Herbstlicher Garten

Für mich befinden wir uns immernoch mitten im Herbst. Der erste Advent steht direkt vor der Gartentür und weihnachtliche Stimmung will noch nicht so recht aufkommen. Deshalb habe ich mir heute Mittag meine Kamera geschnappt und bei strahlendem Sonnenschein ein paar Bilder im Garten geschossen…

Das Beet sieht für Ende November noch ziemlich grün und blühend aus, so langsam sollte ich wohl das Pampasgras zusammenbinden.

Roter Fächerahorn
Feldahorn

Ahorn hat es mir irgendwie angetan, die vielen verschiedenen Blattformen und die tolle Färbung sowohl im Herbst als auch beim Austrieb faszinieren das ganze Jahr über. Während die asiatischen Sorten eher langsam wachsen ist der normale heimische Ahorn bei mir im Garten in wenigen Jahren vom dünnen Trieb zu einem ansehnlichen Baum geworden.

Die Herbstblüher zeigen auch noch, was sie können. Eine gelbe Aster und die drei neuen Rudbeckia, für ich neulich das Beet erweitert habe, blühen noch munter vor sich hin.

Aster
Hortensie

Die sonst so üppigen Stauden wie z.B. meine Favoritin Helenium „Moerheim Beauty“ haben sich auf jeden Fall schon der Jahreszeit angepasst…

Helenium ‚Moerheim Beauty‘ im Herbst
Rudbeckia

Auf der Terrasse stehen außer der Passionsblume noch alle Töpfe draußen. Olivenbaum, Phönixpalme und Oleander vertragen leichte Fröste und die Kiwi, für ich eine der Betonplatten der Terrasse entfernt habe, zeigt sich in wunderschönem Gelb…

Kiwi

Ein Garten bietet immer wieder tolle Fotomotive. Im Moment versuche ich mich ein bisschen vom Automatikmodus der Kamera zu verabschieden, mal sehen ob es für die Qualität der Bilder von Vorteil ist 😉

Hat Dir die kleine Fotosafari gefallen? Schreib mir doch einen kurzen Kommentar, über Feedback freue ich mich immer.

LG Andreas

( Beitragsbild: Euphorbia )

Rasen mähen im November

Wenn man das Gras wachsen hört, handelt es sich ja zumeist um kleine Veränderungen. Im Falle der herbstlichen Temperaturen scheint es gefühlt aber eine Größere zu sein. Der Rasen wächst tatsächlich noch recht munter vor sich hin, meine nicht winterharten Pflanzen stehen nach wie vor auf der Terrasse und letztes Jahr hat zu Weihnachten die Engelstrompete geblüht. Der Urlaub unter Palmen im eigenen Garten rückt dank Klimaveränderung in greifbare Nähe. Unschön ist dabei nur, dass sich mit der Temperatur nicht auch die Stunden mit Tageslicht erhöhen, sodass ich im Moment meist nur in der Mittagspause in den Garten komme 😉

Trotzdem musste die lange Hecke zum Nachbargrundstück endlich einen Rückschnitt bekommen. Die Spiere wurde recht ausladend und bei den stürmischen Wintern hier im Norden drohen Teile der Hecke umzuknicken, wenn man sie nicht in eine kompaktere Form bringt.

Die rund 20 Meter lange Hecke ist in gut einer Stunde in Form gebracht. Vor ein paar Jahren habe ich mir endlich eine gute Akku-Heckenschere von Makita gegönnt. Der Unterschied zu den Gurken , die ich vorher zum Schneiden, oder vielmehr Zerreißen der Hecken benutzt habe, ist doch recht gravierend. Ich empfehle hier unbedingt ein paar Euro mehr auszugeben, es lohnt sich wirklich. Die Heckenschere ist sehr leicht und der Akku liefert locker Energie für die ganze Länge der Hecke. Meine erste elektrische Heckenschere war Kabelgebunden und vom Discounter und eine absolute Qual in der Benutzung.

