Mein Gartenjahr: Oktober

Haben wir wirklich schon fast Ende November? Das kann nur bedeuten, dass der Beitrag für Oktober etwas länger gebraucht hat… ok, nicht so lange wie das Bilden einer neuen Regierung aber doch länger als gewohnt. Während hier die Tage immer kürzer werden und es manchmal so wirkt, als würde es gar nicht richtig hell, habe ich mich 10 Tage auf Teneriffa getummelt und mir die Sonne auf den Bauch scheinen lassen. Vom Oktober möchte ich aber dennoch erzählen, es gibt ja zum Glück Fotos und Instagram als Gedächtnisstütze 😉

Ich glaube ich habe ihn schon des Öfteren erwähnt, den Kerzenknöterich ‚Speciosa‘. Anfang letzten Jahres hatte ich drei der fantastischen Stauden ins Beet gepflanzt. Nachdem er bis in den Dezember hinein noch Blüten hatte, zog er sich anschließend komplett zurück, um dann im März/April erneut auszutreiben. Während manche Knöterichsorten einen unerwünschten Wildwuchs über Rhizome, unterirdische Wurzelausläufer, haben, ist die Art ‚Speciosa‘ so nett sich nur selbst auszusäen. So trieben im Frühjahr um die Mutterpflanzen herum hunderte kleiner neuer Knöteriche aus, was mich natürlich sehr gefreut hat (bedenkt man den Preis für so eine Staude). Die meisten habe ich einfach wachsen lassen und später dann ein paar von ihnen separat neu eingepflanzt. Die Jungpflanzen haben sich mehr als gut entwickelt und bereits im August Blüten gebildet.

einjährige Sämlinge vom Kerzenknöterich ‚Speciosa‘

Wenn man nun schonmal so schöne neue Stauden gezogen hat, brauchen sie natürlich einen entsprechenden Platz im Garten… ein Beet musste also erweitert werden. Die Entscheidung war schnell getroffen: das kleine Beet, in dem bisher eine Saatmischung wild ihr Unwesen trieb, sollte vergrößert und zum Knöterich-Refugium werden. Obwohl es einige Tage vorher geregnet hatte, schwante mir beim Abstechen der Grassoden bereits böses… der Boden war 5cm unter dem Rasen steinhart. Nach einer guten, schweißtreibenden Stunde hatten die Spitzhacke, der Spaten und ich keine Lust mehr und befanden die Erde als ausreichend aufgelockert. Da hier im Garten große Bereiche eher lehmig und trocken sind, habe ich gleich ein bisschen alten Grasschnitt und halb verrottetes vom Komposthaufen mit eingearbeitet. Oben drauf dann noch eine Schicht Rindenmulch und die kleinen Stauden konnten ihr neues zu Hause beziehen. In die Mitte des Beetes habe ich noch einen tollen, pink blühenden Wiesenknopf der Sorte ‚Pink brushes‘ gesetzt, der etwas höher als der Kerzenknöterich ist. Ich hoffe, dass aus dieser Kombination eine tolle Wirkung entsteht. Der Wiesenknopf war ursprünglich übrigens auch nur eine Pflanze, die sich nach dem Ausgraben jedoch ganz leicht in drei Stücke teilen ließ (im Bild noch nicht gepflanzt).

Das fertige, frisch erweiterte Beet. In der Mitte kommen noch rosa blühende Wiesenknöpfe ‚Pink Brushes‘ hinzu…

Wo ich grad vom Ausgraben spreche: einige Stauden haben noch ihren Platz gewechselt. So habe ich die Beete etwas mehr nach Farben und Höhen sortiert. Die Staudensonnenblume habe ich mal wieder geteilt und ebenfalls versetzt, nächstes Jahr sollte sie ein tolles, gelbes Blütenmeer bilden. Die Chrysanthemen an der Terrasse sollen auch noch umziehen, womit ich aber noch einige Zeit warte, weil sie im Moment sehr üppig blühen. Viele Chrysanthemensorten sind winterhart, so waren meine Exemplare letztes Jahr Dekoration vor der Haustür aus dem Discounter. Dieses Jahr haben sie schon fast die doppelte Größe erreicht.

