebenschläfer dann doch nicht so ganz zuverlässig funktioniert, sonst könnten wir die Blütenpracht nicht in dieser Form geniessen – oder hätten eine astronomische Wasserrechnung 😉

LG Andreas

Mein Gartenjahr: Juni

Endlich ist der Sommer da. Der Juni begann noch etwas frisch und wurde dann recht schnell richtig warm und schön, sodass es sich ab Mitte des Monats wunderbar am Strand aushalten ließ und auch das eine oder andere Bad in der Ostsee genossen werden konnte. Durch das bisherige eher feuchte Wetter und die darauf folgende Wärme haben die Pflanzen im Garten den Turbo eingelegt und wachsen nun üppig und saftig grün.

Rittersporn

Die wohl größte Veränderung im Garten war der Bau eines Rosenbogens für meine neue Ramblerrose „Ghislaine de Féligonde“. Das Rankgerüst ziert jetzt als Blickfang die Mitte des Gartens und bildet quasi ein Tor in den hinteren, eher schattigen Bereich. Wenn der Bogen mit der Ramblerrose und der Clematis „Princess Diana“ bewachsen ist, gibt er dem Garten zusammen mit der Randbepflanzung eine gewisse Struktur… so zumindest der Plan. Einen detaillierten Bericht zum Bau und den verwendeten Materialien findest du HIER.

Ebenfalls im Juni habe ich endlich an meinem Schuppen eine Regenrinne installiert, durch die nun ganz fleißig eine entsprechende Regentonne gefüllt wird. Mit dem Regenwasser gieße ich nicht nur diverse Pflanzen im Garten, wie z.B. die Tomaten und das sehr sehr durstige brasilianische Mammutblatt „Gunnera Manicata“, sondern auch meine Zimmerpflanzen, die sich über das weiche Wasser freuen dürften. Das Leitungswasser ist hier im Norden sehr hart und kalkig und in allen Blumentöpfen bildet sich mit der Zeit eine weiße Kalkkruste. Die Gunnera habe ich letztes Jahr gepflanzt und dieses Jahr ist sie schon ein ordentliches Stück größer geworden und bekommt jeden zweiten Tag zwei 10-Liter-Kannen Wasser. In seiner Heimat lebt das Mammutblatt an Gewässerrändern und braucht entsprechend viel Feuchtigkeit. HIER findest Du noch einen kleinen Bericht darüber, wie ich die Pflanze winterfest gemacht habe.

Mammutblatt ‚gunnera manicata‘

Mein Rasen ist alles andere als ein Golfrasen. Vielmehr wächst hier jede Menge Klee, Gänseblümchen, Habichtkraut und sonstiges Grünzeug. Unzählige Hummeln und Bienen machen sich geschäftig über das Potpourri her. Beim Ferkelkraut ( Hypochaeris radicata ) jedoch hört der Spaß auf und erweckt in mir den Unkrautjäger. Zwar blüht es schön gelb, die sich flach am Boden ausbreitende Pflanze verdrängt jedoch Gras komplett und vermehrt sich schnell. Da das Ausstechen mit einer Schaufel oder dem Messer sehr mühsam ist, habe ich mir aufgrund vieler positiver Bewertungen den Unkrautstecher einer gewissen nordischen, in schwarz und orange gehaltenen Marke gekauft und bin begeistert. Das Gerät zieht das Ferkelkraut mit samt Wurzel mühelos aus dem Boden und funktioniert auch bei Löwenzahn hervorragend.

Sonnenröschen ‚helianthemum‘

Das jährliche Ausbuddeln von Zwiebeln und Knollen mag ich nicht besonders, Dahlien allerdings mag ich sehr… eindeutig ein Dilemma. So entschied ich mich letztes Jahr dazu, die Knollen einfach im Boden zu lassen; so kalt würde es schon nicht werden. Selbstverständlich hatten wir im folgenden Winter mit die tiefsten Temperaturen, die man sich hier im Norden so vorstellen kann – minus 10-20 Grad. Den Dahlien hat es allerdings nichts ausgemacht und die Freude über das erneute Wachsen war groß. Jetzt Mitte Juli zeigen sich die ersten Blüten.

