Der Garten

Auf rund 600qm entfaltet sich ganz ungeniert mein Garten mit Rasen, Staudenbeeten und diversen Büschen und Bäumen. Vor dem Corona-Lockdown bestand die Fläche eigentlich nur aus mehr oder weniger gut gemähtem Gras, die unfreiwillig gewonnene Zeit führte allerdings zu einiger Veränderung…

Rasen gibt es immernoch, allerdings ist er jetzt durch einige Staudenbeete unterbrochen. Einjährige Pflanzen mag ich überhaupt nicht, der Kreislauf aus einpflanzen, blühen, verblühen und wieder rausreißen mag viele Freunde haben – ich gehöre nicht dazu. Vielmehr macht es mir Freude, wenn Pflanzen gut gedeihen und von Jahr zu Jahr größer werden. So hatte z.B. der Schneckenknöterich „Dimity“ schon nach 3 Monaten eine ansehnliche Fläche bewachsen und ich konnte ihn teilen und an anderer Stelle einpflanzen. Eine Pflanze die ich absolut empfehlen kann, der Knöterich blühte währenddessen ununterbrochen und tut dies jetzt Mitte Oktober immernoch.

Schneckenknöterich Bistorta affinis ‚Dimity‘

In der hinteren eher schattigen Ecke des Gartens ist ein Beet für einen ganz besonderen grünen Vertreter entstanden, die Gunnera manicata. Das aus Brasilien stammende Mammutblatt bekommt unter idealen Bedingungen Blätter von über 2 Metern Durchmesser, und das jedes Jahr von Neuem. Ob sie bei mir auch so gewaltige Dimensionen annehmen wird wage ich noch zu bezweifeln. Demnächst gilt es, sie erstmal für den Winter gut einzupacken. Solange Madame Gunnera noch klein ist, nutze ich das Beet noch für Pflanzen, die im Moment noch keinen richtigen Platz gefunden haben.

Mammutblatt ‚Gunnera manicata‘

In einem Staudengarten darf natürlich eines nicht fehlen – Stauden. Ich wußte nicht, dass Pflanzen einkaufen so süchtig machen kann. Beim Aufräumen des Schuppens bestätigt die schiere Menge an leeren Pflanztöpfen das ganze Ausmaß 😉 Ob Sonnenhut oder -braut, Gräser, Storchschnabel, Salbei oder Lavendel… wie ich feststellen musste, gibt es alles in unzähliger Vielzahl und Sorte. Deshalb sehen die Beete auch eher bunt aus und erheben keinen Anspruch auf Perfektion. Wenn der Garten das Auge und das Gemüt erfreut ist alles gut.

Sonnenbraut ‚Moerheim Beauty‘

Kerzen-Knöterich ‚Speciosa‘
Winterharter Lavendel

Bereits letztes Jahr im Sommer ist meine Gartenhütte entstanden. Vorher waren alle Gartengeräte inklusive Rasenmäher in der Garage gelagert, Platz für das Auto gab es nicht mehr. Jetzt lagere ich alle Geräte in dem dafür vorgesehenen Schuppen – und das Auto steht immernoch draußen… Dem Bau der Hütte werde ich einen extra Beitrag widmen mit Schritt für Schritt Bildern der Entstehung, vielleicht hilft es Dir ja beim Planen und Bauen Deines Gartenhauses.

Gartenhütte mit Gardena Schlauchbox

Gärtnern, sich draußen in der Natur bewegen und abarbeiten, sind für mich absolute Stresskiller (sofern man keine Zaunwinde im Beet hat). Man vergisst die Arbeit, den blöden Chef und die Gasrechnung. Gefühlt scheint es im Moment wieder einen Trend zum Gärtnern zu geben. In merkwürdigen Zeiten gibt es offenbar ein Bedürfnis nach Nähe zur Natur und zu etwas Bodenständigem. Der ‚Urban gardening‘ Trend zeigt dies auch recht deutlich. Grün ist die Farbe, die den Menschen am meisten beruhigt und erdet. Umso merkwürdiger ist der ebenfalls fürchterlich im Trend liegende ‚Steingarten‘, den man in fast allen Neubaugebieten „bewundern“ kann – Gabionen und Granit soweit das Auge reicht.

Ganz ohne Stein geht es in meinem Garten auch nicht, es gibt eine Terrasse, auf der auch noch so Allerlei in Töpfen wächst. Neben Kiwi, Phönixpalme, Olivenbaum und Oleander gibt es auch 3 kleine Bäume in Töpfen, der Ausdruck ‚Bonsai‘ wäre hier wahrlich übertrieben 😉

Roter Fächerahorn
Blutbuche ‚Fagus sylvatica f. purpurea‘

Jetzt hast Du einen groben Überblick über mein kleines grünes Reich…

In künftigen Blogbeiträgen möchte ich Dir über Pflanzen, Aufgaben im Garten und Gartengeräte berichten, Tips geben und Praxistests machen. Ich hoffe dieser Beitrag hat Dir gefallen. Abonniere also gern meinen Blog und bis zum nächsten Mal hier bei Fisch&Garten 🙂

LG Andreas