Die winterharte Staudensonnenblume ‚Helianthus atrorubens‘ lässt sich im Herbst prima durch Teilen vermehren

Ende Oktober war es Zeit für große Strelizie, wieder ins Haus umzuziehen, da sie keinen Frost verträgt. Ich hatte ihr dieses Jahr einen neuen, größeren Topf spendiert und Sie hat sich draußen sehr schön entwickelt. Leider hat sie ewig nicht geblüht. Vor einigen Jahren hatte sie mal eine Blüte, danach leider nie wieder. Aber ich hänge natürlich trotzdem an ihr, zumal ich sie vor ewig langer Zeit aus einem Samenkorn gezogen habe. Am besten überwintert das hübsche Gewächs in einem hellen Wintergarten. Eben dieser fehlt mir jedoch gerade, also musste der große Topf wieder ins kühle Schlafzimmer. Der Transport im Garten war dank der Schubkarre einfach… im Haus dann die Treppe hoch sperrte sich die Gute etwas und machte sich gefühlt nochmal extra schwer. Strelizien mögen Sonne und wenn sie drinnen stehen einen möglichst hellen Standort. Die Paradiesvogelblume kann bis zu 2 Meter hoch werden. Wenn sie im Frühjahr nach draußen gestellt wird, muss sie langsam an die Sonne gewöhnt werden, da die festen Blätter sonst verbrennen können. Ich hoffe, dass ich sie im nächsten Jahr durch ein bisschen Dünger zu einer Blüte überreden kann…

Im späten Herbst muss die Strelizie zurück ins Haus oder den Wintergarten, da sie keinen Frost verträgt

Im Oktober wird es im Garten ansonsten immer ruhiger. Ein Augenschmaus ist jetzt die Herbstfärbung vieler Gehölze und die Blüten einiger späten Stauden. Insbesondere der helle Perrückenstrauch ‚Golden Spirit‘ zeigt jetzt was er kann. Der im Sommer gold-gelb-grüne Strauch leuchtet in einer Mischung aus rot und gelb. Die Blüten der Fetthenne bringen immer noch Farbe ins Beet, Anemonen und Dahlien zeigen ihre letzten Blüten und die Chrysanthemen sehen aus wie frisch vom Gärtner. Selbst die Schokoladenblume hält noch tapfer durch. Der Herbst hat in meinen Augen seinen ganz eigenen Reiz und die bunte Natur sollte man möglichst oft draußen im Garten, beim Wandern oder Radfahren genießen.

Perrückenstrauch ‚Cotinus coggygria ‚Golden Spirit‘ zeigt im Herbst nochmal, was er kann

Alle weiteren Beiträge meines Jahrestagebuchs findest Du in der Kategorie „MEIN GARTENJAHR“.

Ausklingen lassen möchte ich den Beitrag wie immer mit einigen Fotos aus dem herbstlichen Garten… genießt die Zeit und bis zum nächsten Mal.

LG Andreas

#herbstzeit

#staudengarten

#hobbygärtner

Schwarzweiß im Garten

Bunt ist er, der Garten… zumindest in den meisten Fällen. Ebenso bunt sind daher auch die meisten Gartenfotos. Heute hat mich aber mal wieder der Hobbyfotograf gepackt und entstanden sind einige Bilder in schwarz-weiß, die ihren ganz eigenen Reiz haben. Bearbeitet sind die Bilder mit GIMP, einem kostenlosen Bildbearbeitungsprogramm, dass sehr viele Funktionen mitbringt. In diesem Fall habe ich leicht nachgeschärft, den Kontrast und die Belichtung nachjustiert und den Schwarzwert etwas vertieft. Das Ergebnis gefällt mir schon ganz gut, etwas mehr Übung bei Motivwahl, Belichtung und Schärfe kann jedoch nicht schaden…

LG Andreas

Schokoladenblume ‚cosmos atrosanguineus‘
Hoher Wiesenknopf ’sanguisorba hakusanensis Pink Brushes‘
Pampasgras ‚cortaderia selloana‘
Dahlie
Gartenansicht
Phlox

#Fotografie #schwarzweiß #Garten #Staudengarten

Mein Gartenjahr: August

Den August könnte man eigentlich auch ‚Genussmonat‘ nennen: es liegen keine größeren Arbeiten im Garten an, das Wetter ist herrlich sommerlich – zumindest teilweise – und die Stauden stehen in voller Blüte und erfreuen den Betrachter Tag für Tag. Allen voran ist das in meinem Garten der Klassiker unter den Blühstauden, der leuchtende Sonnenhut Rudbeckia fulgida ‚Goldsturm‘, sowohl in normaler Größe als auch als kleinere Variation ‚Little Gold Star‘. Im Herbst werde ich die eine oder andere dieser Pflanzen durch teilen vermehren, damit das gelbe Blütenmeer noch etwas größer wird.

