Fisch und Garten zieht um

Fisch und Garten zieht um, bzw. ist schon umgezogen.

Ab sofort erscheinen alle Gartentipps und Berichte von Unterwegs auf fischundgarten.de.

Der Schritt zu einer selbst gehosteten Webseite war schon länger geplant und jetzt tausche ich das .com gegen ein .de 🙂 D.h. für den Blog, dass hier auf fischundgarten.com keine neuen Berichte mehr erscheinen. Da ich Euch, meine lieben Follower, nicht einfach mit rüberschieben kann, würde ich mich über ein neues Abo auf fischundgarten.de wirklich sehr freuen. Eure Kommentare konnte ich mitnehmen.

KLEINES UPDATE: Mittlerweile habe ich es geschafft, die Follower zu der neuen Seite zu migrieren. Also bitte nicht wundern 😉

Eine eigene WordPress-Seite hat für mich einfach viele Vorteile. So lassen sich z.B. Plugins installieren. Das ist bei einer wordpress.com gehosteten Webseite nicht möglich (bzw. nur in teureren Abonnements). Vom Cookie-Banner bis zum Menü lassen sich alle Elemente besser gestalten und individueller einstellen.

Im Moment überarbeite ich alle Artikel ein bisschen. Hier und da wird am Satzbau gearbeitet und auch etwas ergänzt.

Also, dies ist der letzte Artikel auf fischundgarten.com und ich freue mich auf die neue Seite fischundgarten.de

Lumagica im Freilichtmuseum Molfsee

Letzten Samstag, einen Tag vor dem dritten Advent, war es mal wieder Zeit für einen Ausflug.

Diesmal ging es zum Freilichtmuseum Molfsee, das nur wenige Kilometer südlich von Kiel liegt. Noch bis zum 09. Januar 2022 findet hier das Event „Lumagica“ statt. Normalerweise kann man im Freilichtmuseum Molfsee auf rund 40 Hektar Freifläche 60 historische, ländlich geprägte Häuser samt Innenausstattung sehen. Die Häuser stammen aus dem 16. bis zum 20. Jahrhundert und wurden am Originalstandort ab- und hier wieder aufgebaut.

Im Moment zeigt sich das hübsche Gelände aber in einem etwas anderen Licht. Beim Event „Lumagica“ sind Wege und Gebäude teilweise bunt beleuchtet. Zwischen den Häusern finden sich jede Menge, aufwändig gestaltete Lichtskulpturen und verbreiten eine ganz besondere Stimmung. An diesem Abend hatten wir auch Glück mit dem Wetter. So war es zwar schön kalt aber es regnete nicht. Ich war überrascht, wie voll der Parkplatz vor dem Museum war. Das Event lockt scheinbar wirklich viele Leute an.

Mit 16.-€ an der Abendkasse finde ich den Eintrittspreis ganz schön happig, zumal man von den historischen Gebäuden nicht sehr viel mitbekommt. Ein bisschen sparen kann man in der Woche und wenn man die Karten im Netz vorbestellt. Dann schlägt eine Karte für Erwachsene mit 14.-€ zu buche, Kinder zahlen 6.-€. Auf dem Gelände gilt die 3G-Regel, d.h. Maske, Impfpass und Personalausweis nicht vergessen.

Gelohnt hat sich der Abend aber allemal. Die schönen Skulpturen und die besondere Stimmung sind auf jeden Fall einen Besuch wert. Mitten auf dem Gelände gibt es einen Bereich, wo es leckere Bratwurst und allerlei wärmende Getränke gibt. Zu meiner Überraschung haben wir gute zwei Stunden im Freilichtmuseum Molfsee verbracht. Wenn es etwas wärmer ist, möchte ich mir das Ganze auch noch einmal bei Tageslicht ansehen 😉

Im Anschluss gibt es wie immer ein paar Fotos vom Event.

LG Andreas

Ein Wochenende in Berlin

Ein traditionelles Weihnachtsessen bei (geimpften und getesteten) Freunden hat mich am Wochenende nach Berlin verschlagen. Die Großstadt ist für eine Landmaus wie mich immer wieder etwas Aufregendes. Man sieht Neues, Unglaubliches, nicht so Schönes und sehr Schönes.