Ich versuche die Hecke nach oben hin immer etwas verjüngt zuzuschneiden, damit sie im Frühjahr auch von unten her wieder neu austreibt. Das nun folgende Aufräumen des Heckenmassakers musste auf die nächste Mittagspause verschoben werden. Bei Gelegenheit möchte ich die Zweige noch mit dem Häcksler zerkleinern und unter anderen Hecken verteilen.

Die große Eiche im hinteren Teil des Gartens hat sich mittlerweile komplett entblättert und das bunte Laub liegt zentimeterdick auf dem Rasen, von wo es möglichst entfernt werden sollte. Beim Zusammenharken fallen mir bereits einige Stellen auf, an denen das Gras bereits gelb geworden ist. Würde das Laub den ganzen Winter liegen bleiben, würde sich der Rasen darunter fast komplett verabschieden, ich spreche da aus Erfahrung. Einen Teil des Laubs schichte ich an der Efeuhecke am Rand des Grundstücks auf und belasse es auch dort, um Tieren einen gewissen Unterschlupf im Winter zu bieten. Einen Eimer mit Eichenlaub stelle ich zum Trocknen in den Keller, um es später nach und nach ins Aquarium zu geben. Die Fische und Garnelen freuen sich sehr über Humistoffe, welche gut für das Immunsystem sind. Außerdem dient das Laub als Versteck und Nahrungsquelle. Der Rest wandert nach und nach in die Biotonne.

Zum Schluß habe ich dann tatsächlich Mitte November noch den Rasen gemäht. Zum einen, weil er wie erwähnt noch gewachsen war und andererseits um restliches Laub aufzunehmen. Zu dieser Jahreszeit nehme ich nur den leichten Akku-Rasenmäher. Der Boden ist recht feucht und der schwere Benzinmäher würde mit seinen Rädern hier und da einfach Löcher in den Rasen reißen. Das Schnittgut wandert als Dünger und Mulchschicht unter diverse Büsche.

Von Laub befreit und frisch gemäht

Dass mein Rasen eigentlich mehr eine Moosfläche mit Grashalmen ist, stört mich nicht im Geringsten. Nach dem Mähen sieht die Fläche beinahe und für ganz kurze Zeit aus wie ein englischer Rasen… wenn man die Augen zusammenkneift 😉

Den Rasenmäher habe ich abschließend noch gereinigt, den Griff zusammengelegt und ihn in sein Winterquartier in der Gartenhütte gebracht. Für dieses Jahr ist Schluß mit mähen, höchstwahrscheinlich. Zu tun gibt es selbstverständlich noch genug… Terrasse aufräumen, Dachrinne säubern, Pampasgras zusammenbinden… ein Grund zum Draußensein findet sich mit einem Garten immer. In der heutigen Mittagspause haben diverse Ahorn- und Paulowniasamen ihren Platz in frischer Aussaaterde gefunden, Beute von einem Besuch im botanischen Garten in Kiel. Im Frühjahr gibt es ein Update…

Ist euer Garten schon fit für den Winter? Hat euch der Artikel gefallen? Schreibt es in die Kommentare 🙂

LG Andreas

Staudenbeete vergrößern

Herbstzeit ist Pflanzzeit heißt es ja so schön. Abgesehen davon, daß bei mir den Rest des Jahres auch Pflanzzeit war, muss ich als werdender guter Gärtner natürlich noch ein paar Pflanzen in den Garten setzen. Stöbert man dieser Tage durch diverse Baumärkte, kann man in den meisten Fällen eine mehr oder weniger große Ecke mit reduzierten Pflanzen finden, und bei Stauden zum halben Preis gibt es kein Halten mehr…

Rudbeckia fulgida „Little Goldstar“

In diesem Fall handelte es sich um den reich blühenden Sonnenhut Rudbeckia fulgida „Little Goldstar“. So richtig einfügen wollen sich die Neuankömmlinge jedoch in keines der Beete, eine Erweiterung muss her und der Platz dafür ist auch schnell gefunden.

Zunächst steche ich mit dem Spaten den neuen Umriss des Beetes ab. Das war der einfache Teil. Die Grasnarbe zu entfernen kostet einiges an Kraft und kann bei größeren Flächen mächtig schweißtreibend sein – gerade im Sommer, wenn der Boden sehr trocken ist.