Rudbeckia fulgida ‚Goldsturm‘

Da man jetzt wunderbar sieht, welche Staude man eigentlich wo gepflanzt hat und wie groß sie letztendlich werden, habe ich kurzerhand einige Pflanzen ausgegraben und umverteilt. In voller Blüte ist das natürlich nicht der beste Zeitpunkt, hilft aber ungemein bei der Gestaltung. Meine Pflanzen waren darüber auch nur ein zwei Tage etwas beleidigt, durch tägliches Gießen war der Umzug aber schnell überwunden. So sind die beiden Hauptbeete jetzt etwas besser nach Farben angelegt und in der Höhe der Pflanzen gestaffelt. Ein paar recht feine Sonnenhüte in rosa sind unter anderem auch zwischen die Pampasgräser gewandert, wo sie ein tolles Zusammenspiel mit den langen Grashalmen bilden.

Der Sommer eignet sich auch gut dafür, von diversen Pflanzen Ableger zu ziehen. So habe ich zum Beispiel von diversen Purpurglöckchen (Heuchera) einfach kleine Teile nahe am Boden abgeknipst und ohne weitere Bearbeitung wieder eingepflanzt. Nach kurzer Zeit sind alle Ableger angewachsen und bilden bereits neue Blätter. Genauso lassen sich auch Ableger vom Storchschnabel (Geranium) ziehen. Noch einfacher gestaltet sich das Vermehren des Kerzen-Knöterichs Bistorta amplexicaulis ‚Speciosa‘ : wenn man die Blüten bis in den Herbst stehen lässt, säht sich die Pflanze selbst aus. Im Frühjahr wurde ich durch hunderte kleiner Keimlinge überrascht und mittlerweile sind die kleinen Pflänzchen schon so weit gewachsen, dass sie Blüten gebildet haben. Der Kerzenknöterich ist eine ganz erstaunliche Pflanze, bildet sie doch in kurzer Zeit hohe, dichte Pflanzen mit unzähligen Blüten aus, die ein wahres Paradies für Bienen und Hummeln sind. Aufgrund der raschen Aussaat entwickelt sich der Kerzen-Knöterich ja noch zur Geißel meines Gartens… zumindest zu einer sehr hübschen 😉

Purpurglöckchen ‚Heuchera‘
Kerzenknöterich ‚Speciosa‘

Ganz nebenbei ist der August auch mein Geburtstagsmonat und zum Geburtstag soll man sich etwas gönnen. Dieses Jahr habe ich mir einen neuen Rasentrimmer von Makita zugelegt. Die Wahl war schnell getroffen, da ich bereits zwei Geräte dieser Firma habe und die Akkus in alle gleichermaßen passen. Von der Leistung her ist es ein sehr krasser Unterschied zu meinem alten Trimmer, ich muss aufpassen, nicht alles kurz und klein zu häckseln. Zum Geburtstag gab es dann von lieben Menschen noch ein paar neue Pflänzchen, natürlich, und eine neue robuste Grabgabel. Das bisherige Modell aus dem Discounter hatte ich bei der Kartoffelernte fast zerlegt… apropos Kartoffelernte: im Frühjahr hatte ich ein paar gekeimte Speisekartoffeln verbuddelt und der Garten hat mir rund ein Pfund frische Kartoffeln zurückgegeben, sehr nett 🙂

Geburtstagsbeute 😉

Ich bin immer noch überrascht davon, wie wenig Arbeit die Staudenbeete machen, und wie viel Freude sie im Gegenzug bringen. Das Unkraut hält sich durch die Mulchschicht wirklich stark in Grenzen und so lässt sich der Garten, wie Eingangs erwähnt, wunderbar genießen. Man sollte zwischendurch auch mal die Füße hoch legen und die Seele baumeln lassen… und schon wieder über neue Projekte nachdenken 😉

Dahlie
Koreanischer Wiesenknopf „Sanguisorba hakusanensis ‚Pink Brushes'“
 

LG Andreas

#Staudenbeet #sommerimgarten #rudbeckia #goldsturm #blütenmeer #blütenzauber #heuchera

Mein Gartenjahr: Juli

Der Siebenschläfer muss defekt sein… Am 27. Juni war schönstes Strandwetter. Wolkenloser Himmel und angenehme Wärme sollten gemäß des alten Sprichwortes sieben Wochen lang anhalten, doch schon in den darauf folgenden Tagen wurde es durchwachsen und etwas regnerisch. Für die Pflanzen im Garten waren es natürlich ideale Bedingungen und im Laufe des Monats gab es noch etliche schöne Sommertage.