So fanden wir uns am Sonntag auf einem kleinen Flohmarkt wieder, der allerlei sonderbare Dinge bereithielt. Auf dem Weg zu besagtem Flohmarkt hätte man aus den Dingen, die die Leute einfach vor die Haustür gestellt hatten, seinerseits einen kompletten Flohmarktstand bestücken können. Besonders faszinieren mich kreative Graffitis und Malereien an Häusern. Damit meine ich nicht das übliche ‚Tag‘-Gekleister, sondern sonderbare Figuren und geniale Fassaden von Geschäften.

graffiti an hauswand

Auf der Wiese vor der Berlin Mall sind alle Bäume mit Lichterketten umwickelt. Das sieht wirklich toll aus und das Stück Berliner Mauer erscheint in einem anderen Licht.

bäume vor der berlin mall mit lichterketten
kunst auf einem stück der berliner mauer

Der Spaziergang, der am Ende dann doch 10km lang war, führte uns noch zum Brandenburger Tor und zum Berliner Dom. Die Kamera des Mobiltelefons konnte die schöne abendliche Beleuchtung beider Bauwerke recht gut einfangen. Der Dom ist beeindruckende 98 Meter hoch und wirkt sehr monumental. Für einen Aufstieg zur Spitze war es schon etwas zu spät.

brandenburger tor
berliner dom bei nacht

Ein Stück weiter liegt die Museumsinsel und an diesem Sonntag fand direkt daneben der Kunsthandwerkermarkt statt. (Link zur Marktseite). Hier gibt es allerlei Kreatives zu sehen, wie z.B. Schmuck, Drucke und Zeichnungen oder auch Keramik. Der Landmaus gingen mal wieder die Augen über 😉

kunsthandwerkermarkt an der museumsinsel in berlin

Zu einer grandiosen Aussicht kamen wir schließlich doch noch beim Berliner Schloss. Nachdem „Erichs Lampenladen“, der Palast der Republik, abgerissen worden war, entstand an gleicher Stelle das neue Stadtschloss. In gut 30 Metern Höhe liegt eine Dachterrasse, die über einen Fahrstuhl erreicht werden kann. Wir hatten Glück, denn zufällig war an diesem Sonntag auch ‚Museumssonntag‘. An diesem Tag kann man kostenlos die meisten Museen besuchen, muss im Moment aber vorher oftmals einen Termin buchen. Dementsprechend viele Menschen waren an diesem Abend unterwegs, im Fahrstuhl nach oben waren aber spontan noch zwei Plätzchen frei.

alexanderplatz vom dach des berliner schlosses aus gesehen

Am Alexanderplatz wollten wir eigentlich noch den großen Weihnachtsmarkt besuchen. Sehr besinnlich war das Getümmel rund um den Turm allerdings nicht. Ebenfalls zufälligerweise war an diesem Tag auch noch verkaufsoffener Sonntag. Aufgrund der 2G-Regel bildeten sich vor vielen Geschäften lange Schlangen. Das gleiche Bild bot sich bei dem komplett eingezäunten Weihnachtsmarkt: an jedem der 3 Ein- und Ausgänge endlose Menschenreihen. So beschlossen wir, diesen Markt auszulassen. Das erhöhte Menschenaufkommen reichte so schon völlig aus und wir trugen an vielen Stellen freiwillig eine Maske.

Besonders beeindruckend fand ich die diversen Straßenmusiker. Wie man bei der Kälte noch so gut Klavier spielen kann ist mir ein Rätsel. Ein Saxofonist, Gitarristen und ein Duo, das Oper zum Besten gab, behaupteten sich gegen den Großstadtlärm und die Schreie, die von den wagemutigen Leuten ausgingen, die sich an einem Seil das rund 125 Meter hohe Park Inn Hotel herunterstürzten.

Leicht durchgefroren, mit vielen neuen Eindrücken und zufrieden ging der Tag zu Ende und die ca. 4-stündige Heimreise wurde angetreten.