Dahlie

Ein Stückchen der Rasenfläche ist im Juni noch einem Beet für einjährige, bienenfreundliche Blühpflanzen gewichen. Die Saatmischung gab es letztes Jahr für einige Zeit beim Discounter und die Pflanzen darin säen sich selbst erneut aus. Mit der Aussaat war ich etwas spät dran, mittlerweile zeigen sich aber auch hier die ersten zarten Blüten und die Insekten freut es. Bilder folgen dann im Bericht über den Juli.

Es war doch so einiges los im Garten und beim Arbeiten kommen mir immer wieder neue Ideen, was noch so alles verändert oder neu angepflanzt werden könnte. Im Grunde ist ein Garten ein sich stets wandelndes Kunstwerk, welches nie ganz fertig wird und gerade darin seinen Reiz hat, während die Arbeit daran äußerst beruhigend und fast schon meditativ ist… wenn man nicht gerade gegen Ackerschachtelhalm kämpft 😉

LG Andreas

Ein Rosenbogen für Ghislaine

Ghislaine de Féligonde, so lautet der illustre Name der Rose, die ich vor kurzem geschenkt bekommen habe. Bei Madame Féligonde handelt es sich um eine Ramblerrose und eine Ramblerrose möchte – natürlich – ramblen was das Zeug hält. Direkt übersetzt heißt ‚to ramble‘ wandern, Rosen dieser Art klettern jedoch eher und werden wegen ihres schnellen Wachstums gern an alte Gehölze gesetzt, um diesen mit ihrem Grün und der prächtigen Blüte neues Leben einzuhauchen. Davon ist mein Exemplar im Moment noch weit entfernt, für die artgerechte Haltung sollte aber ein Rosenbogen im Garten entstehen. Bei der Suche nach einem geeigneten Bogen stellte sich schnell heraus, dass die meisten viel zu klein waren. Einige wenige hatten die nötige Spannweite von über 2 Metern, waren dann aber unschön oder unschön teuer. Da mir ein Bogen aus Holz im klassischen Pergola-Stil vorschwebte, war der Entschluss, den Bogen selbst zu bauen, schnell gefasst und mit einer kleinen Zeichnung schwarz auf weiß festgehalten.

Ramblerrose ‚Ghislaine de Féligonde‘

Material für den Rosenbogen, Außenmaße ca. 220 cm Höhe und 300 cm Gesamtbreite:

  • 4 Balken 7 x 7 cm, 240 cm für die senkrechten Träger
  • 2 Balken 4 x 8 cm, 300 cm für die Querträger
  • 1 Balken 7 x 7 cm, 210 cm für die diagonalen Stützen
  • 1 Balken 6 x 6 cm, 300 cm für die Querstützen an den Rankgittern (geteilt in 4 Stücke à 70 cm)
  • 5 Terrassendielen ca. 2 x 8 cm für insgesamt 10 Reiter à 120 cm
  • 4 Bodeneinschlaghülsen 7 x 7 cm
  • 2 Rankgitter 60 x 180 cm
  • diverse Schrauben
  • Holzschutzlasur

Beim Holz habe ich komplett auf druckimprägniertes Holz gesetzt und dieses zusätzlich mit einer Holzschutzlasur bearbeitet. Normalerweise sollte man einige Zeit mit der Lasur warten, bis das Holz etwas angegraut ist und das Grün der Imprägnierung nicht mehr so durchkommt. Mit der Geduld des Gärtners war es in diesem Moment allerdings nicht so weit her…

Baumaterial, noch unlasiert

Zunächst habe ich mit der Stichsäge die Enden der senkrechten Balken so bearbeitet, dass eine Auflage für die späteren Querbalken entsteht und die langen Querbalken der Optik wegen an den Enden im 45 Grad Winkel abgesägt. Jeweils zwei 7 x 7 Pfosten, ein Rankgitter und zwei Streben 6 x 6 cm habe ich mit langen Schrauben zu den Seitenteilen des Rosenbogens zusammengefügt und dabei auf die Ausrichtung der vorher gesägten Aussparungen an den Kopfenden geachtet. Die Löcher für die Schrauben habe ich bei allen Arbeitsschritten vorgebohrt, um ein Spalten des Holzes zu verhindern. Insbesondere bei den dünnen Hölzern der Rankgitter und bei den Reitern war dies unbedingt nötig.