Im Juli habe ich keine größeren Projekte gestartet und einfach nur die üppig blühenden Stauden auf der neuen Gartenbank genossen – also ich auf der Gartenbank und die Stauden im Beet 😉 Ok, vor dem Genießen kam noch ein bisschen Unkraut zupfen, Hecken stutzen und natürlich Rasen mähen, wobei der Rasen ab Mitte des Monats wegen der Trockenheit kaum gewachsen ist. Trotzdem sieht der ganze Garten immerhin für ein paar Tage irgendwie sehr schön aufgeräumt aus, wenn der Mäher Blätter und kleine Äste aufsammelt. Ich habe schon seit Jahren einen Akkumäher von Gardena, der gerade bei kurzem Rasen verlässlich seinen Dienst verrichtet. Zudem ist er sehr leicht und wesentlich wendiger als mein Benzinmäher. Der Benziner kommt mittlerweile nur noch beim ersten Mähen im Frühjahr zum Einsatz, oder wenn ich faul war und das Gras sehr hoch steht.

Als relativ pflegeintensiv hat sich inzwischen die Gunnera, das brasilianische Mammutblatt, erwiesen. Pflege ist in diesem Fall eigentlich zu viel gesagt, die Pflanze ist einfach nur durstig – sehr durstig sogar. Bei anhaltend schönem und trockenen Wetter gieße ich mittlerweile täglich mindestens eine 10 Liter Kanne, weil die Madame sonst bereits am zweiten Tag komplett flach auf dem Boden liegt und ein recht erbärmliches Bild abgibt. Beim Schreiben dieser Zeilen regnet es gerade seit zwei Wochen das erste Mal wieder richtig und ich meine die eine oder andere Pflanze schlürfen zu hören.

Die kleine Wildblumenwiese, die ich letzten Monat ausgesäht habe, blüht mittlerweile. So richtig üppig sieht sie aber leider wegen der langen Trockenheit nicht aus. Zwar habe ich immer mal wieder gewässert, ein paar vernünftige Regentage kann das aber nicht ersetzen. Die Insekten erfreuen sich aber an den vorhandenen Blüten 🙂

Die Hortensien, die ich letztes Jahr mit Stecklingen vermehrt habe, blühen inzwischen alle. Ein paar von ihnen haben einen Platz im Beet gefunden und ich hoffe, dass sie den nächsten Winter überleben werden. Zur Sicherheit behalte ich noch zwei Exemplare in Töpfen, die in der kalten Jahreszeit im Schuppen untergebracht werden. Den Artikel, wie Du Hortensien mit Stecklingen vermehrst, findest Du HIER. Da die Geschichte mit den Stecklingen so wunderbar funktioniert hat, habe ich selbige im Juli auch von Salbei und Lavendel geschnitten. Bisher sehen alle Schützlinge noch sehr gut aus und der Lavendel beginnt bereits zu wachsen. Wenn man erstmal eine gewisse Menge Pflanzen im Garten hat, wird es immer leichter, auch den Rest des Grundstücks komplett mit Ablegern vollzustopfen. Zu verschönern wollte ich sagen. Einer meiner Favoriten unter den Bodendeckern ist der Schneckenknöterich ‚Dimiti‘, welcher sich ganz einfach mit dem Spaten abstechen und vermehren lässt. Dabei ist es Dimiti völlig egal, ob an den Ablegern Wurzeln sind oder nicht. Einmal im Boden wurzelt fast jedes Teil zuverlässig an.