LG Andreas

#berlin

#alexanderplatz

#städtetrip

Zurück zum Schierensee

Genau ein Jahr ist es her seit dem letzten Besuch am Schierensee, es war sogar zufällig exakt das gleiche Wochenende. Den Bericht über die Wanderung im Naturpark Westensee bei Kiel findest Du HIER. Seinerzeit war das Wetter eher durchwachsen, umso mehr sorgte strahlender Sonnenschein und Temperaturen um 17 Grad für gute Laune. Dieses mal war es eine eher kurze Wanderung, beginnend nördlich der Gemeinde Schierensee, wo an der Straße genug Platz zum Parken war. Von der Straße „Am Heidberg“ führt ein Feldweg nach links in Richtung Wald und bereits nach wenigen Metern steht man inmitten hoher Buchen, Eichen und Tannen.

Gemeinde Schierensee

Ungefähr 200 Meter weiter, nach einigen Stapeln frisch geschnittenen Holzes, führt ein kleiner Pfad auf der linken Seite bergab in den Wald. Ich bin nach wie vor erstaunt, wie hügelig die Gegend hier ist. Der Wald ist scheinbar weitgehend naturbelassen und überall finden sich alte, morsche Baumstümpfe und umgekippte Bäume… ein Paradies für Insekten und andere Lebewesen.

Der Pfad führt direkt hinunter zum Ufer des großen Schierensees, wo einige Bäume recht malerisch übers Wasser hängen. Die Sonne setzte der schönen Stimmung an diesem späten Sonntag Nachmittag noch die Krone auf. Nach einiger Zeit am Wasser wird der Pfad zu einem Weg und führt wieder in den Wald hinein, vorbei an einer Weide mit leicht misstrauischen Schafen und schließlich zurück auf den Hauptweg. Diesen beschließen wir wieder Richtung Ausgangspunkt zu nehmen, da wir recht spät unterwegs waren und bereits die Abenddämmerung einsetzte.

Insgesamt hat die kleine Runde in etwa eine Stunde gedauert. Zum Auslüften, Aufatmen und Runterkommen reicht das allemal und der kleine „Geheimweg “ ist wirklich sehenswert. Nebenbei sind noch ein paar wie ich finde sehr schöne Fotos entstanden. Wer im Norden wohnt oder hier zu Besuch ist sollte sich das Gebiet um Westensee und die beiden Schierenseen nicht entgehen lassen…

LG Andreas

#schierensee #westensee #wanderung #wald #natur

Auf zur Drachenwiese…

In meiner Jugend, also irgendwann in den 90ern, habe ich fast jede freie Minute entweder auf der Drachenwiese oder aber zu Hause an der Nähmaschine meiner Mutter verbracht, wo sämtliches Taschengeld in Form von Segeltuch und Kohlefaserstangen zu verschiedensten Drachen verarbeitet wurde. Die Leidenschaft zu den bunten Himmelsstürmern hatte irgendwann mit einem Kinderdrachen angefangen und mich viele Jahre nicht mehr losgelassen. Natürlich habe ich die meisten Exemplare behalten, und wenn Zeit und Wetter stimmen, dürfen einige von ihnen ab und zu mal wieder an die Luft.

Parasled 1.0 und Windturbine

Der heutige Spätsommertag Ende August war perfekt, um die Drachen und mich selbst ein wenig durchpusten zu lassen: ein mäßiger Wind aus Nordwest, herrlicher Sonnenschein und Temperaturen um 17 Grad. Zuerst habe ich zwei Einleiner, sprich Drachen mit einer Schnur, steigen lassen und mit Bohrbodenankern befestigt. Bei diesen beiden Modellen handelt es sich allerdings nicht um Eigenbauten, sondern gekaufte Exemplare… ein Parasled 1.0 von InVento und ein Angelwing von Wolkenstürmer. In die Schnur des Parasled habe ich noch eine schöne 1,5 Meter lange Windturbine eingehängt.