Aufnahmen für die Querträger
Fertig zusammengeschraubte Seitenteile

Im nächsten Schritt habe ich dann eines der Seitenteile dort auf den Rasen gelegt, wo später der Rosenbogen stehen sollte. Die Form der Beete musste ich noch leicht anpassen, freute mich aber über die gewählte Spannweite von ca. 250 cm. Jeweils an den Enden des liegenden Seitenteils habe ich dann mit dem Hammer die Einschlaghülsen in den Boden getrieben. Durch die Vorgabe des fertigen Elements konnte ich die genaue Breite und auch den Abstand der Hülsen ermitteln. Bei Einschlaghülsen ist darauf zu achten, nie direkt mit dem Hammer auf die Metallkanten zu schlagen, weil sie sofort verbiegen würden. Ein ausgedientes Stück Kantholz in die Hülse gesteckt leistet hier gute Dienste. Anschliessend habe ich mit den 300 cm Balken und einer Wasserwaage noch die Höhenunterschiede der gegenüberliegenden Pfostenträger ermittelt und die Balken entsprechend am unteren Ende abgesägt. Dem ersten Aufstellen stand nun nichts mehr im Weg. Die Einschlaghülsen genau gerade in den Boden zu bekommen finde ich äußerst schwierig, weshalb sie mit leichter Gewalt und einiger Flüche zur Aufnahme der Balken überredet werden mussten.

In diesem Stadium war der Rosenbogen schon ziemlich stabil, es sollten jedoch noch diagonale Streben eingefügt werden; zum Einen der Festigkeit und zum Anderen der Optik wegen. Selbige hatte ich vorher mit der Kappsäge an den Enden auf 45 Grad geschnitten und jetzt einfach mit langen Schrauben am Bogen befestigt.

Zum Schluß habe ich noch aus den 240 cm langen Terrassendielen 10 Reiter gesägt, ebenfalls mit abgeschrägten Enden. Ursprünglich sollten die Reiter etwas dickeres Holz sein, die Dielen waren im Baumarkt allerdings gerade im Angebot und im Endergebnis sehen sie wirklich gut aus.

Der fertige Rosenbogen

Insgesamt hat das Material im Baumarkt ca. 160,- € gekostet. Holzschutzlasur hatte ich noch vorrätig und der Bau hat mal wieder sehr viel Spaß gemacht (abgesehen vom Lasieren der Rankgitter 😉 ). Vom fertigen Rosenbogen, oder vielmehr der fertigen Pergola oder Rankhilfe, bin ich ganz begeistert und hoffe, dass meine Ghislaine de Féligonde sie ebenfalls zu schätzen weiß und es mit außerordentlichem Wachstum und reicher Blüte dankt. Von der anderen Seite des Bogens her soll die Clematis ‚Princess Diana‘ das Rankgitter verschönern… ich bin schon sehr gespannt.

Ich hoffe die Beschreibung hat Dir gefallen und vielleicht die eine oder andere Idee für Dein eigenes Projekt geliefert.

LG Andreas

#rosenbogen #gartentips #bauanleitung #ghislainedefeligonde

Mein Gartenjahr: April und Mai

Kalt war es, kalt und ungemütlich. Der April und insbesondere der Mai zeigten sich hier im Norden von ihrer schlechteren Seite. Die schönen Tage ließen sich an wenigen Fingern abzählen und die Natur ist entsprechend noch weit zurück. Selbst die große Eiche im Garten hatte sich dazu entschlossen, ihre Blätter erst Ende Mai auszubreiten. Während in diversen Ratgebern empfohlen wird eben zu dieser Zeit bei Stauden den sogenannten Chelsea Chop (starkes Zurückschneiden um kompaktes Wachstum anzuregen) durchzuführen, freute ich mich dieses Jahr über gerade mal handbreit hoch gewachsene Pflanzen. Jetzt, Mitte Juni sieht die Sache natürlich schon ganz anders aus; das feuchte Wetter und die dann einsetzende Wärme haben die Beete (und die Unkräuter) quasi explodieren lassen.