Stecklinge von Hortensien

Am Ende des Beitrags findest Du noch einige Bilder aus dem Garten. Eigentlich können wir ja recht froh sein, das der Eingangs erwähnte Siebenschläfer dann doch nicht so ganz zuverlässig funktioniert, sonst könnten wir die Blütenpracht nicht in dieser Form geniessen – oder hätten eine astronomische Wasserrechnung 😉

LG Andreas

Fotobuch

(Enthält unbezahlte Werbung) Als ich neulich bei Facebook über einen Beitrag von Saal Digital gestolpert bin, in dem ein kostenloses Fotobuch aus der Professional Line angeboten wurde, dachte ich natürlich erstmal „ja nee ist klar…“. Beim Lesen einiger der Kommentare stellte sich jedoch heraus, dass es sich um eine echte Werbeaktion handelte, in der die Firma Saal Digital Gutscheine im Wert von 100.-€ für Fotobücher vergab. Im Gegenzug sollte man eine Bewertung auf social media zu dem Produkt abgeben, eine nette Marketing Aktion. Eine kleine Bewerbung war schnell ausgefüllt und kurze Zeit später wurde mir tatsächlich ein Gutscheincode zugesendet. Dies ist also kein direkt bezahlter Werbeartikel, sondern eine ernst gemeinte Bewertung des Buches.

Zunächst habe ich das Programm zum Ertsellen des Fotobuchs heruntergeladen. Es war für meinen Geschmack einfach und intuitiv zu bedienen. Für jede Seite des Buches kann die Anzahl der Bilder, die Anordnung, Hintergrundfarbe, Ränder, Texte usw. bearbeitet werden. Es werden auch sehr schöne Vorschläge zur Gestaltung gemacht, an dieser Stelle hätte ich mir sogar noch ein paar mehr Vorlagen gewünscht.

Das Thema des Buches ist selbstverständlich der Garten und meine Lieblingsbilder aus dem Blog und von Instagram sind jetzt verewigt. Als Cover lassen sich verschiedene Oberflächen auswählen, so z.B. Lederimitat oder wie bei meinem Buch Holzoptik. Optional kann man auch eine passende Geschenkschachtel dazu kaufen, die im Design dem Buch angepasst ist.

Die Druckqualität ist sehr gut und Farben und Kontrast werden schön dargestellt. Gerade mit der Helligkeit der Bilder habe ich es in der Vergangenheit bei anderen Firmen schon anders erlebt. Die Bindung ist sehr hochwertig und so gestaltet, dass in der Falz nichts vom Fotomotiv verloren geht; aufgeklappt hat man im Grunde ein großes durchgehendes Bild vor sich. Das Papier ist sehr kräftig und fühlt sich hochwertig an, der Name Professional Line ist absolut gerechtfertigt.

Dieses Fotobuch ist 30 x 30 cm groß und hat 24 Seiten plus Cover. In dieser Ausstattung als Professional Line Fotobuch hätte es normalerweise 89.95 € gekostet. Ob ich mir für meine Fotos auch ohne Gutschein so ein Buch geleistet hätte weiß ich nicht, ich denke dazu müssen meine Fotos noch ein bisschen besser werden 😉 Für besondere Anlässe wie Hochzeiten oder das eigene Fotoportfolio ist es aber ein tolles Produkt und ich freue mich natürlich sehr über die Gelegenheit und sage danke an Saal Digital.

LG Andreas

Mein Gartenjahr: Februar

Mit etwas Verspätung möchte ich nun doch noch vom Februar berichten, welcher wettertechnisch ein paar Extreme zu bieten hatte. Zum einen konnte man selbst hier in Norddeutschland an einem Wochenende Mitte des Monats gemütlich auf der Terrasse frühstücken, ohne sich Erfrierungen dritten Grades zu holen. Die Gartenarbeit konnte bei guten 15 bis 18 Grad ganz gemütlich im T-Shirt verrichtet werden. Zum anderen gab es eine Zeit lang strengen Frost mit Temperaturen um -10 Grad, definitiv kein Gartenwetter. Zum Glück haben alle Pflanzen im Gartenschuppen die Minusgrade gut überstanden.

Heuchera

Als die Temperaturen wieder in einen erträglichen Bereich geklettert waren, habe ich vorm Haus noch etliche Hecken gestutzt. So ist z.B. ein riesiger Kirschlorbeer um die Hälfte kleiner geworden, was der Pflanze aber nichts ausmachen sollte. Kirschlorbeer ist äußerst robust und schnittverträglich. Das schöne an diesen Büschen ist, dass sie immergrün sind und innerhalb kurzer Zeit einen guten Sichtschutz bieten. Weniger schön ist der Nutzen für die heimische Tierwelt. Alle Pflanzenteile sind giftig, unter den Büschen wächst rein gar nichts mehr und das Laub lässt sich nur sehr schlecht kompostieren. Den Heckenschnitt vom Kirschlorbeer fahre ich deshalb direkt zum Recyclinghof um die Ecke. Die Wurzeln der Pflanze suchen sich auch gern den Weg in Regen- und Abwasserrohre.