Angelwing

Der gleichmäßige Wind hält die beiden Drachen stabil am Himmel und der Anblick erfreut nicht nur mein Gemüt sondern auch das etlicher Passanten. Von den Flugobjekten geht nach wie vor eine gewisse Faszination aus und ich fühle mich ein wenig in frühere Zeiten zurückversetzt. Draußen sein und die Natur, die frische Luft und den Wind genießen hat eine unheimlich beruhigende und erdende Wirkung, man kommt zu sich selbst. Damit es nicht zu beruhigend wird, packe ich noch einen selbstgebauten Lenkdrachen (mit 2 Schnüren) aus. Dieses Modell habe ich damals selbst entworfen und genäht und er fliegt selbst nach 30 Jahren noch wie am ersten Tag rasante Loopings und Sturzflüge.

Nach gut 1.5 Stunden wird es langsam dunkel und ich packe zufrieden alles wieder ein. Ganz nebenbei sind noch ein paar schöne Fotos entstanden und vielleicht sollte ich der guten alten Drachenwiese doch öfter mal einen Besuch abstatten, schließlich liegt sie quasi vor der Haustür und Wind gibt es hier an der Küste meist zu genüge…

LG Andreas

#drachen #lenkdrachen #wokenstuermer #kite #heiligenhafen #küste

Besuch im alten botanischen Garten in Kiel

Bereits seit 1884 gibt es den alten botanischen Garten in Kiel in der Nähe der Kunsthalle. Das Areal umfasst ca. 2,5 ha und bietet allerlei exotische Gewächse. Nebenbei ist der Besuch kostenlos und draußen und damit auch in Pandemie-Zeiten möglich und vor allem eine willkommene Abwechslung. Die Natur beginnt sich zu dieser Jahreszeit gerade richtig zu entfalten und etliche Sträucher sind bereits in voller Blüte (z.B. japanische Zierquitte, Felsenbirne und Sternmagnolie). Die japanischen Ahorne entrollen ihre zarten Blätter und die beeindruckend gewachsenen Rhododendren sind kurz davor die Blütenknospen zu öffnen.

Ich hatte gehofft, schon einen ersten Blick auf die riesige Gunnera manicata, das brasilianische Mammutblatt, werfen zu können; sie verbarg sich jedoch noch unter einem sehr aufwändigen, zeltartigem Winterschutz. Den Schutz an meiner Pflanze hatte ich ungeduldigerweise bereits vor 3 Wochen entfernt. Das Gelände des botanischen Gartens ist recht hügelig und Wege führen hinauf zum höchsten Punkt, wo 1891 ein sehr schöner Aussichtspavillon erbaut wurde, von dem aus man einen fantastischen Blick über den Garten und die Kieler Förde hat. Gleich daneben befindet sich das ebenfalls aus dem 19. Jahrhundert stammende Topfhaus, welches seit einiger Zeit durch eine Stiftung restauriert wird und u.a. der Zucht exotischer Pflanzen diente. Erwähnenswert sind natürlich auch die riesigen alten Mammutbäume, Zypressen, Schwarzkiefern und Zedern und die gigantische Blutbuche.

Dieser eher kleine botanische Garten hat eine ganz besondere Ausstrahlung und ist immer einen Besuch wert. Viele weitere Infos, Geschichtliches und Bilder gibt es auf der offiziellen Homepage:

http://www.alter-botanischer-Garten-Kiel.de

Hier noch einige Eindrücke…

LG Andreas

Wintersturm

Im Norden Deutschlands, genauer gesagt an der Ostseeküste bei Heiligenhafen, ist es wettertechnisch im Moment recht ungemütlich und gleichzeitig faszinierend. Ein eisiger Sturm aus östlicher Richtung fegt über die Küste hinweg. Bei Temperaturen unter 0 Grad hält man es am Strand nicht besonders lange aus, dennoch zog es mich heute ans Wasser, um mir das Schauspiel anzusehen.

Teilweise wird der Sand vom Strand geweht und es bilden sich „Sandwehen“ auf Straßen und Parkplätzen…

Heute Nacht soll noch einiges an Schnee dazu kommen. Während die Mitte Deutschlands bereits mit einigem Schnee zu kämpfen hat, ist hier noch nichts angekommen… ich bin gespannt.

