Zurück zum Schierensee

Genau ein Jahr ist es her seit dem letzten Besuch am Schierensee, es war sogar zufällig exakt das gleiche Wochenende. Den Bericht über die Wanderung im Naturpark Westensee bei Kiel findest Du HIER. Seinerzeit war das Wetter eher durchwachsen, umso mehr sorgte strahlender Sonnenschein und Temperaturen um 17 Grad für gute Laune. Dieses mal war es eine eher kurze Wanderung, beginnend nördlich der Gemeinde Schierensee, wo an der Straße genug Platz zum Parken war. Von der Straße „Am Heidberg“ führt ein Feldweg nach links in Richtung Wald und bereits nach wenigen Metern steht man inmitten hoher Buchen, Eichen und Tannen.

Gemeinde Schierensee

Ungefähr 200 Meter weiter, nach einigen Stapeln frisch geschnittenen Holzes, führt ein kleiner Pfad auf der linken Seite bergab in den Wald. Ich bin nach wie vor erstaunt, wie hügelig die Gegend hier ist. Der Wald ist scheinbar weitgehend naturbelassen und überall finden sich alte, morsche Baumstümpfe und umgekippte Bäume… ein Paradies für Insekten und andere Lebewesen.

Der Pfad führt direkt hinunter zum Ufer des großen Schierensees, wo einige Bäume recht malerisch übers Wasser hängen. Die Sonne setzte der schönen Stimmung an diesem späten Sonntag Nachmittag noch die Krone auf. Nach einiger Zeit am Wasser wird der Pfad zu einem Weg und führt wieder in den Wald hinein, vorbei an einer Weide mit leicht misstrauischen Schafen und schließlich zurück auf den Hauptweg. Diesen beschließen wir wieder Richtung Ausgangspunkt zu nehmen, da wir recht spät unterwegs waren und bereits die Abenddämmerung einsetzte.

Insgesamt hat die kleine Runde in etwa eine Stunde gedauert. Zum Auslüften, Aufatmen und Runterkommen reicht das allemal und der kleine „Geheimweg “ ist wirklich sehenswert. Nebenbei sind noch ein paar wie ich finde sehr schöne Fotos entstanden. Wer im Norden wohnt oder hier zu Besuch ist sollte sich das Gebiet um Westensee und die beiden Schierenseen nicht entgehen lassen…

LG Andreas

#schierensee #westensee #wanderung #wald #natur

Ausflug zum Wittensee

Wittensee? Kenn ich gar nicht, obwohl er eigentlich unüberse(e)hbar ist. Mit seinen fast 10 Quadratkilometern Fläche ist er der viertgrößte See in Schleswig-Holstein. Über die A210 und A7 ist man von Kiel aus in ca. 30 Minuten am Ziel, die weitaus schönere und interessantere Strecke führt allerdings über die Landstraße an Gettorf, Holtsee und Sehestedt vorbei. An diesem sonnigen Novembertag musste man einfach nach draußen in die Natur, der Winter wird noch genug dunkle und nasse Tage bringen.

Direkt am See an der Badestelle Hoheluft finden sich einige Parkplätze, die im November auch ausreichend Platz bieten, im Sommer aber vermutlich hoffnungslos überfüllt sind. Direkt nebenan befindet sich nämlich auch der örtliche Surfclub, und selbst bei diesen Temperaturen waren einige unerschrockene Sportler auf dem Wasser. Ich bewundere die Kälteresistenz und ziehe meinen Jackenkragen lieber noch etwas höher, es weht eine gute Brise über den See heran.

Einen direkten Wanderweg findet man hier nicht, es schlängelt sich aber ein Pfad durch den waldigen Uferstreifen. Die Bäume stehen hier direkt am Wasser und bilden mit ihren Wurzeln teilweise bizarre und interessante Formen.

Richtung Nordwesten gelangt man entlang der wenig befahrenen Straße zum Ort Groß Wittensee, wo man gleich noch der historischen Windmühle ‚Auguste‘ einen Besuch abstatten kann:

http://www.windmuehle-auguste.de/index2.html

In entgegengesetzter Richtung führt eine kleine Straße am See entlang. In Richtung Ufer kann man eine ganze Reihe sehr schöner und teilweise skurriler Ferienhäuser bewundern.

Da es keinen direkten Wanderweg um den ganzen See gibt, geht es auf dem selben Weg zurück zum Startpunkt. Eine besonders lange Wanderung war es sicherlich nicht, dennoch gab es in den gut 2 Stunden eine Menge zu sehen und zu entdecken und vor allem jede Menge frische Luft.

Ich kann nur empfehlen, einfach mal ein Ziel auf der Karte rauszusuchen und dieses dann zu entdecken. Es gibt in der direkten Umgebung des eigenen Wohnortes so viele Gegenden, die man einfach noch nie gesehen hat und einen Besuch wert sind. Gerade in Corona-Zeiten, in denen sonst Alltägliches einfach nicht mehr oder nur eingeschränkt möglich ist, bringen Entdeckungsreisen neue Energie und neue Eindrücke und damit meist auch ein positiveres Gemüt.

Das war schon der kleine Reisebericht vom Wittensee. Unternimmst Du zur Zeit auch mehr Ausflüge als sonst? Bis zum nächsten Bericht 🙂

LG Andreas