Ebenfalls im Februar hat der uralte Nistkasten, der bis dahin direkt neben der Terrassentür hing, einen neuen Platz gefunden. Im hinteren Bereich des Gartens hängt er jetzt in 3 Meter Höhe an der großen Eiche. Nach ein paar Tagen konnte ich auch direkt ein Meisenpärchen beobachten, dass offenkundig Interesse an der Immobilie hatte… Ein zweiter, neuer Nistkasten ist auch noch dazu gekommen.

Der Februar war insgesamt ein eher ruhiger Monat, nicht zuletzt bedingt durch das kalte und unangenehme Wetter. Die Couch wirkte dieser Tage doch irgendwie verlockender. Am Selbstbau-Vogelhaus ist inzwischen einiges los, nachdem anfänglich offenbar noch Skepsis bei Spatz und Co herrschte. Bei geschälten Sonnenblumenkernen, Nüssen und sonstigen Leckereien überwiegt dann doch irgendwann der Hunger.

Abschließen möchte ich den heutigen Bericht noch mit ein paar Bildern aus dem frostigen Garten. Entgegen der Kälte waren im auch schon die ersten Boten des Frühlings zu sehen…

LG Andreas

Flechtenlandschaft

Gerade an älteren Obstbäumen findet man häufig einen mehr oder weniger starken Bewuchs mit Flechten. Meine beiden Apflelbäume sind auch mit eben so einer bunten Schicht aus Flechten und Algen bewachsen. Da die Organismen nur auf der Rinde der Bäume leben, ihnen aber keinerlei Nährstoffe entziehen oder in die Rinde eindringen, sind sie für die „Wirtpflanze“ völlig harmlos. Im Gegenteil schützen sie insbesondere ältere Bäume eher noch vor dem Eindringen von schädlichen Pilzen und Bakterien und sind ein Indikator für saubere Luft. Ganz nebenbei sehen sie bei genauerem Hinsehen auch wirklich faszinierend aus…

LG Andreas

Einfach mal Pflanzenfotos

So ein Blog ist wirklich eine großartige Sache… man kann seinen Gedanken schriftlich freien Lauf lassen und das Ergebnis ungebremst auf die (geneigte) Menschheit loslassen. Das macht nicht nur Spaß, sondern regt auch das Denkstübchen an. Und als ob das nicht genug wäre, sind Fotos eine ganz wunderbare Ergänzung zu den meisten Themen, in diesem Fall Pflanzen und Natur. Dass mir sowohl Schreiben als auch Fotografieren Spaß machen trifft sich natürlich gut. Im Moment teste ich nach Jahren des Automatik-Modus aus, was meine Kamera noch so alles kann und hoffe, das Dir das eine oder andere Foto gefällt…

  • Kamera: Canon EOS 700D
  • Objektiv: Canon EFS 18-55mm u. Canon EF 75-300mm
  • Stativ: Manfrotto 055X PROB
Sedum
Weihnachtsstern ‚Euphorbia pulcherrima
Klee
Ziergras Carex foliosissima ‚Vanilla Ice
Rispenhortensie
Perrückenstrauch

LG Andreas

Ausflug zum Wittensee

Wittensee? Kenn ich gar nicht, obwohl er eigentlich unüberse(e)hbar ist. Mit seinen fast 10 Quadratkilometern Fläche ist er der viertgrößte See in Schleswig-Holstein. Über die A210 und A7 ist man von Kiel aus in ca. 30 Minuten am Ziel, die weitaus schönere und interessantere Strecke führt allerdings über die Landstraße an Gettorf, Holtsee und Sehestedt vorbei. An diesem sonnigen Novembertag musste man einfach nach draußen in die Natur, der Winter wird noch genug dunkle und nasse Tage bringen.