LG Andreas

Fotos vom Graswarder in Heiligenhafen

Das Naturschutzgebiet Graswarder in Heiligenhafen ist eine stetig wachsende Landzunge und mehr als sehenswert. Mit den Dünen, dem Ostseestrand und den vielen brütenden Vögeln hat die Natur hier auf rund 230 Hektar etwas Einzigartiges geschaffen.

Heiligenhafen zählt knappe 10.000 Einwohner, im Sommer verdoppelt sich diese Zahl durch den Tourismus. In Zeiten des Corona-Lockdowns kann man die Halbinsel Graswarder und auch den Rest des Ortes mal ganz in Ruhe genießen. Für die Geschäftswelt ist es natürlich eine ganz andere Sache… Unter normalen Umständen würden auf dem Bild oben eine ganze Menge Spaziergänger zu sehen sein.

Blick Richtung Heiligenhafen

Durch das Naturschutzgebiet werden eigentlich regelmäßige Führungen angeboten, die zur Zeit leider auch nicht stattfinden können. Weitere Infos und Details findest Du hier:

Graswarder

Ein weiteres Highlight sind die alten Reetdachhäuser. Die Strandvillen bilden eine bezaubernde Kulisse und sind ein äußerst beliebtes Fotomotiv.

Der Graswarder in Heiligenhafen ist absolut eine Reise wert (sofern wieder erlaubt) und auch der Ort selbst bietet sehr viel Sehenswertes. Meine kleine Wanderung hat ungefähr eineinhalb Stunden gedauert, die Landzunge ist ca. 2.5 Kilometer lang, in die andere Richtung kann man allerdings noch etliche Kilometer mehr am Strand oder auf der Promenade laufen. Ganz am Ende des Badestrandes kommt man schließlich noch zu der schroffen Steiküste, ein ebenso schönes Ziel.

Wer sich den Ostseewind um die Nase wehen lassen möchte ist hier genau richtig. Im Sommer lädt das Meer zu einem erfrischenden Bad ein…

LG Andreas

Ausflug zum Wittensee

Wittensee? Kenn ich gar nicht, obwohl er eigentlich unüberse(e)hbar ist. Mit seinen fast 10 Quadratkilometern Fläche ist er der viertgrößte See in Schleswig-Holstein. Über die A210 und A7 ist man von Kiel aus in ca. 30 Minuten am Ziel, die weitaus schönere und interessantere Strecke führt allerdings über die Landstraße an Gettorf, Holtsee und Sehestedt vorbei. An diesem sonnigen Novembertag musste man einfach nach draußen in die Natur, der Winter wird noch genug dunkle und nasse Tage bringen.

Direkt am See an der Badestelle Hoheluft finden sich einige Parkplätze, die im November auch ausreichend Platz bieten, im Sommer aber vermutlich hoffnungslos überfüllt sind. Direkt nebenan befindet sich nämlich auch der örtliche Surfclub, und selbst bei diesen Temperaturen waren einige unerschrockene Sportler auf dem Wasser. Ich bewundere die Kälteresistenz und ziehe meinen Jackenkragen lieber noch etwas höher, es weht eine gute Brise über den See heran.

Einen direkten Wanderweg findet man hier nicht, es schlängelt sich aber ein Pfad durch den waldigen Uferstreifen. Die Bäume stehen hier direkt am Wasser und bilden mit ihren Wurzeln teilweise bizarre und interessante Formen.

Richtung Nordwesten gelangt man entlang der wenig befahrenen Straße zum Ort Groß Wittensee, wo man gleich noch der historischen Windmühle ‚Auguste‘ einen Besuch abstatten kann:

http://www.windmuehle-auguste.de/index2.html

In entgegengesetzter Richtung führt eine kleine Straße am See entlang. In Richtung Ufer kann man eine ganze Reihe sehr schöner und teilweise skurriler Ferienhäuser bewundern.

Da es keinen direkten Wanderweg um den ganzen See gibt, geht es auf dem selben Weg zurück zum Startpunkt. Eine besonders lange Wanderung war es sicherlich nicht, dennoch gab es in den gut 2 Stunden eine Menge zu sehen und zu entdecken und vor allem jede Menge frische Luft.