Tiarella ‚Sugar and Spice‘

Dem Wetter entsprechend habe ich im April und im Mai keine größeren Projekte im Garten gestartet. Das herausragendste Ereignis war wohl das Kappen großer Teile der Eberesche (Sorbus aucuparia), die neben dem Haus wächst. Bereits letztes Jahr bildeten sich lange Risse in der Rinde und hier und da fing sie an, sich einfach abzuschälen. Ich vermute, dass der Baum durch die lange Trockenheit letztes Jahr anfällig für eine Pilzerkrankung geworden ist. Zwei der vier Stämme habe ich mit tatkräftiger Unterstützung herausgeschnitten und sie entpuppten sich als komplett leblos und äußerst spröde. Der dritte Stamm hat noch Blätter bekommen, zeigt aber auch bereits die gleichen Symptome und auf Strecke wird vermutlich der ganze Baum absterben, was sehr schade ist. Die Eberesche ist mit ihren fiederartigen Blättern und den roten Beeren sehr dekorativ.

Erkrankung an der Eberesche
Apfelblüte
Moossteinbrech

In meinem Garten wachsen einige Kirschlorbeer-Büsche (oder Lorbeerkirsche) und ich möchte sie nach und nach gegen sinnvollere Gewächse austauschen. Zwar sind die weit verbreiteten Heckenpflanzen immergrün und mit den dunklen Blättern und weißen Blüten nicht hässlich, ihr Nutzen für die heimische Tierwelt ist jedoch äußerst gering und sie verbreitet sich über Aussaat recht nervig. Einzig an der Grundstücksgrenze darf sie sich zwecks Sichtschutz gern austoben. Unter dem Apfelbaum ist im Mai ein relativ großer Kirschlorbeer einem Beet gewichen, wo bisher Funkien und Storchschnabel wachsen. Gerade die Blüten des Storchschnabels sind ständig von einer ganzen Schar Hummeln und Bienen umschwärmt. Im Laufe des Jahres wird sicher noch einiges an Pflanzen dazu kommen.

Im gleichen Atemzug habe ich die Beetumrandung aus Holz endlich vervollständigt (zumindest an diesem Beet). Dafür nehme ich einfach 7cm starke, druckimprägnierte Rundpfähle und schneide sie, der Beetform entsprechend, mit leichter Gehrung in kurze Stücke. Anschließend werden die Enden einfach durch eine lange, diagonale Schraube verbunden. Dieses System hält zwar nicht ewig, geht aber schnell und ist relativ kostengünstig. Die Optik dieser Begrenzung gefällt mir außerdem sehr gut, ich bin kein großer Fan von Umrandungen aus Metall…

Zwischendurch gab es natürlich immer Kleinigkeiten zu erledigen… Pflanzen neu eintopfen, das unsägliche Unkrautzupfen, Rasen mähen und die Baumärkte nach Pflanzen durchstöbern 😉 Im Moment plane ich noch den Bau eines großen Rosenbogens, an dem meine neue Ramblerrose ‚Ghislaine de Féligonde‘ nach Herzenlust rambeln darf. Aber davon berichte ich dann beim nächsten Mal 🙂

LG Andreas

Mein Gartenjahr: März

Der März war dieses Jahr hier im Norden noch relativ ungemütlich, sprich grau und kalt. Die schönen Tage wurden aber selbstverständlich genutzt, um im Garten zu wurschteln. Die meiste Zeit habe ich dabei mit dem Beet an der Terrasse verbracht: hier war bis vor kurzem noch eine langweilige Fläche aus einem eher unschönen Gras-Moos-Gemisch, die jetzt zu einem Staudenbeet werden soll. Das Unangenehmste war wie immer das Entfernen der Grasnarbe mit Spaten und Muskelkraft. In Etappen habe ich so die ganze Fläche, immerhin ca. 18 qm, vom Gras befreit während der Komposthaufen allmählich gigantische Ausmaße annimmt. In der Beetfläche steht bereits eine sehr schöne Säulenhainbuche, die ich vor 7 Jahren gepflanzt habe. Neu dazu gekommen ist noch eine Tulpenmagnolie, die bisher eher ungünstig stand und jetzt hoffentlich in diesem Beet etwas besser gedeihen wird.