Die Fläche, die ich vom Gras befreien möchte, teile ich mit dem Spaten zunächst in Streifen. Diese Methode hat sich für mich als am effektivsten herausgestellt. Die Schubkarre steht direkt daneben und so wandert Sode für Sode auf den immer höher werdenden Komposthaufen. Man wundert sich, welche Mengen da zusammenkommen.

Wenn der neue Abschnitt dann freigelegt ist, sammle ich noch grobes Wurzelwerk und Steine heraus. Das Umgraben der ganzen Fläche habe ich mir komplett abgewöhnt und lasse die Regenwürmer und Mikrooranismen an ihrem Platz. An dieser Stelle im Garten wäre es auch ein fast unmögliches Unterfangen. Der Boden ist hier sehr hart und Pflanzlöcher müssen mit der Spitzhacke vertieft werden. Das Einbringen von frischem Kompost könnte hier wahrscheinlich etwas Abhilfe schaffen.

Alle meine Beete sind mit Rindenmulch belegt. Dieser schützt den Boden vor dem Austrocknen und man muss nicht so oft gießen. Außerdem verhindert die Mulchschicht recht effektiv das Wachsen von Lichtkeimern, weil die feine Saat einfach durch die Mulchschicht nach unten rieselt. Wenn doch Unkraut aufgeht, lässt es sich sehr leicht entfernen. Ich war erstaunt, wie wenig Jätarbeit die großen Beete machen.

Mulchen der frischen Fläche

Zum Schluss finden die neuen Stauden ihren Platz im Beet. Die Pflanzlöcher versuche ich mit der Spitzhacke so tief wie möglich aufzulockern, damit es die Wurzeln später etwas leichter haben. Beim Angießen der frisch gepflanzten Stauden kann man ruhig verschwenderisch sein und alles richtig schön unter Wasser setzen. Das stellt sicher, daß der Wurzelballen komplett mit Erde in Verbindung kommt, Hohlräume werden zugeschlämmt. Meist gieße ich nächsten oder übernächsten Tag nochmal und dann nach ca. einer Woche erneut. Von da an ist die Pflanze eigentlich ihrem Schicksal überlassen, in heißen Sommern wie dem letzten habe ich allerdings öfter gegossen – die Stauden sahen einfach zu traurig aus.

Wenn die Beete ihre finale Form erreicht haben, möchte ich sie gerne noch mit Holz umranden. Das geht relativ schnell und günstig und lässt sich auch recht einfach wieder abändern. Eine leicht erhöhte Kante vermindert außerdem das Chaos, das vor allem Amseln beim Durchwühlen des Mulches anstellen.

Holzkante bei einem fertigen Beet

Wahrscheinlich werden die Beete bis zum Frühjahr noch um ein paar Quadratmeter gewachsen sein, man braucht ja Platz für die ganzen schönen Stauden 😉

LG Andreas

Der Garten

Auf rund 600qm entfaltet sich ganz ungeniert mein Garten mit Rasen, Staudenbeeten und diversen Büschen und Bäumen. Vor dem Corona-Lockdown bestand die Fläche eigentlich nur aus mehr oder weniger gut gemähtem Gras, die unfreiwillig gewonnene Zeit führte allerdings zu einiger Veränderung…

Rasen gibt es immernoch, allerdings ist er jetzt durch einige Staudenbeete unterbrochen. Einjährige Pflanzen mag ich überhaupt nicht, der Kreislauf aus einpflanzen, blühen, verblühen und wieder rausreißen mag viele Freunde haben – ich gehöre nicht dazu. Vielmehr macht es mir Freude, wenn Pflanzen gut gedeihen und von Jahr zu Jahr größer werden. So hatte z.B. der Schneckenknöterich „Dimity“ schon nach 3 Monaten eine ansehnliche Fläche bewachsen und ich konnte ihn teilen und an anderer Stelle einpflanzen. Eine Pflanze die ich absolut empfehlen kann, der Knöterich blühte währenddessen ununterbrochen und tut dies jetzt Mitte Oktober immernoch.