Direkt am See an der Badestelle Hoheluft finden sich einige Parkplätze, die im November auch ausreichend Platz bieten, im Sommer aber vermutlich hoffnungslos überfüllt sind. Direkt nebenan befindet sich nämlich auch der örtliche Surfclub, und selbst bei diesen Temperaturen waren einige unerschrockene Sportler auf dem Wasser. Ich bewundere die Kälteresistenz und ziehe meinen Jackenkragen lieber noch etwas höher, es weht eine gute Brise über den See heran.

Einen direkten Wanderweg findet man hier nicht, es schlängelt sich aber ein Pfad durch den waldigen Uferstreifen. Die Bäume stehen hier direkt am Wasser und bilden mit ihren Wurzeln teilweise bizarre und interessante Formen.

Richtung Nordwesten gelangt man entlang der wenig befahrenen Straße zum Ort Groß Wittensee, wo man gleich noch der historischen Windmühle ‚Auguste‘ einen Besuch abstatten kann:

http://www.windmuehle-auguste.de/index2.html

In entgegengesetzter Richtung führt eine kleine Straße am See entlang. In Richtung Ufer kann man eine ganze Reihe sehr schöner und teilweise skurriler Ferienhäuser bewundern.

Da es keinen direkten Wanderweg um den ganzen See gibt, geht es auf dem selben Weg zurück zum Startpunkt. Eine besonders lange Wanderung war es sicherlich nicht, dennoch gab es in den gut 2 Stunden eine Menge zu sehen und zu entdecken und vor allem jede Menge frische Luft.

Ich kann nur empfehlen, einfach mal ein Ziel auf der Karte rauszusuchen und dieses dann zu entdecken. Es gibt in der direkten Umgebung des eigenen Wohnortes so viele Gegenden, die man einfach noch nie gesehen hat und einen Besuch wert sind. Gerade in Corona-Zeiten, in denen sonst Alltägliches einfach nicht mehr oder nur eingeschränkt möglich ist, bringen Entdeckungsreisen neue Energie und neue Eindrücke und damit meist auch ein positiveres Gemüt.

Das war schon der kleine Reisebericht vom Wittensee. Unternimmst Du zur Zeit auch mehr Ausflüge als sonst? Bis zum nächsten Bericht 🙂

LG Andreas

Herbstlicher Garten

Für mich befinden wir uns immernoch mitten im Herbst. Der erste Advent steht direkt vor der Gartentür und weihnachtliche Stimmung will noch nicht so recht aufkommen. Deshalb habe ich mir heute Mittag meine Kamera geschnappt und bei strahlendem Sonnenschein ein paar Bilder im Garten geschossen…

Das Beet sieht für Ende November noch ziemlich grün und blühend aus, so langsam sollte ich wohl das Pampasgras zusammenbinden.

Roter Fächerahorn
Feldahorn

Ahorn hat es mir irgendwie angetan, die vielen verschiedenen Blattformen und die tolle Färbung sowohl im Herbst als auch beim Austrieb faszinieren das ganze Jahr über. Während die asiatischen Sorten eher langsam wachsen ist der normale heimische Ahorn bei mir im Garten in wenigen Jahren vom dünnen Trieb zu einem ansehnlichen Baum geworden.

Die Herbstblüher zeigen auch noch, was sie können. Eine gelbe Aster und die drei neuen Rudbeckia, für ich neulich das Beet erweitert habe, blühen noch munter vor sich hin.

Aster
Hortensie

Die sonst so üppigen Stauden wie z.B. meine Favoritin Helenium „Moerheim Beauty“ haben sich auf jeden Fall schon der Jahreszeit angepasst…

Helenium ‚Moerheim Beauty‘ im Herbst
Rudbeckia

Auf der Terrasse stehen außer der Passionsblume noch alle Töpfe draußen. Olivenbaum, Phönixpalme und Oleander vertragen leichte Fröste und die Kiwi, für ich eine der Betonplatten der Terrasse entfernt habe, zeigt sich in wunderschönem Gelb…

Kiwi

Ein Garten bietet immer wieder tolle Fotomotive. Im Moment versuche ich mich ein bisschen vom Automatikmodus der Kamera zu verabschieden, mal sehen ob es für die Qualität der Bilder von Vorteil ist 😉

Hat Dir die kleine Fotosafari gefallen? Schreib mir doch einen kurzen Kommentar, über Feedback freue ich mich immer.

LG Andreas

( Beitragsbild: Euphorbia )