Da das Beet zur Hälfte die meiste Zeit im Schatten liegt, habe ich diesmal etwas mehr auf die Auswahl passender Pflanzen geachtet. Die anderen Beete sind letztes Jahr eher nach dem Motto „alles rein was gefällt“ entstanden. Als Pflanzen für den Schatten sind einige Prachtspieren, z.B. die wunderschöne Art ‚Colour Flash‘, diverse Funkien und auch Dickmännchen als Bodendecker ins Beet eingezogen. Ein besonderer Hingucker ist nach meinem Geschmack die Teppich-Japan-Segge Carex foliosissima ‚Icedance‘. Sie kommt auch mit schwierigen Lichtverhältnissen zurecht und bildet durch Ausläufer einen dichten Teppich ihrer grün-weißen Blätter.

Das Beet füllt sich…

Im vorderen, etwas sonnigeren Bereich des neuen Beetes habe ich diverse kleine Bodendecker und Kissenbilder gepflanzt, die hoffentlich bald möglichst viel Erde bedecken. Im rechten Teil, im Halbschatten, ist noch ein Bereich für meine bonsaiartigen Bäume entstanden. Der kleine japanische Ahorn, eine Ulme und eine Blutbuche mögen die direkte Mittagshitze im Sommer nicht unbedingt und würden im Topf auch sehr schnell trocken werden.

Japanischer Ahorn

Zum Abschluß des Berichts gibt es noch ein paar Bilder aus dem Frühlingsgarten…

LG Andreas 🙂

Fotobuch

(Enthält unbezahlte Werbung) Als ich neulich bei Facebook über einen Beitrag von Saal Digital gestolpert bin, in dem ein kostenloses Fotobuch aus der Professional Line angeboten wurde, dachte ich natürlich erstmal „ja nee ist klar…“. Beim Lesen einiger der Kommentare stellte sich jedoch heraus, dass es sich um eine echte Werbeaktion handelte, in der die Firma Saal Digital Gutscheine im Wert von 100.-€ für Fotobücher vergab. Im Gegenzug sollte man eine Bewertung auf social media zu dem Produkt abgeben, eine nette Marketing Aktion. Eine kleine Bewerbung war schnell ausgefüllt und kurze Zeit später wurde mir tatsächlich ein Gutscheincode zugesendet. Dies ist also kein direkt bezahlter Werbeartikel, sondern eine ernst gemeinte Bewertung des Buches.

Zunächst habe ich das Programm zum Ertsellen des Fotobuchs heruntergeladen. Es war für meinen Geschmack einfach und intuitiv zu bedienen. Für jede Seite des Buches kann die Anzahl der Bilder, die Anordnung, Hintergrundfarbe, Ränder, Texte usw. bearbeitet werden. Es werden auch sehr schöne Vorschläge zur Gestaltung gemacht, an dieser Stelle hätte ich mir sogar noch ein paar mehr Vorlagen gewünscht.

Das Thema des Buches ist selbstverständlich der Garten und meine Lieblingsbilder aus dem Blog und von Instagram sind jetzt verewigt. Als Cover lassen sich verschiedene Oberflächen auswählen, so z.B. Lederimitat oder wie bei meinem Buch Holzoptik. Optional kann man auch eine passende Geschenkschachtel dazu kaufen, die im Design dem Buch angepasst ist.

Die Druckqualität ist sehr gut und Farben und Kontrast werden schön dargestellt. Gerade mit der Helligkeit der Bilder habe ich es in der Vergangenheit bei anderen Firmen schon anders erlebt. Die Bindung ist sehr hochwertig und so gestaltet, dass in der Falz nichts vom Fotomotiv verloren geht; aufgeklappt hat man im Grunde ein großes durchgehendes Bild vor sich. Das Papier ist sehr kräftig und fühlt sich hochwertig an, der Name Professional Line ist absolut gerechtfertigt.