Ich kann nur empfehlen, einfach mal ein Ziel auf der Karte rauszusuchen und dieses dann zu entdecken. Es gibt in der direkten Umgebung des eigenen Wohnortes so viele Gegenden, die man einfach noch nie gesehen hat und einen Besuch wert sind. Gerade in Corona-Zeiten, in denen sonst Alltägliches einfach nicht mehr oder nur eingeschränkt möglich ist, bringen Entdeckungsreisen neue Energie und neue Eindrücke und damit meist auch ein positiveres Gemüt.

Das war schon der kleine Reisebericht vom Wittensee. Unternimmst Du zur Zeit auch mehr Ausflüge als sonst? Bis zum nächsten Bericht 🙂

LG Andreas

Wanderung am Westensee

Der Sonntag im späten Oktober war einer der Tage, an dem das norddeutsche Wetter sich nicht gerade von seiner besten Seite zeigte. Genaugenommen war es ein Sonntag, um mit Süßigkeiten und einem heißen Getränk auf der Couch hängen zu bleiben. Irgendwann gehen jedoch auch die größten Kuchenvorräte zur Neige und selbst meinem inneren Schweinehund wurde langweilig und wollte an die frische Luft.

Nur 20 Autominuten von Kiel entfernt bietet sich zum Auslüften die perfekte Gelegenheit, denn hier liegt der Naturpark Westensee mit wunderschönen Wanderwegen.

Zunächst ging es von Kiel aus über die A215 Richtung Südwesten bis zur Ausfahrt Blumenthal. Von dort sind es nur wenige Kilometer bis zum Örtchen Wrohe, dem Ausgangspunkt der Wanderung. Parkplätze waren ausreichend vorhanden, was bei gutem Wetter und im Sommer aber vermutlich etwas anders aussieht. Schon während der Fahrt wunderte ich mich über den dichten Wald und genoß den Ausblick ins Grüne.

Blick auf den großen Schierensee

Der Wanderweg führt rund um den großen und den kleinen Schierensee, welche zum Gewässersystem Obereider gehören und direkt mit dem 7 Quadratkilometer großen Westensee verbunden sind. Auf rund 10km führt der Weg durch teilweise erstaunlich hügeliges Gelände (zumindest für Norddeutsche Verhältnisse) und man fühlt sich sofort wie in einer anderen Welt: dichter Mischwald, durch den sich ein teilweise sehr schmaler Wanderweg schlängelt, riesige Buchen und majestätische Eichen und der allgegenwärtige Geruch nach Wald, Erde und ein bisschen Moder.

Im Herbst zeigt der Wald in den schönsten Farben, dunkles Grün steht im Kontrast zu leuchtendem Gelb und Orange. Ein bisschen schade war, daß an diesem Sonntag die Sonne nicht hervor kam, das Sonnenlicht hätte die Farben noch etwas mehr leuchten lassen.

Der Weg um die beiden Seen führt auch durch eine kleine Siedlung und die Gemeinde Schierensee, wo es eine schöne Badestelle gibt; im Sommer sicherlich eine willkommene Abkühlung. Ein weiterer Badesteg und sogar ein kleiner Strand finden sich in der Gemeinde Wrohe.

Wenn man sich Zeit nimmt und in einem eher gemütlichen Tempo geht ist die Tour in ca. 3 Stunden geschafft. Griffige und vor allem wasserdichte Schuhe sind zu dieser Jahreszeit angebracht, der Pfad ist vor allem in Ufernähe teilweise etwas aufgeweicht.

Verbindung zwischen kleinem und großem Schierensee

Der Ausflug hat sich trotz des eher bescheidenen Wetters mehr als gelohnt. Ich war überrascht, einen schönen und dichten Naturwald direkt vor der Haustür Kiels zu entdecken. In Zeiten von Corona bucht man eben nicht die sonst-wievielte Reise nach Spanien, sondern besinnt sich auf die schönen Ecken im eigenen Land, von denen es reichlich gibt. Weit entfernt müssen sie dabei auch nicht sein.

Ein bisschen erschöpft, entschleunigt und fasziniert ging es zurück nach Hause, wo vielleicht doch noch ein Stück Kuchen wartete 😉

LG Andreas