Schneckenknöterich Bistorta affinis ‚Dimity‘

In der hinteren eher schattigen Ecke des Gartens ist ein Beet für einen ganz besonderen grünen Vertreter entstanden, die Gunnera manicata. Das aus Brasilien stammende Mammutblatt bekommt unter idealen Bedingungen Blätter von über 2 Metern Durchmesser, und das jedes Jahr von Neuem. Ob sie bei mir auch so gewaltige Dimensionen annehmen wird wage ich noch zu bezweifeln. Demnächst gilt es, sie erstmal für den Winter gut einzupacken. Solange Madame Gunnera noch klein ist, nutze ich das Beet noch für Pflanzen, die im Moment noch keinen richtigen Platz gefunden haben.

Mammutblatt ‚Gunnera manicata‘

In einem Staudengarten darf natürlich eines nicht fehlen – Stauden. Ich wußte nicht, dass Pflanzen einkaufen so süchtig machen kann. Beim Aufräumen des Schuppens bestätigt die schiere Menge an leeren Pflanztöpfen das ganze Ausmaß 😉 Ob Sonnenhut oder -braut, Gräser, Storchschnabel, Salbei oder Lavendel… wie ich feststellen musste, gibt es alles in unzähliger Vielzahl und Sorte. Deshalb sehen die Beete auch eher bunt aus und erheben keinen Anspruch auf Perfektion. Wenn der Garten das Auge und das Gemüt erfreut ist alles gut.

Sonnenbraut ‚Moerheim Beauty‘

Kerzen-Knöterich ‚Speciosa‘
Winterharter Lavendel

Bereits letztes Jahr im Sommer ist meine Gartenhütte entstanden. Vorher waren alle Gartengeräte inklusive Rasenmäher in der Garage gelagert, Platz für das Auto gab es nicht mehr. Jetzt lagere ich alle Geräte in dem dafür vorgesehenen Schuppen – und das Auto steht immernoch draußen… Dem Bau der Hütte werde ich einen extra Beitrag widmen mit Schritt für Schritt Bildern der Entstehung, vielleicht hilft es Dir ja beim Planen und Bauen Deines Gartenhauses.

Gartenhütte mit Gardena Schlauchbox

Gärtnern, sich draußen in der Natur bewegen und abarbeiten, sind für mich absolute Stresskiller (sofern man keine Zaunwinde im Beet hat). Man vergisst die Arbeit, den blöden Chef und die Gasrechnung. Gefühlt scheint es im Moment wieder einen Trend zum Gärtnern zu geben. In merkwürdigen Zeiten gibt es offenbar ein Bedürfnis nach Nähe zur Natur und zu etwas Bodenständigem. Der ‚Urban gardening‘ Trend zeigt dies auch recht deutlich. Grün ist die Farbe, die den Menschen am meisten beruhigt und erdet. Umso merkwürdiger ist der ebenfalls fürchterlich im Trend liegende ‚Steingarten‘, den man in fast allen Neubaugebieten „bewundern“ kann – Gabionen und Granit soweit das Auge reicht.

Ganz ohne Stein geht es in meinem Garten auch nicht, es gibt eine Terrasse, auf der auch noch so Allerlei in Töpfen wächst. Neben Kiwi, Phönixpalme, Olivenbaum und Oleander gibt es auch 3 kleine Bäume in Töpfen, der Ausdruck ‚Bonsai‘ wäre hier wahrlich übertrieben 😉

Roter Fächerahorn
Blutbuche ‚Fagus sylvatica f. purpurea‘

Jetzt hast Du einen groben Überblick über mein kleines grünes Reich…

In künftigen Blogbeiträgen möchte ich Dir über Pflanzen, Aufgaben im Garten und Gartengeräte berichten, Tips geben und Praxistests machen. Ich hoffe dieser Beitrag hat Dir gefallen. Abonniere also gern meinen Blog und bis zum nächsten Mal hier bei Fisch&Garten 🙂

LG Andreas