Dieses Fotobuch ist 30 x 30 cm groß und hat 24 Seiten plus Cover. In dieser Ausstattung als Professional Line Fotobuch hätte es normalerweise 89.95 € gekostet. Ob ich mir für meine Fotos auch ohne Gutschein so ein Buch geleistet hätte weiß ich nicht, ich denke dazu müssen meine Fotos noch ein bisschen besser werden 😉 Für besondere Anlässe wie Hochzeiten oder das eigene Fotoportfolio ist es aber ein tolles Produkt und ich freue mich natürlich sehr über die Gelegenheit und sage danke an Saal Digital.

LG Andreas

Mein Gartenjahr: Februar

Mit etwas Verspätung möchte ich nun doch noch vom Februar berichten, welcher wettertechnisch ein paar Extreme zu bieten hatte. Zum einen konnte man selbst hier in Norddeutschland an einem Wochenende Mitte des Monats gemütlich auf der Terrasse frühstücken, ohne sich Erfrierungen dritten Grades zu holen. Die Gartenarbeit konnte bei guten 15 bis 18 Grad ganz gemütlich im T-Shirt verrichtet werden. Zum anderen gab es eine Zeit lang strengen Frost mit Temperaturen um -10 Grad, definitiv kein Gartenwetter. Zum Glück haben alle Pflanzen im Gartenschuppen die Minusgrade gut überstanden.

Heuchera

Als die Temperaturen wieder in einen erträglichen Bereich geklettert waren, habe ich vorm Haus noch etliche Hecken gestutzt. So ist z.B. ein riesiger Kirschlorbeer um die Hälfte kleiner geworden, was der Pflanze aber nichts ausmachen sollte. Kirschlorbeer ist äußerst robust und schnittverträglich. Das schöne an diesen Büschen ist, dass sie immergrün sind und innerhalb kurzer Zeit einen guten Sichtschutz bieten. Weniger schön ist der Nutzen für die heimische Tierwelt. Alle Pflanzenteile sind giftig, unter den Büschen wächst rein gar nichts mehr und das Laub lässt sich nur sehr schlecht kompostieren. Den Heckenschnitt vom Kirschlorbeer fahre ich deshalb direkt zum Recyclinghof um die Ecke. Die Wurzeln der Pflanze suchen sich auch gern den Weg in Regen- und Abwasserrohre.

Ebenfalls im Februar hat der uralte Nistkasten, der bis dahin direkt neben der Terrassentür hing, einen neuen Platz gefunden. Im hinteren Bereich des Gartens hängt er jetzt in 3 Meter Höhe an der großen Eiche. Nach ein paar Tagen konnte ich auch direkt ein Meisenpärchen beobachten, dass offenkundig Interesse an der Immobilie hatte… Ein zweiter, neuer Nistkasten ist auch noch dazu gekommen.

Der Februar war insgesamt ein eher ruhiger Monat, nicht zuletzt bedingt durch das kalte und unangenehme Wetter. Die Couch wirkte dieser Tage doch irgendwie verlockender. Am Selbstbau-Vogelhaus ist inzwischen einiges los, nachdem anfänglich offenbar noch Skepsis bei Spatz und Co herrschte. Bei geschälten Sonnenblumenkernen, Nüssen und sonstigen Leckereien überwiegt dann doch irgendwann der Hunger.

Abschließen möchte ich den heutigen Bericht noch mit ein paar Bildern aus dem frostigen Garten. Entgegen der Kälte waren im auch schon die ersten Boten des Frühlings zu sehen…

LG Andreas

Flechtenlandschaft

Gerade an älteren Obstbäumen findet man häufig einen mehr oder weniger starken Bewuchs mit Flechten. Meine beiden Apflelbäume sind auch mit eben so einer bunten Schicht aus Flechten und Algen bewachsen. Da die Organismen nur auf der Rinde der Bäume leben, ihnen aber keinerlei Nährstoffe entziehen oder in die Rinde eindringen, sind sie für die „Wirtpflanze“ völlig harmlos. Im Gegenteil schützen sie insbesondere ältere Bäume eher noch vor dem Eindringen von schädlichen Pilzen und Bakterien und sind ein Indikator für saubere Luft. Ganz nebenbei sehen sie bei genauerem Hinsehen auch wirklich faszinierend aus…

LG Andreas